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Andreas Pauli trifft nach Comeback gegen Crimmitschau: hart erkämpfter 3:2-Heimsieg gegen die Eispiraten

Es war ein hart umkämpfter 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)-Heimerfolg heute Abend gegen die Eispiraten aus Crimmitschau, was für den EC Bad Nauheim den dritten Sieg im vierten Spiel des Jahres 2018 bedeutet. Gefeiert wurde am Ende lautstark Stürmer Andreas Pauli, der das dritte Tor nach über elfwöchiger Verletzungspause beisteuerte und somit ein Comeback nach Maß feierte. "Im ersten Drittel hatten wir vielleicht zu viel Respekt. Danach waren wir bissiger und haben defensiv gut gearbeitet", analysierte EC-Coach Petri Kujala das Match, während sein Pendant Kim Collins sagte: "Wir waren anfangs nicht konsequent genug und haben uns am Ende mit Disziplinlosigkeiten selbst ins Bein geschossen."

Bei den Hausherren waren die wiedergenesenen Andreas Pauli und Noureddine Bettahar wieder mit von der Partie, Dusan Frosch sowie die bekannten Langzeitverletzten mussten nach wie vor passen, zudem fehlte Leon Niederberger, der in Düsseldorf im Einsatz war. Trotz des Zugewinns an Spielerqualität bei den Hausherren gaben die Westsachsen zunächst den Ton an. Mit sehenswerten und schnellem Kombinationsspiel vor allem über die erste Sturmreihe kamen die Mannen von Trainer Kim Collins immer wieder gefährlich vor den Bad Nauheimer Kasten, so dass Felix Bick alle Hände voll zu tun hatte. Die Roten Teufel taten sich schwer und erspielten sich kaum Möglichkeiten, so dass die Gäste-Führung durch einen satten Handgelenkschuss von Topscorer Jordan Knackstedt nur bedingt überraschte (7.). Die Hessen benötigten einige Zeit, um langsam aber sicher zumindest den Versuch zu unternehmen, das Heft in die Hand zu bekommen. Es war schließlich eine gut durchdachte Spielszene in der 14. Minute, die den - zugegeben etwas glücklichen - Ausgleich hervorbrachte, als Sylvester die Scheibe an der Bande erkämpfte, was Eric Meland antizipierte und somit ganz frei vor Brett Kilar zum 1:1 einschießen konnte. Dies schien ein Weckruf für die Gastgeber gewesen zu sein, die nun dem zweiten Treffer nahe waren und bei einem Pfostenschuss von Meland (wurde zum Spieler des Abends gewählt) kurz vor der Pause Pech hatten.

Waren die ersten 10 Minuten noch von Spielerischem geprägt, so dominierte im Mittelabschnitt der Kampf - aber auch, weil die Hessen die Eispiraten nun besser stellen konnten. Beide Seiten setzten somit alles ein, um mit Laufbereitschaft zum Erfolg zu kommen. Besser machten es hierbei die Kurstädter, die in einer der wenigen spielerischen Situationen durch Dennis Reimer die Führung erzielten - auch wenn die Referees sich die Szene lange im Videobeweis anschauten, wohl ob der Möglichkeit eines Stockschlags gegen den Crimmitschauer Torhüter. Der Treffer wurde schließlich aber für regulär beschieden, so dass nun die Gastgeber die besseren Karten hatten. Crimmitschau musste kommen, was den Westsachsen offenkundig gar nicht behagte. Bad Nauheimer verteidigte clever und wartete auf Konterchancen, die sich immer wieder mal ergaben. So z.B. in der 35. Minute, als Nico Kolb plötzlich unverhofft ganz frei vor Kilar auftauchte, aber wohl so überrascht war, dass die Chance verpuffte.

Es blieb ob des Spielstandes also spannend, und auch nach dem 3:1 durch Rekonvaleszent Andreas Pauli, der im Slot mustergültig bedient wurde und eiskalt unter dem Jubel der über 2.100 Fans nach über elfwöchiger Verletzungspause gleich einen Treffer beisteuerte, war die Sache nach 43 Minuten noch nicht gelaufen. Die Eispiraten haben diese Saison ein ganz anderes Gesicht als noch in den Spielzeiten zuvor, als man gar zwei Mal gegen Bad Nauheim in die Playdowns gehen musste. Und dies zeigten die Westsachsen in den letzten Minuten noch einmal, als Karachun in der 47. Minute den 2:3-Anschlusstreffer markierte. Nun waren es noch lange 13 Spielminuten, aber die Hessen verstanden es immer wieder, das Hartgummi clever und ohne viel Icings aus der Verteidigungszone zu bringen. Zudem agierten die Gastgeber sehr diszipliniert und blieben der Strafbank fern, während sich die Eispiraten, die zuvor sechs der letzten sieben Spiele gewannen, zuviele Strafzeiten erlaubten. So überstand man auch diese letzten Minuten und fährt am Ende drei wichtige und unter dem Strich verdiente Punkte ein, nachdem Konkurrent Freiburg seinerseits in Kassel mit 5:1 die Oberhand behielt (zur Tabelle).

Am Sonntag geht es für die Kujala-Jungs an die Zugspitze zum Tabellenzweiten SC Riessersee, der heute Abend mit 5:3 in Weißwasser gewann.

EC Bad Nauheim - Eispiraten Crimmitschau 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
Tore:
0:1 (06:42) Knackstedt (Ciernik, Kranjc)
1:1 (13:09) Meland (Sylvester, Ketter)
2:1 (23:39) Reimer (Sylvester, Mannes)
3:1 (42:07) Pauli (Reimer, Lange)
3:2 (46:35) Karachun (Schietzold, Kabitzky)
Strafminuten: ECN 2 / ETC 12 + 10 (Ciernik) + 10 (Czarnik)
Zuschauer: 2.115



Andreas Pauli bejubelt seinen am Ende vorentscheidenden Treffer zum 3:1 gegen Crimmitschau
(Foto: Chuc)

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