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Einen wichtigen 6:3-Erfolg in Hinblick auf die Playoff-Plätze feierten am gestrigen Abend die Cracks des EC Bad Nauheim beim Derby-Rivalen aus Nordhessen, den Kassel Huskies. “Die Jungs haben einen Superjob gemacht und nie ihre Linie verloren. Wir haben heute mindestens 45 Minuten das Spiel kontrolliert und somit verdient gewonnen”, sagte EC-Coach Christof Kreutzer nach dem Schlusspfiff.

Der EC begann die Partie sehr fokussiert und stand gut in der eignen Zone. Einzig bei zwei Unterzahlspielen im ersten Drittel konnten die Huskies Druck auf das Tor von Felix Bick ausüben. Die Gäste hatten das Spiel weitestgehend im Griff und gingen folgerichtig in der 13.Minute durch Daniel Stiefenhofer nach einem Traumpass von Zach Hamill (setzte sich in der Szene gleich gegen drei Gegenspieler durch) in Führung. Die Roten Teufel machten weiter Druck und hatten in der 17.Minute ihr erstes Powerplay und nach nur exakt 18 Sekunden arbeitete Andrej Bires die Scheibe nach einem Schuss von Radek Krestan mit einem Rebound ins Tor. So ging es mit einer 2:0-Führung der Kurstädter in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild: Der EC agierte im Vorwärtsgang und nach einem schönen Move von Dennis Reimer musste Kapitän Max Brandl den Puck nur noch über die Linie bugsieren – 3:0 für die Teufel. Kassel wirkte angenockt und die Gäste versuchten, dies zu nutzen. Als sich die Reihe um Cody Sylvester im Drittel festspielte, war es Mike Dalhuisen nach feinem Zuspiel von Andrej Bires, der auf 4:0 erhöhen konnte. Die gut 250 mitgereisten Fans der Teufel waren natürlich aus dem Häuschen. Kassel nahm eine Auszeit und die sollte sich wenige Minuten – nachdem die EC-Cracks zunächst das fünfte Tor mehrfach verpasst hatten – auszahlen: Sébastien Sylvestre zog zum Tor und schloss erfolgreich in der 32.Minute zum ersten Kasseler Treffer ab. Das Kreutzer-Team ließ sich zunächst nicht beirren und hatte seinerseits weitere Chancen zu treffen – doch es war erneut der starke Sébastien Sylvestre, der mit einer tollen Einzelaktion in der 35. Minute die Huskies zum zweiten Mal auf die Anzeigetafel brachte. Die gut 4.000 Zuschauer in der Eissporthalle in Kassel waren erwacht und witterten eine Chance. Doch es passierte zunächst nichts mehr und so ging es mit 4:2 in die zweite Pause.

Im letzten Drittel merke man zunächst, dass die zwei Treffer den Hausherren Auftrieb gegeben hatten und sie versuchten nun, Druck auszuüben auf das Gehäuse von Felix Bick. Und ihr Antrieb wurde von Erfolg gekrönt: Ein unnötiger Scheibenverlust an der eigenen blauen Linie und Kassels Torjäger Richie Müller stand goldrichtig – der Anschluss zum 3:4. Doch der EC reagierte weiterhin besonnen, spielte sein Spiel weiter und sollte dafür belohnt werden: Erneut war es Daniel Stiefenhofer, der nur zwei Minuten nach dem Anschluss den alten Abstand wieder herstellte – 5:3 für die Gäste. Die Huskies agierten jetzt mit dem „Mute der Verzweiflung“, aber Bad Nauheim zeigte sich mit einem extrem cleverem Spiel. So blieb es EC-Topscorer Dustin Sylvester vorbehalten, mit einem „Empty-Net“-Goal den verdienten Endstand von 6:3 zu erzielen.

„Kompliment an meine Mannschaft. Wir waren 45-50 Minuten die bessere Mannschaft und haben hier verdient gewonnen. Auch nach den Anschlusstoren sind wir an der Bank ruhig geblieben und haben unser Spiel durchgezogen. Das war wichtig. Danke an alle mitgereisten Fans für die erneut tolle Derby-Unterstützung. Derbysiege machen einfach Spaß“, so EC-Coach Christof Kreutzer nach dem Spiel in Kassel. Morgen geht es ab 18.30 Uhr für ihn und sein Team zuhause gegen die zuletzt stark aufspielenden Bayreuth Tigers mit Ex-EC-Trainer Petri Kujala weiter. Die Wagnerstädter kämpfen noch um einen Pre-Playoff-Platz, so dass für Spannung garantiert ist. Eröffnungsbully ist um 18.30 Uhr.

Kassel Huskies – EC Bad Nauheim 3:6 (0:2, 2:2, 1:2)
Tore:
0:1 [12:31] – Stiefenhofer (Hamill)
0:2 [16:07] – Bíreš (Brandl, Reimer) PP1
0:3 [22:46] – Brandl (Reimer, Hadraschek)
0:4 [27:24] – Dalhuisen (C. Sylvester, Krestan)
1:4 [31:17] – Sylvestre (Ritter, Reiß)
2:4 [34:58] – Sylvestre (Povorozniouk, Heinrich)
3:4 [43:25] – Mueller (Trivino, Reiß)
3:5 [45:18] – Stiefenhofer (D. Sylvester, Krestan)
3:6 [59:25] – D. Sylvester (C. Sylvester, Hamill) EN

Zuschauer: 4.037

Strafminuten: Kassel 6 – Bad Nauheim 6