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4:3-Heimsieg n.V. gegen Dresden - Marcel Brandt "Man of the Match" mit zwei Toren (u.a. dem Siegtreffer) - Sonntag geht es nach Kassel

Einen hart umkämpften und gleichzeitig wichtigen 4:3 (0:1, 1:1, 2:1)-Heimsieg nach Verlängerung fuhren heute Abend die Roten Teufel gegen den direkten Konkurrenten aus Dresden ein, der somit im vierten Saisonspiel zum ersten Mal besiegt und damit auf Distanz in der Tabelle gehalten werden konnte. "Dresden war anfangs besser. Wir waren zu abwartend und haben ihnen die neutrale Zone überlassen. In Overtime haben wir die Chance aber kaltschnäuziger genutzt. Marcel Brandt war heute Gold wert", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff, der den fünften Sieg in Serie brachte. Sein Gegenüber Franz Steer zeigte sich trotz der Niederlage positiv gestimmt nach der Partie: "Wir haben sehr gut angefangen, uns besonders läuferisch gut präsentiert. Grundsätzlich bin ich mit unserem Auftritt zufrieden."

Steers Sachsen begannen stark: mit Forechecking brachten sie den Gegner immer wieder in Bedrängnis, während die Hessen so gut wie gar nicht vor den Kasten von Henning Schroth kamen. Folge war das 0:1 durch Timo Walther, der nach einem schnellen Gegenstoß über halblinks stramm abzog und an Felix Bick vorbei erfolgreich war (9.). Bad Nauheim mühte sich zwar redlich, übte zunächst aber kaum Gefahr im Angriff aus, einzig in Überzahl - mit einem Break von Leon Niederberger über das Gehäuse (15.) - hatte man eine aussichtsreiche Situation, so dass es mit einem verdienten Rückstand in die erste Pause ging.

Im zweiten Abschnitt sollten sich die Bemühungen der Gastgeber auszahlen: Noureddine Bettahar markierte in der 24. Minute den - zugegeben etwas glücklichen - 1:1-Ausgleich, denn Dresden blieb seiner Linie treu und setzte die Wetterauer mit hohem Einsatz nach wie vor unter Druck. Dies mündete in der erneuten Gäste-Führung durch Davidek knapp zwei Minuten später, die die Eislöwen fortan clever verteidigten, auch wenn die Roten Teufel einen Gang höher schalteten und durchaus Möglichkeiten auf Tore hatten. Zwingend waren diese Szenen aber nicht, so dass es auch nach 40 Minuten mit einem Rückstand in die Kabinen ging.

Das letzte Drittel konnten die Hessen mit einem Powerplay beginnen, dies nutzte Goldhelm Cody Sylvester nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff zum wichtigen 2:2-Ausgleich. Dresden wirkte nach dem hohen Tempo der ersten beiden Drittel nun etwas passiver und erlaubte sich eine weitere Strafzeit, die Marcel Brandt mit einem platzierten Schuss durch die Schoner von Schroth zur erstmaligen Bad Nauheimer Führung - sehr zum Unmut von Dresdens Trainer Franz Steer - verwerten konnte. Die Eislöwen gaben sich aber noch lange nicht geschlagen und sie antworteten in einem jetzt hochklassig vorgetragenen Spiel, das schon fast Playoff-Charakter hatte, mit dem 3:3-Ausgleich durch Topscorer Alexander Höller, der eine Unachtsamkeit in der EC-Defensive sofort bestrafte. Im Grunde ging dieses Resultat unter dem Strich in Ordnung, so dass die Verlängerung die Entscheidung bringen musste. In dieser tat sich erneut Marcel Brandt als Ex-Stürmer und Goalgetter hervor, der Neuzugang schnappte sich die Scheibe und düpierte Dresdens Goalie mit einem platzierten Schuss zum 4:3-Siegtreffer nach 63:36 Minuten - womit der Ex-Nationalspieler natürlich zum Spieler des Abends gewählt wurde.

Aufgrund dieses Erfolges vergrößern die Roten Teufel den Abstand auf einen Playdown-Rang auf 14 Zähler bei noch acht zu absolvierenden Hauptrundenspielen. Am Sonntag geht es für die Wetterauer nun nach Kassel (gewann heute 3:1 in Kaufbeuren), am Faschingsdienstag gastieren dann die Allgäuer ihrerseits im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion (19.30 Uhr).

EC Bad Nauheim - Eislöwen Dresden 4:3 n.V. (0:1, 1:1, 2:1)
Tore:
0:1 (08:44) Walther (Garten, Boutin)
1:1 (23:43) Bettahar (Pauli, Stiefenhofer)
1:2 (26:11) Davidek (Huard, Höller)
2:2 (40:30) Sylvester (Brandt, McNamee) PP1
3:2 (43:35) Brandt (Livingston, Krestan) PP1
3:3 (47:19) Höller (Huard, Kramer)
4:3 (63:36) Brandt (Meisinger, Livingston)
Strafminuten: ECN 4 / ESC 8
Zuschauer: 1.822



Cody Sylvester mit dem 2:2 im Powerplay direkt nach Wiederanpfiff zum 3. Drittel gegen Dresden
(Foto: Chuc)

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