facebook
twitter
google
youtube
social-feedback

Es ist vollbracht: Direkte Playoff-Quali Dank 5:3-Heimsieg gegen Ravensburg - Platz fünf in der Abschlusstabelle bringt Kaufbeuren als Gegner

Es ist vollbracht: Dank eines 5:3 (1:0, 2:1, 2:2)-Heimsieges gegen Ravensburg gewinnen die Roten Teufel vor über 3.300 Zuschauern das "Endspiel" um Platz sechs und rutschen ob der Kasseler 2:4-Niederlage gegen Bietigheim sogar noch auf den fünften Rang in der Abschlusstabelle, die somit ein Playoff-Viertelfinale gegen den ESV Kaufbeuren und die beste Platzierung in der Bad Nauheimer DEL2-Geschichte beschert. Los geht es in dieser "best of seven"-Serie mit einem Auswärtsspiel am Dienstag, den 13. März 2018 bei den Buron Jokers, so dass die Wetterauer nun über eine Woche Pause haben (in dieser finden die Pre-Playoffs statt), um sich von den Krankheiten und Verletzungen zu erholen, die das Team in letzter Zeit geplagt hatten. Umso höher ist diese zweite Playoff-Teilnahme des EC Bad Nauheim seit dem Wiederaufstieg zu bewerten. "Die Jungs verdienen ein Riesenlob und dürfen sich heute feiern lassen", freut sich EC-Coach Petri Kujala mit seinem Team ob dieses Erfolgs. "Wir hatten im Herbst eine turbulente Phase, in der eine Mannschaft auseinanderfallen oder zusammenwachsen kann. Heute sieht man das Ergebnis", so der Finne.

Das Match hielt von Beginn an das, was es versprach: die Teams lieferten einen Vorgeschmack auf die Playoffs, denn es wurde mit offenem Visier agiert, die Checks zu Ende gefahren und um jeden Puck gefightet. Zudem war einiges an Tempo in dieser Partie, in der den Hessen ein einziger Zähler für die direkte Playoff-Qualifikation bereits gereicht hätte. Man wollte aber gar keinen Zweifel aufkommen lassen und ging bereits nach 43 Sekunden durch den Ex-Ravensburger Radek Krestan mit 1:0 in Führung. Die Wetterauer bestimmten die Partie, allerdings musste man immer wieder auf gefährliche Konter der Oberschwaben aufpassen, doch mit Felix Bick stand ein gewohnt sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Auf der Gegenseite hatte Jonas Langmann wesentlich mehr an Arbeit, dieser hatte bei hochkarätigen Chancen durch Frosch (13.), Livingston (15.) und McNamee (17.) das Glück des Tüchtigen (19:6 Torschüsse standen bis dahin zugunsten der Hessen zu Buche), dass es nach 20 Minuten mit lediglich einem Tor Vorsprung für die Kurstädter in die Pause ging.

Die Roten Teufel machten im zweiten Drittel gerade dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Mit viel Tempo übten sie Druck auf das EVR-Gehäuse aus, so dass Langmann sich nach wie vor über mangelnde Arbeit nicht zu beschweren brauchte. Dann aber die 27. Minute und eine erneut sehr fragwürdige Strafzeit des sich nicht immer an das Tempo anpassende Referee-Teams: Dusan Frosch fragte sich in der Kühlbox wohl noch nach dem Grund seines Vergehen, da netzte Carter Proft frei im Slot stehend für die Towerstars zum 1:1-Ausgleich ein. In der 31. Minute eine der Schlüssenszenen des Matches: Gäste-Spieler Pfaffengut leistete sich einen Check gegen den Kopf von Marcel Brandt, was berechtigterweise eine 2+10-Strafe nach sich zog. Brandt konnte nach kurzer Behandlung zum Glück weiterspielen und bestrafte das Foul mit einem feinen Pass auf Radek Krestan (wurde später zum Spieler des Abends gewählt), der das Powerplay zur 2:1-Führung verwerten konnte (33.). Zuvor traf bereits Nicklas Mannes nur den Pfosten, so dass das Resultat vollends in Ordnung ging. Noch vor der zweiten Pause leisteten sich die Gäste zudem zwei weitere Strafzeiten, so dass es nun die Towerstars waren, die mit den Unparteiischen diskutierten. Diesmal war es Marcel Brandt persönlich, der sieben Sekunden vor der Sirene gar das 3:1 für die Gastgeber mit einem fulminanten Schlagschuss zum besten Zeitpunkt markierte.

