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Vorentscheidung verpasst: 2:3-Niederlage in Weißwasser - Sonntag "Endspiel" um Platz sechs zuhause gegen Ravensburg

Nach zuletzt fünf Siegen in Serie und zehn Erfolgen aus elf Partien hat es die Roten Teufel ausgerechnet am vorletzten DEL2-Hauptrunden-Spieltag erwischt: mit 2:3 (1:1, 0:1, 1:1) unterlagen die Hessen heute Abend in Weißwasser, was den Sachsen ob der anderen Resultate trotz des Sieges so gut wie keine Chancen mehr auf die Pre-Playoffs lässt, während die Hessen weiterhin von Platz vier träumen können. "Man hat gesehen, dass es für beide um viel ging. Wir waren heute nicht zwingend genug, der Zug zum Tor hat einfach zu oft gefehlt. So haben wir für Sonntag aber einiges an Spannung", sagte EC-Coach Petri Kujala, der mit einem Sieg am letzten Spieltag zuhause gegen Ravensburg (18.30 Uhr) die direkte Playoff-Teilnahme sowie vielleicht sogar Platz fünf oder gar vier (Heimrecht im Viertelfinale) je nach Ausgang der anderen Partien klar machen kann (für Platz sechs reicht sogar ein einziger Punkt). Bei einer Niederlage ohne eigenen Zähler wäre man hingegen in den Pre-Playoffs, was zwar kein Beinbruch wäre, angesichts der aktuellen Situation möchte man jedoch nicht wie in der Vorsaison an nur einem Punkt scheitern und such für die tollen Leistungen nach einer langen Runde entsprechend belohnen. Somit haben die Roten Teufel am Sonntag vor eigenem Publikum ein echtes Endspiel, nach dem somit von Platz sieben bis vier alles möglich ist.

Bei den Gästen fehlte heute neben den bekannten Ausfällen auch Marius Erk, für ihn stand erstmalig der schwedische Neuzugang Fredrik Widén im Kader. Im Angriff war zudem Dennis Reimer wieder mit von der Partie, so dass elf Stürmer und fünf Verteidiger auf dem Bad Nauheimer Spielberichtsbogen standen, nachdem auch eine Grippewelle die Mannschaft heimgesucht hatte, die einigen Spielern noch in den Knochen steckte. Die Gäste starteten dennoch gewohnt stark: keine zwei Minuten waren gespielt, da hatte Radek Krestan nach Zuspiel von Mike McNamee die große Chance auf die Führung, Weißwassers Goalie Franzreb war im Nachfassen zur Stelle. Die Hessen bestimmten die Anfangsphase, ohne jedoch Zählbares auf die Uhr zu bekommen. Gegen Mitte des Abschnitts kamen die Füchse besser auf und zu einigen Torschüssen, die bis dahin allerdings ungefährlich blieben. In der 11. Minute klingelte es dann aber doch im Netz von Felix Bick, als Rekonvaleszent Anders Eriksson goldrichtig im Slot stand und eine kurzzeitige Unordnung in der EC-Abwehr eiskalt zum 1:0 nutzte. Aber die Gäste antworteten: in Überzahl nutzte Topscorer Cody Sylvester aus spitzem Winkel einen Rebound des Torhüters zum 1:1-Ausgleich nur 64 Sekunden später. Es entwickelte sich auch weiterhin ein munteres Match mit viel Forechecking auf beiden Seiten, nachdem jedes der Teams einen Sieg ob der Tabellenkonstellation benötigte, was es umso spannender machte. Die Lausitzer hatten hierbei optisch ein leichtes Übergewicht in Sachen Spielanteile (zudem einen gefährlichen Bauerntrick von Schmidt), es blieb jedoch zunächst beim Unentschieden nach 20 Minuten.

Die Gastgeber starteten besser in den zweiten Abschnitt: nach einem feinen Querpass von Ranta nutzte Jeff Hayes den freien Raum mit einem platzierten Schuss zur erneuten Führung der Sachsen (24.). Bad Nauheim tat sich in der Folgezeit schwer gegen gut organisierte Füchse, die den EC nur selten mal in die gefährliche Zone kommen ließen. Lediglich Schüsse von außen waren möglich, die Maximilian Franzreb ohne große Probleme wegfischte. Auf der Gegenseite hatten die Lausitzer ihrerseits die ein oder andere Möglichkeit, den Spielstand auszubauen, doch auch Felix Bick war stets zur Stelle - wenn auch diese Szenen etwas mehr Gefahr zugunsten der Gastgeber ausstrahlten. Einzig in Überzahl kurz vor Ende des Drittels kamen die Roten Teufel zu sehenswerten Schüssen, Mike McNamee vergab hierbei die größte Chance, so dass es mit dem Rückstand in die zweite Pause ging.

Mit Beginn des letzten Drittels wollten es die Hessen noch einmal wissen: scheiterte zunächst Cody Sylvester an Maxi Franzreb, war es Marcel Brandt, der mit einem fulminanten Schuss von der blauen Linie nur Sekunden später zum 2:2 erfolgreich war (41.). In der Folgezeit wollte keines der beiden Teams Blöße zeigen, nachdem doch einiges auf dem Spiel stand. Somit war es klar, dass die erste Unsicherheit mit zunehmender Spieldauer vielleicht die Entscheidung bringen könnte. In diesem Match gelang dies den Hausherren, die in der 45. Minute durch Kuchejda einen Schuss von Adam unhaltbar zum 3:2 ins Tor abfälschen konnten. Zum dritten Mal mussten somit nun die Wetterauer einem Rückstand hinterher laufen und sie taten sich schwer, nachdem die Füchse sehr gut vor dem Tor standen und nur wenig Schüsse zuließen. Ganz anders noch als beim letzten Gastauftritt, den die Hessen mit 7:0 gewannen, wollten die Sachsen ihre letzte Chance auf Platz zehn nutzen. Zwar blieb ihnen der Triumph am heutigen Abend, am Ende bedeutet er ob der anderen Ergebnisse aber nichts, denn der zehnte Platz ist nur noch rechnerisch möglich angesichts eines Torverhältnisses von minus 24 gegenüber der Heilbronner Falken. Die Roten Teufel haben jedoch noch alle Möglichkeiten, ein einiziger Zähler gegen Ravensburg sorgt schon für den sechsten Platz und die damit verbundene direkte Playoff-Teilnahme - was die zweite in der Bad Nauheimer DEL2-Geschichte wäre. Somit heißt es für die Fans also noch einmal volle Unterstützung leisten, um im Endspurt dieses Ziel vor Augen in die Tat umzusetzen.

Lausitzer Füchse - EC Bad Nauheim 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
Tore:
1:0 (10:43) Eriksson (Schmidt, Mückse)
1:1 (11:47) Sylvester (McNamee, Brandt) PP1
2:1 (23:14) Hayes (Ranta, Owens)
2:2 (40:31) Brandt (Frosch, Sylvester)
3:2 (44:39) Kuchejda (Adam, Kania)
Strafminuten: LFX 6 / ECN 4
Zuschauer: 2.325


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