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4:3-Sieg in Bietigheim bringt drei wichtige Punkte - "Diszipliniert gespielt und das nötige Glück gehabt"

Mit 4:3 (1:1, 2:2, 1:0) holen sich die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim drei verdiente und wichtige Punkte beim Gastspiel in Bietigheim, das bereits zum vierten Mal in Folge das Eis als Verlierer verlässt. "Wir haben heute diszipliniert agiert und haben hier und da sicherlich auch das Glück gehabt, das du in Bietigheim einfach brauchst. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit", so EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel. Sein Gegenüber, Kevin Gaudet, haderte mit der Chancenauswertung: "So ein Spiel müssen wir gewinnen. Es war vielleicht nicht hochklassig, aber Chancen waren genügend da. Wir haben derzeit einfach Schusspech. Es ist aber auch nicht leicht, wenn du fast die ganze Saison da oben in der Tabelle stehst", so der Kanadier.

Bei den Gästen debütierte Neuzugang Marcel Brandt, der es neben Daniel Stiefenhofer gar in die "Starting Six" schaffte. Dafür war aber leider Förderlizenzspieler Leon Niederberger nicht mit von der Partie, der Stürmer war beim Kooperationspartner Düsseldorf im Einsatz. Für ihn rutschte Marvin Ratmann wieder in den Kader. Die Partie begann ausgeglichen: beide Seiten tasteten sich einige Minuten lang mehr oder minder ab, ehe die Hessen ein wenig mehr Risikofreude an den Tag legten. Sinisa Martinovic im Kasten der Steelers bekam so einiges mehr zu tun, allerdings musste der Routinier (zunächst) nicht hinter sich greifen. Dass Bietigheim zu jederzeit in der Lage ist, ein Tor zu erzielen, demonstrierte der Tabellenführer dann in der 14. Minute: Shawn Weller verlud von hinter dem Tor Felix Bick, der das Hartgummi auf der anderen Seite wieder vorne wähnte, was Tyler McNeely zum 1:0 nutzen konnte. Bad Nauheim zeigte sich aber nicht geschockt und spielte weiter munter nach vorne. Lohn war der Ausgleich durch Mike McNamee, der in der 16. Minute einfach mal draufhielt, so dass sein Schuss genau zwischen Pfosten und Fanghand passte, womit der Spielverlauf nach 20 fairen Minuten ein durchaus gerechtes Ergebnis hatte.

Ähnliches Bild im zweiten Drittel: es war - gemessen an den Spielanteilen - nicht auszumachen, wer hier das Heft vollständig in die Hand bekommen würde. Dennoch legten die Steelers ganz im Stile eines Tabellenführers gar mit einem Doppelschlag vor: zunächst traf Lukes zum 2:1 (27.), dem Weller 103 Sekunden später den dritten Bietigheimer Treffer folgen ließ. Dachte man nun, das Spiel würde einen Verlauf ähnlich des letzten Aufeinandertreffens nehmen, als die Roten Teufel am Ende einige Gegentore hinnehmen mussten, so sah man sich sehr zur Freude der mitgereisten Fans getäuscht. Bad Nauheim spielte weiter nach vorne und wurde in der 30. Minute durch einem fulminanten Schlagschuss von Marcel Brandt in Überzahl mit dem 3:2-Anschlusstreffer belohnt. Dem aber noch nicht genug: noch vor der zweiten Pause traf Nicklas Mannes zum 3:3-Pausenstand, der ob des tollen Einsatzes der Hessen auch völligst verdient war.

Mit Beginn des letzten Abschnitts erhöhten die Gastgeber erwartungsgemäß nochmal das Tempo und damit den Druck auf die Roten Teufel. Nach einem Bauerntrick von McNeely musste zunächst der Videobeweis herhalten: kein Tor (42.). Bietigheim zeigte weiter wütende Angriffe, Bad Nauheim konnte sich aber immer wieder irgendwie aus der Umklammerunsg befreien und auch Felix Bick zeigte einige Glanzparaden. Einen cleveren Spielzug mitten in die Angriffe der Schwaben hinein verwertete dann Dennis Reimer frei im Slot stehend nach feinem Pass von Dusan Frosch zur erstmaligen Führung der Kurstädter (45.). Bietigheim wirkte konsterniert, auch wenn sie nun alles nach vorne warfen, doch die tapfer kämpfenden Hessen brachten die Scheibe immer wieder aus der eigenen Zone. So lief die Uhr herunter und auch die Herausnahme des Goalies sollte am Ende nichts mehr für den Tabellenführer bringen: die Roten Teufel holen erstmals in dieser Spielzeit einen Sieg gegen die Steelers - und dies mit der vollen Ausbeute, die vorerst Platz acht der DEL2-Tabelle bringt.

Am Sonntag kommtes im Colonel-Knight-Stadion nun zum Traditionsduell gegen den EC Bad Tölz zur familienfreundlichen Anspielzeit um 16.15 Uhr. Die Bayern schlugen heute im Derby den Tabellenzweiten Garmisch mit 3:2.

Bietigheim Steelers - EC Bad Nauheim 3:4 (1:1, 2:2, 0:1)
Tore:
1:0 (13:18) McNeely (Weller, Prommersberger)
1:1 (15:55) McNamee (Brandt)
2:1 (26:01) Lukes (McPherson, Sommerfeld)
3:1 (27:44) Weller (Zientek, McNeely)
3:2 (29:54) Brandt (Livingston, Sylvester) PP1
3:3 (37:49) Mannes (Livingston, McNamee)
3:4 (45:43) Reimer (Frosch, Mannes)
Strafminuten: SCBB 4 / ECN 2
Zuschauer: 2.375




Sinisa Martinovic musste heute vier Mal hinter sich greifen - drei Punkte für den EC
(Foto: Chuc)

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