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Spannung pur heute im Colonel-Knight-Stadion gegen starke Bayreuth Tigers: Am Ende mussten die EC-Cracks alles aufbieten nach einem frühen 0:2 Rückstand. Ohne den angeschlagenen Cody Sylvester sowie Niklas Geitner, der in Herne spielte, gewann der ECN am Ende etwas glücklich – aber nicht unverdient mit 3:2 (1:2, 1:0, 1:0). “Das war ein Erfolg der Kategorie Arbeitssieg. Am Ende war es die eine Situation, die den Unterschied ausmachte, aber auch das musst du erst mal so bewerkstelligen. Deswegen ein großes Lob an mein Team”, sagte EC-Coach Christof Kreutzer nach dem Spiel, nach dem sein Gegenüber Petri Kujala die entscheidende Szene als “einfach dumm von uns” bezeichnete.

Aber der Reihe nach: Die Gäste, die wieder voll drin sind im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze, kamen zunächst besser ins Spiel und hatten gute Chancen. EC-Goalie Jan Guryca, der heute anstatt Felix Bick das Tor hütete, musste da schon ein bis zwei Mal in höchster Not retten. Doch in der 7.Minute war auch er geschlagen, als Tim Richter frei vor ihm auftauchte und zum 1:0 einschieben konnte. Das gab den Gästen Aufwind und sie zeigten sich weiter defensiv stabil und brandgefährlich nach vorne. In der 12.Minute Powerplay für die Tigers – und dieses wussten sie zu nutzen:  Ein strammer Schuss von Simon Mayr ging noch leicht abgefälscht in die Maschen – 2:0 für Bayreuth. Der EC musste sich jetzt förmlich ins Spiel hinein arbeiten. Und das taten sie in Person von Zach Hamill, der mit einem starken Pass Marcel Kahle bediente, der wiederum zum Anschluss traf. Der EC war anschließend deutlich besser im Spiel, der Treffer wirkte wie ein Dosenöffner für sie, es ging mit dem knappen Rückstand aber zunächst in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt zeigte sich der EC direkt präsenter und mit mehr Zug zum Tor. So dauerte es auch nur exakt 36 Sekunden, als Mike Dalhuisen zum 2:2 mit einem Rebound einschießen konnte. Nauheim war jetzt vollends im Spiel und agierte mit mehr Druck Richtung Gehäuse der Tigers. Diese waren aber defensiv gut organisiert und waren immer wieder gefährlich im Konterspiel – vor allem mit der Reihe um Topscorer Järveläinen. Die Hausherren verbuchten aber nach und nach mehr Spielanteile und kamen nicht zuletzt dadurch zu einigen Möglichkeiten. Doch es sollte kein Treffer mehr im zweiten Abschnitt fallen, so dass das Remis Bestand hatte.

Im letzten Drittel nahmen die Kurstädter jetzt endgültig das Heft in die Hand und erarbeiten sich einiges an Chancen. Doch Ex-Teufel Timo Herden im Tor der Bayreuth Tigers war mehrfach mit guten Saves zur Stelle. Aber auch sein Gegenüber Jan Guryca musste nochmal gegen Ivan Kolozvary alles aufbieten (45.), so dass jede noch so kleine Szene für Gefahr auf beiden Seiten sorgte. Das Spiel war somit jetzt vollends von der Spannung geprägt, keines der Teams wollte den vielleicht entscheidenden Fehler machen. Angetrieben von den 2.166 Fans im CKS versuchten die EC-Sturmreihen es jetzt mit der Brechstange, und als sich alle bereits auf eine mögliche Verlängerung einstellten, war es ein Konter, der die Entscheidung zu Gunsten der Hessen brachte: Daniel Stiefenhofer und Andrej Bires erarbeiten sich die Scheibe – der lange Pass kam auf Dustin Sylvester, der allein auf Timo Herden zulief und in dieser Situation eiskalt blieb: 3:2 für die Kurstädter kurz vor Ende der Partie. Das Stadion explodierte förmlich ob des Führungstores der Teufel. Und die Mannen von Christof Kreutzer ließen trotz einer weiteren Großchance der Tigers nichts mehr anbrennen – der Sieg und die nächsten drei Punkte waren eingefahren, was gleichbedeutend mit dem zehnten Heimsieg in Folge war.

EC Bad Nauheim – Bayreuth Tigers 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)
Tore:
0:1 [06:07] – Richter (Busch, Gams)
0:2 [11:36] – Mayr (Busch, Kolozvary)  PP1
1:2 [14:07] – Kahle (Stiefenhofer, Hamill)
2:2 [20:36] – Dalhuisen (Krestan, Stiefenhofer)
3:2 [57:44] – D. Sylvester (Bíreš, Stiefenhofer)
Zuschauer 2.166
Strafminuten: Bad Nauheim 4 / Bayreuth 4