Spielberichte

Der EC Bad Nauheim unterlag am Abend in einem spannenden und teils dramatischen Match gegen die Heilbronner Falken mit einem überragenden Mirko Pantkowski im Tor mit 3:4 nach Penaltyschießen. “Heilbronns Goalie war überragend und hat sein Team im Spiel gehalten. Wir waren klar die bestimmende Mannschaft, haben es aber versäumt, die Tore zu schießen”, zeigte sich EC-Coach Christof Kreutzer enttäuscht über das Resultat. “Der Mannschaft kann ich sonst aber keinen Vorwurf machen, bis auf die fehlenden Tore haben sie alles richtig gemacht”, so Kreutzer.

Die Falken starteten besser und hatten in den ersten Spielminuten ein leichtes Übergewicht. Doch die Teufel kämpften sich rein in die Partie und kamen nach und nach mit mehr Druck in Richtung des Gehäuses von Pantkowski. James Livingston war es dann schließlich der in der 11.Minute, der den Bann brach und zum 1:0 für den ECN traf. Die erste Strafe der Hausherren wurde denn auch sogleich von Heilbronn genutzt: Damon passte auf den frei im Slot stehenden Gibson, der eiskalt zum 1:1 ausglich. Doch die Bad Nauheimer ließen sich nicht beirren und rannten weiter an. Daniel Stiefenhofer war es schließlich, der kurz vor der ersten Pause in der 20.Minute zum verdienten 2:1 traf. Nach einem Dalhuisen-Schuss konnte „Stiefi“ den Abpraller verwerten.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Die Hessen waren im Vorwärtsgang und diesmal wurde der EC schneller belohnt. Garret Pruden konnte mit einem Schuss und seinem ersten DEL2-Tor nach feiner Vorarbeit von Cody Sylvester auf 3:1 stellen. Der EC war jetzt am Drücker – und mitten in die Drangphase ahndeten die Referees gleich zweimal innerhalb von 45 Sekunden zu viele Feldspieler gegen die Roten Teufel. Der HEC agierte anschließend erneut mit starkem Powerplay und bei 5 gegen 3 konnte Justin Kirsch den Anschluss herstellen. Doch die Teufel ließen sich nicht beirren und spielten weiter nach vorne und schnürten die Heilbronner phasenweise ein. Doch das vierte Tor wollte einfach nicht fallen und so ging es mit einer knappen 3:2-Führung in die Pause.

Und wie es manchmal kommt – so kam es dann auch: Eine kleine Unachtsamkeit in der EC-Defensive und Ex-Teufel Kevin Lavalle stand goldrichtig und konnte zum – zu diesem Zeitpunkt doch etwas überraschenden – Ausgleich einnetzen. Die Kurstädter brauchten einige Minuten, aber denn übten die EC-Cracks wieder viel Druck auf das Tor der Falken aus. Doch aus dem Übergerwicht konnten die Teufel kein Kapital mehr schlagen trotz bester Chancen – sie mussten in den letzten Sekunden nach einem Fehlpass sogar noch um den einen Punkt zittern. EC-Goalie Hane war aber mit einer Glanzparade zur Stelle und so ging es in die Verlängerung.

Hier wurde den Zuschauern alles geboten, was 3 gegen 3 Hockey heißt. Hochkarätige Chancen auf beiden Seiten in Hülle und Fülle und ein EC-Powerplay brachten aber keine Entscheidung, weil auf beiden Seiten starke Torhüter standen. So musste das Penaltyschießen entscheiden und hier traf nur Roope Ranta für die Falken, die damit das glücklichere Ende für sich hatten und somit den Zusatzpunkt aus der Kurstadt entführten.

„Mirko Pantwoski hat heute überragend für uns gehalten und uns lange im Spiel gehalten. Nauheim hatte viel Übergewicht. Wir haben uns durch gutes Unterzahl ins Penaltyschießen gerettet und da ist alles immer auch etwas Glücksache“, so der Heilbronner Head-Coach Alexander Mellitzer nach dem Spiel.

1:0 [10:40] – Livingston (Ketter, D. Sylvester)
1:1 [12:04] – Gibson (Damon, Maschmeyer) PP1
2:1 [19:32] – Stiefenhofer (Dalhuisen, D. Sylvester)
3:1 [23:20] – Pruden (C. Sylvester, Reimer)
3:2 [29:11] – Kirsch (Ranta, Lavallée) PP2
3:3 [42:25] – Lavallée (Kirsch, Ross)
3:4 [65:00] – Ranta (GWS)

Strafen: Nauheim 12 / Heilbronn 12

Zuschauer: 1925