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Rote Teufel kassieren bislang höchste Saisonniederlage: 1:6 in Dresden - "Immer einen Schritt zu langsam gewesen"

Gebrauchter Abend für die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim: mit 1:6 (0:1, 1:3, 0:2) verlor man heute deutlich das Auswärtsspiel in Dresden, das sich die drei Punkte völligst verdient auf die Fahne schreiben kann. "Wir hatten heute ein gutes Pre-Game-Skating und eine Busfahrt ohne Stau - das war es dann aber auch schon. Es lief von Anfang an nicht viel für uns, wir waren in den Zweikämpfen ob mit oder ohne Scheibe immer einen Schritt zu langsam", resümierte EC-Coach Petri Kujala das Match, nach dem sich Dresdens Trainer Franz Steer über eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einfachem Eishockey freute. "Auf diesem Spiel können wir aufbauen", so der Bayer.

Die gastgebenden Sachsen, deren Reihen von Trainer Franz Steer grundlegend umgestellt wurden, begannen wie die Feuerwehr: Felix Bick musste nach fünf Minuten bereits sechs Schüsse der Eislöwen parieren, die nach einem durchwachsenen Saisonstart vor eigenem Publikum etwas zeigen wollten. Und dies gelang den Elbstädtern, die die Hessen so gut wie gar nicht ins Spiel kommen ließen. Ein Torschussverhältnis von 14:5 nach 20 Minuten zugunsten der Hausherren sprach hierbei Bände, einzig die erste Bad Nauheimer Formation versprühte hier und da mal Torgefahr, doch mit Marco Eisenhut zwischen den Pfosten hatten die Eislöwen einen sicheren Rückhalt in ihren Reihen. Als sich die Verteidiger der Roten Teufel beide auf die linke Abwehrseite ziehen ließen, war es Dresdens Topscorer Nick Huard, der einen feinen Pass von Schiemenz zur fälligen und verdienten 1:0-Pausenführung frei an Felix Bick vorbei bringen konnte.

Erst mit Beginn des Mittelabschnitts kamen die Wetterauer besser ins Match, boten in der Defensive allerdings auch mehr Räume, was die Gastgeber eiskalt durch Grafenthin in der 25. Minute zum 2:0 zu nutzen wussten. Bad Nauheim zeigte sich nun ungewohnt ungeordnet, nach einem Rebound schlug Matt Siddall zu und erhöhte gar auf 3:0 (29.). Erst einige Strafzeiten gegen die Gastgeber ermöglichten den Hessen aussichtsreiche Chancen, im doppelten Powerplay traf Mike McNamee zumindest zum ersten Gäste-Treffer, nachdem zuvor Dominik Meisinger an Eisenhut gescheitert war. Kaum wieder komplett stellte Dresdens Höller im Slot stehend im einzigen Mitteldrittel-Powerplay der Sachsen (Slaton saß in der Kühlbox) den alten Abstand aber wieder her, nachdem der Rebound nicht verhindert werden konnte.

Im letzten Drittel warteten die Sachsen auf den vorentscheidenden Fehler der Gäste, deren Durchschlagskraft nach vorne heute mehr als begrenzt blieb. Als Marius Garten in der 54. Minute das 5:1 für die Gastgeber im Powerplay markierte, war das Match dann endgültig gelaufen, Rupprich traf elf Sekunden später gar zum 6:1, das siebte Tor durch Höller wurde nach Videobeweis überraschenderweise nicht gegeben. Somit kassieren die Hessen im siebten Spiel die erste deutliche Niederlage, in allen anderen Partien war man entweder siegreich oder im Bereich eines Punktgewinns, von dem man heute weit entfernt war. Am Sonntag müssen die Mannen von Trainer Petri Kujala somit eine gehörige Schippe drauflegen, um im Heimderby gegen Kassel Zählbares einfahren zu können - vielleicht tat die einwöchige Spielpause auch nicht unbedingt zum Positiven in dieser frühen Saisonphase bei. Dies gilt es in zwei Tagen zu revidieren.

Eislöwen Dresden - EC Bad Nauheim 6:1 (1:0, 3:1, 2:0)
Tore:
1:0 (06:51) Huard (Schiemenz, Veisert)
2:0 (24:23) Grafenthin (Glemser, Rupprich)
3:0 (28:07) Siddall (Huard, Schiemenz)
3:1 (32:58) McNamee (Krestan, Lehikoinen) PP2
4:1 (38:51) Höller (Hanusch, Davidek) PP1
5:1 (53:35) Garten (Rajala, Davidek) PP1
6:1 (53:46) Rupprich (Grafenthin, Glemser)
Strafminuten: ELD 12 / ECN 12 + 10 (Brandl)
Zuschauer: 2.107



Zweikampf Bad Nauheims Radek Krestan gegen Dresdens Tomas Schmidt
(Foto: Chuc)

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