facebook
twitter
google
youtube
social-feedback

5:3-Heimsieg im Hessenderby gegen Kassel - 0:2-Rückstand gedreht und tolle Moral bewiesen

Einen 5:3 (1:2, 3:0, 1:1)-Derby-Heimsieg fuhren heute Abend die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim gegen die Kassel Huskies ein und ziehen damit in der Tabelle nach Punkten gleich mit den Nordhessen, die sich nun einen Platz hinter dem neuen Sechsten Bad Nauheim wiederfinden. "Wir haben uns für unser Engagement selber belohnt und auch nach dem 0:2-Rückstand nie aufgegeben", freute sich EC-Coach Petri Kujala über die drei Derbypunkte, die vor einer tollen und lautstarken Kulisse von rund 3.200 Fans natürlich doppelt wiegt.

Das Match begann aus Bad Nauheimer Sicht mehr als ernüchternd: zwei Mal tauchten die Huskies vor Felix Bick auf, innerhalb von nur 40 Sekunden klingelte es durch Merl und Klinge doppelt zum frühen 0:2-Rückstand. Bad Nauheim schien für einige Minuten geschockt, es war jedoch ausgerechnet ein Unterzahlspiel, das die Wetterauer durch einen strammen Schuss von Sylvester über die Fanghand von Markus Keller hinweg den Anschlusstreffer bescherte (11.). Von nun an waren die Hausherren im Spiel und es entwickelte sich ein packendes und intensives Derby, in dem sich die Gastgeber immer mehr Spielanteile erarbeiteten.

Als Mike McNamee in der 26. Minute aus weiter Entfernung und immens spitzem Winkel den Ausgleich erzielte, nahm Gäste-Coach Rico Rossi seinen Torhüter für den erst 19-jährigen Mirko Pantkowski vom Eis ("Zwei Tore, die man so nicht bekommen muss", so die Begründung). Es waren keine weiteren drei Minuten gespielt, da zappelte das Hartgummi aber erneut im Huskies-Netz, als Noureddine Bettahar nach einem gewonnenen Bully von Mike McNamee seinen ersten Saisontreffer markierte. Das spielte den Kurstädtern bestens in die Karten, die Roten Teufel standen nun sehr sicher und ließen kaum noch Angriffe der Gäste zu. Stattdessen verstärkte man seinerseits die eigenen Angriffe und traf durch Stiefenhofer gar zum 4:2-Pausenstand nach 40 Minuten, was jedoch ein Eigentor der in diesem Moment orientierungslosen Huskies-Abwehr war, nachdem der EC-Verteidiger als Letzter an der Scheibe war.

Im letzten Abschnitt hatten die EC-Cracks mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken das Geschehen nach wie vor im Griff und ließen nichts anbrennen. Kassel lief sich immer wieder in der starken Bad Nauheimer Abwehr fest, zudem hielt Felix Bick seinen Kasten sauber. Spätestens als Cody Sylvester (wurde zum Spieler des Abends gewählt) das 5:2 in der 59. Minute mit einem empty netter markierte, war das Match gelaufen, das 5:3 durch Koziol 21 Sekunden vor Ende war nur noch Ergebniskosmetik.

Somit haben sich die Kurstädter nach dem 1:6 vom Freitag in Dresden bestens rehabilitiert, die nächste harte Aufgabe folgt aber zugleich am kommenden Freitag zuhause gegen Crimmitschau (19.30 Uhr), das seinen Siegeszug treu bleibt und heute Abend das Sachsenderby gegen die Eislöwen mit 3:2 n.P. für sich entscheiden konnte.

EC Bad Nauheim - Kassel Huskies 5:3 (1:2, 3:0, 1:1)
Tore:
0:1 (05:57) Merl (Meilleur)
0:2 (06:37) Klinge (Pimm, McGrath)
1:2 (10:38) Sylvester (Bick, Slaton) SH1
2:2 (25:27) McNamee (Bettahar, Ketter)
3:2 (28:18) Bettahar (McNamee)
4:2 (36:46) Stiefenhofer (Sylvester, Livingston)
5:2 (58:59) Sylvester (Slaton, Lehikoinen) ENG
5:3 (59:39) Koziol (Ritter, Kraus)
Strafminuten: ECN 8 + 10 (Livingston) / ECK 8 + 10 (Della Rovere)
Zuschauer: 3.183


Noureddine Bettahar jubelt nach dem 3:2-Führungstreffer gegen die Huskies
(Foto: Chuc)

Zurück