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Einen souveränen und völligst verdienten 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)-Auswärtserfolg fuhren heute Abend die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim im Auswärtsspiel bei den Wölfen aus Freiburg ein, was den zweiten Shutout von EC-Torhüter Felix Bick hintereinander bedeutet (das dritte “Zu-Null” gar in den letzten vier Partien). “Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben von Anfang an defensiv gut gestanden, was ganz unserem Spielplan für dieses Match entsprach. Kompliment an das Team, dass wir die Führung auch Dank gut backcheckender Stürmer bis ins Ziel gebracht haben”, sagte EC-Coach Christof Kreutzer nach dem Schlusspfiff.

Die Gäste traten mit demselben Kader an wie beim 1:0-Heimsieg gegen Kassel am vergangenen Sonntag – dies bedeutete, dass Mike Dalhuisen erneut zuschauen musste, während James Livingston im Angriff agierte. Mit Förderlizenzspieler Moritz Schug und “Aushilfs-Verteidiger” Marcel Kahle standen zwar nominelle sechs Abwehrakteure auf dem Bogen der Hessen, Coach Christof Kreutzer agierte aber weitestgehend erwartungsgemäß erneut mit lediglich zwei Verteidigerpaaren. Das Match begann nach 51 Sekunden und der ersten Unterbrechung mit einem “Teddy Bear Toss”, bei dem mehrere tausend Kuscheltiere für einen guten Zweck von den Zuschauern auf das Eis geworfen wurden. Es dauerte einige Minuten, ehe alle Stofftiere eingesammelt waren, die Roten Teufel brachte die Pause aber überhaupt nicht aus dem Tritt. Im Gegenteil: als es nach rund fünf Minuten Unterbrechung weiterging, dominierten sie den ersten Abschnitt und kamen folgerichtig nach exakt 157 Spielsekunden durch den im Slot völlig alleine gelassenen Livingston zur 1:0-Führung. Die Kurstädter bestimmten vollends das Geschehen, die Wölfe kamen erst in der 7. Minute zum ersten Schuss auf den Kasten von Felix Bick. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, ehe das zweite Gästetor fallen sollte. Dieses verzeichneten die Hessen in der 16. Spielminute, als Freiburgs Goalie Nemec die Scheibe nicht festhalten konnte, was Maxi Brandl im Nachstochern zum 2:0 zu nutzen wusste. Jetzt erst schienen die Breisgauer allmählich aufzuwachen, so dass auch Felix Bick ein bisschen was zu tun bekam, unter dem Strich war dies aber zu harmlos, so dass es unter dem Jubel der rund 700 im Sonderzug mitgereisten EC-Fans mit einer komfortablen Führung in die erste Pause ging.

Im MIttelabschnitt gestaltete sich das Geschehen ein wenig ausgeglichener, nachdem die Hausherren nun deutlich mehr machten und sich besser dem Bad Nauheimer Spiel entgegen stemmten. Felix Bick musste somit öfter mal eingreifen, große und zwingende Chancen der Wölfe waren jedoch nicht dabei, nachdem die Defensive der Hessen doch einiges entschärfen und zahlreiche Schussversuche blocken konnte. Gleichzeitig ermöglichte der Offensivdrang der Gastgeber Konterchancen der Wetterauer, allerdings suchte man hier nicht konsequent den letzten Weg zum Tor von Nemec, zumal es auch angesichts der vielen Spiele während der Weihachts- und Neujahrszeit darum geht, mit den Kräften hauszuhalten. Dies machten die Roten Teufel insgesamt sehr souverän, auch entlastete Christof Kreutzer vermehrt die Defensive, indem Marcel Kahle zu Einsatzzeiten kam. Somit rannten die Minuten von der Stadionuhr in der Freiburger Franz-Siegel-Halle, so dass es auch nach 40 Spielminuten mit zwei Toren Vorsprung für die Gäste zum zweiten Pausentee ging.

Ähnliches Bild im letzten Drittel: Freiburg mühte sich redlich, aber die Hessen hatten das Geschehen jederzeit im Griff. Auch Strafzeiten konnten die Roten Teufel nicht aus der Ruhe bringen, immer wieder klärte man souverän die Angriffe der Süd-Badener, denen immer mehr die Zeit davon lief. Auch die Herausnahme ihres Goalies brachte am Ende keinen Erfolg mehr, so dass der EC Bad Nauheim drei völlig verdiente Punkte mit auf die Sonderzug-Rückreise mitnehmen kann. “Wir waren im ersten Drittel zu verhalten. Zwei Fehler führten zu zwei Gegentoren und auch, wenn wir es ab dem zweiten Drittel besser gemacht haben, ist uns am Ende kein eigenes Tor gelungen”, analysierte ein enttäuschter Freiburger Trainer Leos Sulak das Match aus seiner Sicht.

Am Sonntag empfangen die Roten Teufel zuhause die Dresdner Eislöwen, die heute durch einen 6:3-Sieg gegen Frankfurt aufhorchen ließen und nun direkt hinter den Wetterauern auf Platz acht der Tabelle liegen. Eine ganz wichtige Partie also für beide Teams, die einiges an Spannung verspricht. Das Match beginnt um 18.30 Uhr, Tickets gibt es nach wie vor auf unserer Homepage sowie in der Geschäftsstelle am Spieltag ab 14.30 Uhr.

Wölfe Freiburg – EC Bad Nauheim 0:2 (0:2, 0:0, 0:0)
Tore:
0:1 (02:37) Livingston (C. Sylvester, Hamill)
0:2 (15:42) Brandl (Reimer, Hadraschek)
Strafminuten:
EHC 6 / ECN 10
Zuschauer:
3.500 (ausverkauft)