Ravensburg musste im letzten Abschnitt nun alles reinlegen, denn nur ein "Dreier" konnte ihnen an diesem Abend zur direkten Playoff-Qualifikation verhelfen. Als Svoboda in der 43. Minute den 2:3-Anschlusstreffer markierte (musste erst trotz zunächst vehementer Verneinung durch den Unparteiischen im Videobeweis überprüft werden), war das Geschehen kurzzeitig auf Seiten der Oberschwaben, die nun nochmal Gas gaben. Bad Nauheim hielt aber trotz des dezimierten Kaders sehr gut dagegen und ließ kaum Schüsse auf Bick zu. Es war schließlich eine tolle Einzelleistung von Dennis Reimer, der in der 50. Spielminute keine Anspielstation fand und stattdessen das Hartgummi zum umjubelten 4:2 in die Maschen setzte. Nun war das Colonel-Knight-Stadion vollends aus dem Häuschen und feierte sein Team mit Standing Ovations. Zwar traf Roloff in der 52. Minute mit einem unhaltbaren, abgefälschten Schuss nochmal zum Anschluss, doch man hatte nie das Gefühl, dass das Match kippen könnte. Mit dem dritten Powerplaytor des Abends machte James Livingston in der 58. Minute aus spitzem Winkel schließlich endgültig den Deckel drauf, so dass es nun gegen Kaufbeuren mit den Ex-Teufeln Daniel Oppolzer und Charlie Sarault (sowie dem in Bad Nauheim geborenen Aaron Reinig - Sohn der EC-Legende Dale) ins Viertelfinale geht, während Ravensburg in den Pre-Playoffs gegen Crimmitschau ran muss.

Das erste Viertelfinal-Spiel findet am 13.3 in Kaufbeuren statt, das erste Heimspiel geht dann am Freitag, den 16.3. um 19.30 Uhr über die Bühne, das zweite Heimmatch startet am 20.3. um 19.30 Uhr. Die andere bereits heute fest stehende Playoff-Begegnung heißt im Übrigen Frankfurt (3. Tabellenplatz) gegen Kassel (6), die Pre-Playoffs bestreiten Ravensburg (7) gegen Crimmitschau (10) und Dresden (8) gegen Heilbronn (9), die die beiden anderen Gegner für Garmisch (1) und Bietigheim (2) ausspielen. In die erste Playdown-Runde müssen Weißwasser (11) gegen Bayreuth (14) und Freiburg (12) gegen Bad Tölz (13).

EC Bad Nauheim - Ravensburg Towerstars 5:3 (1:1, 2:1, 2:2)
Tore:
1:0 (00:43) Krestan (Livingston, Mannes)
1:1 (26:37) Proft (Roloff, Pozivil) PP1
2:1 (32:18) Krestan (Brandt, Sylvester) PP1
3:1 (39:53) Brandt (Syvlester, McNamee) PP1
3:2 (42:04) Svoboda (Roloff, Sturm)
4:2 (49:46) Reimer
4:3 (51:38) Roloff (Pfaffengut)
5:3 (57:46) Livingston (Sylvester, McNamee) PP1
Strafminuten: ECN 14 + 10 (Widén) / EVR 18 + 10 (Pfaffengut)
Zuschauer: 3.312



Mike McNamee und sein Team sichern sich Dank eine 5:3-Heimsieges gegen Ravensburg die direkte Playoff-Quali
(Foto: Chuc)

Zurück