facebook
twitter
google
youtube
social-feedback

Wochenend-Vorschau: Freitag nach Bietigheim, Sonntag kommen die Tölzer "Buam" zum Traditionsduell mit vielen Aktionen

Das letzte Viertel der Hauptrunde läuft, noch sind es elf Partien für die Roten Teufel zu absolvieren, ehe mindestens ein Platz unter den ersten zehn Teams stehen soll. Am kommenden Wochenende führt es die Hessen zunächst am Freitag nach Bietigheim, am Sonntag gastieren dann die "Buam" aus Bad Tölz zum Traditionsduell im Colonel-Knight-Stadion.


+++ Das Wochenend-Programm +++
Freitag, 02.02.2018, 19.30 Uhr: Bietigheim Steelers vs. EC Bad Nauheim (live bei Sprade TV)
Sonntag, 04.02.2018, 16.15 Uhr: EC Bad Nauheim vs. EC Bad Tölz (Tickets, live bei Sprade TV)


+++ Kader-Infos +++
Die Langzeitverletzten Jan Guryca, Jannik Woidtke und Max Brandl stehen nach wie vor nicht zur Verfügung. Ob Leon Niederberger am Wochenende für die Hessen eingesetzt werden kann, entscheidet sich je nach Personaldecke in Düsseldorf stets kurzfristig. Erstmals im Einsatz sein wird Neuzugang Marcel Brandt, der den nach Ungarn abgewanderten Eric Meland in der Defensive mehr als nur ersetzt.


+++ Der Freitags-Gegner +++
Die Bietigheim Steelers sind - wie so oft in den letzten Jahren - derzeit das Maß aller Dinge. Mit 88 Punkten liegen sie trotz zweier Niederlagen vom letzten Wochenende auf Platz eins der DEL2-Tabelle mit vier Zählern Vorsprung auf den SC Riessersee. Einen weiteren Ausrutscher wird sich das Team von Trainer Kevin Gaudet somit sicherlich nicht erlauben wollen - schon gar nicht vor eigenem Publikum. Der Kader der Ellenstädter liest sich wie das "Who is who" der DEL2: die Stürmer Shawn Weller, Tyler McNeely, Matt McKnight oder auch Marcus Sommerfeld und Justin Kelly (derzeit verletzt) zählen zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Prunkstück der Schwaben ist aber erneut die Abwehr, die mit 115 Gegentreffern die wenigsten der DEL2 vorzuweisen hat. Hier sind vor allem Akteure wie Max Prommersberger, Adam Borzecki oder Bastian Steingroß zu nennen, die den Torstehern Ilya Sharipov und Sinisa Martinovic den Rücken freihalten.

Die Eingespieltheit und Qualität der Truppe zeigt sich vor allem im Powerplay: mit 22,7% Erfolgsquote liegt man hierbei nur knapp hinter Frankfurt. Gleiches Bild in Unterzahl: nur rund jedes siebte Powerplay des Gegners führt zum Erfolg, statistisch ist nur Freiburg einen kleinen Tick besser in dieser Disziplin. Bei den Strafen rangieren die Steelers auf Platz sechs, wobei hier die Roten Teufel mit nur 9,1 Strafminuten pro Match das fairste Team der Liga sind. Hier könnte man sich also einen kleinen Vorteil verschaffen, dennoch dürften die Trauben in der EGETrans-Arena naturgemäß hoch hängen. Sollte man es bis zu einem Penaltyschießen schaffen, stehen die Chancen auf einen Zusatzpunkt gut, denn nur eines von drei Shootouts ging an die Schwaben - dies jedoch beim 3:2-Sieg in Bad Nauheim am 3. Spieltag ...


+++ Der Sonntags-Gegner +++
Zur familienfreundlichen Anspielzeit bereits um 16.15 Uhr empfangen die Roten Teufel dann die Tölzer "Buam" zum Traditionsduell im Colonel-Knight-Stadion. Der Tag steht unter dem Motto "Family & Full House" mit vielen Aktionen rund um den Spieltag (alle Infos siehe hier). Sportlich wird es für die Gastgeber darum gehen, drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffplätze einzufahren, während das Tabellenschlusslicht seine Form für die Playdowns sucht. Aus diesem Grund hat man sich für die Olympiapause verstärkt und hat aus Düsseldorf mit Allrounder Johannes Huß einen eigentlich Bad Nauheimer Förderlizenzspieler temporär verpflichtet, Huß ist ja ein gebürtiger Tölzer und kann somit in seiner Heimat Spielpraxis sammeln. Bereits vor einigen Wochen nahmen die ECT-Verantwortlichen zudem mit Ex-NHL-Profi Casey Borer sowie dem früheren EC-Goalie Mikko Rämö zwei Erfahrungsträger unter Vertrag, die der Abwehr Stabilität verleihen sollen. Dennoch gingen fünf der letzten sechs Partien verloren, der letzte "Dreier" datiert vom 12. Januar 2018 (4:3 in Heilbronn).

Das Sorgenkind ist somit nach wie vor die Defensive, denn mit 160 Toren hat man die meisten in der DEL2 kassiert. Im Sturm läuft es hingegen recht ordentlich, immerhin steht man mit 128 markierten Treffern auf Rang acht der Tabelle (neun Tore mehr als die Hessen). Topscorer ist Philipp Schlager mit 14 Toren und 31 Assists, gefolgt vom slowenischen Nationalspieler Marcel Rodman (12 T / 21 A), der in Kürze an den olympischen Spielen in Südkorea teilnehmen wird. Die Powerplayquote der Bayern liegt deutlich unter dem Ligadurchschnitt, fast vier Gegentreffer pro Partien sind unter dem Strich zudem natürlich zuviel, will man am Ende die Klasse halten. Hier wird Trainer Rick Boehm in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich ansetzen, so dass es für die Roten Teufel eine durchaus harte Nuss zu knacken gilt. Alle drei bisherigen Partien verliefen stets knapp: 4:2, 5:4 und 4:3 hieß es jeweils am Ende für die Hessen.

Zurück