Spielberichte

1:0-Hessenderby-Sieg gegen Kassel - Krestan markiert den Treffer des Abends

Derbysieger! Mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) besiegten die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim heute Abend vor knapp 3.000 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion den Rivalen aus Kassel und halten diesen damit in der Tabelle auf Distanz. Den goldenen Treffer des Abends erzielte Radek Krestan in doppelter Überzahl Mitte der Partie. “Ich bin stolz auf mein Team, das sein Spiel von Anfang bis Ende durchgezogen hat”, freute sich EC-Coach Christof Kreutzer über die drei Zähler.

In einem aus Tabellensicht für beide Mannschaften wichtigen Match hatte durch die Bank weg die Defensive absoluten Vorrang. Keiner wollte sich einen Fehler erlauben und ins offene Messer geraten, so dass Schüsse blocken und Pässe des Gegners verhindern Oberhand behielt in diesem Aufeinandertreffen. Dennoch erspielten sich die Hauserren, die mit nur vier Verteidigern aufliefen (Livingston kam als vierter Ausländer für Dalhuisen in den Kader), mit zunehmender Spieldauer immer mehr Anteile, so dass man ein leichtes Übergewicht an Torschüssen zu verzeichnen hatte. Großchancen waren aber hüben wie drüben Mangelware, so dass Felix Bick und Leon Hungerecker (er spielte für den leicht angeschlagenen Melichercik) ihren Farben das torlose Unentschieden nach 20 Minuten hielten.

Ähnliches Bild im Mitteldurchgang: Bad Nauheim war gewillt, es fehlte jedoch die ganz große Durchschlagskraft, während man in der Defensive so gut wie nichts zuließ. Somit hatten auch die Huskies ihre großen Mühen, gefährlich vor den Kasten von Felix Bick zu kommen. Dann die 29. Spielminute: Kassels Neuzugang Sébastien Silvestre erlaubte sich zwei unnötige Strafzeiten, denen Leon Hungerecker eine weitere wegen eines Beinstellens gegen Max Hadraschek folgen ließ. Nun war einiges an Platz da für das statistisch beste Powerplay der Liga, was Radek Krestan mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie bei dieser doppelten Überzahl zur 1:0-Führung unterstrich (30.). Man wartete auf eine Antwort der Gäste aus Nordhessen, doch diese blieb aus. Bad Nauheim drängte aber auch nicht unbedingt auf den zweiten Treffer, auch wenn es ein, zwei aussichtsreiche Gelegenheiten hierzu gab, so dass es mit der knappsten aller Führungen zum zweiten Pausentee ging.

Die Reaktion der Schlittenhunde blieb auch im letzten Abschnitt aus. “Wir sind nicht dahin gegangen, wo es manchmal weh tut und hatten somit nicht den gewollten Zug zum Tor”, bemängelte am Ende Kassels Coach Tim Kehler. Somit lief ihnen immer mehr die Zeit davon, während sich die Roten Teufel in einer gesicherten Abwehr wiederfanden. Den einzigen Vorwurf, den man den Hausherren in diesen Szenen vielleicht machen konnte, war das Ausbleiben des zweiten Tores, aber am Ende ging die Strategie auf und man brachte das Resultat unter dem Jubel der Fans – sofern sie für Rot-Weiß waren – über die 60-Minuten-Marke. Stellvertretend für die defensive Leistung der tapfer kämpfenden vier Verteidiger bei den Gastgebern wurde Steve Slaton nach dem Spiel zum besten Bad Nauheimer Akteur der Partie gekürt.

Am kommenden Freitag geht es für Christof Kreutzer und sein Team nun mit 700 Fans im Sonderzug als Support nach Freiburg, Samstag folgt das traditionelle Weihnachtssingen zugunsten caritativer Einrichtungen und das nächste Heimspiel folgt dann am vierten Advent um 18.30 Uhr gegen Dresden.

EC Bad Nauheim – Kassel Huskies 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)
Tor:
1:0 (29:26) Krestan (C. Sylvester, D. Sylvester) PP2
Strafminuten: ECN 10 / ECK 10
Zuschauer: 2.903

Highlights

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Pressekonferenz

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