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Mit 2:3 (1:2, 0:1, 1:0) musste sich der EC Bad Nauheim am heutigen Abend beim Tabellenvierten der DEL2, den Lausitzer Füchsen, geschlagen geben. Der EC hatte neben Ausfällen auf dem Eis mit Mike Dalhuisen, Nico Kolb und Jonathan Boutin auch das Fehlen an der Bande von Chef-Trainer Christof Kreutzer zu verkraften, der krankheitsbedingt die weite Reise in die Lausitz nicht antreten konnte. Somit kam Kreutzers Assistenz-Trainer Harry Lange zu seinem Debüt als Head-Coach. Unterstützt wurde er an der Bande von Team-Manager Matthias Baldys.

Die Gäste begannen gut und durchaus offensiv. In der 5.Minute hatten die Teufel gleich zwei gute Chancen,  die sie nicht nutzen konnten – stattdessen die „kalte Dusche“ im direkten Gegenzug: Cedric Schiemenz passte zurück auf den mitgelaufenen Chris Owens und der konnte in den Winkel einnetzen. Der EC wollte direkt antworten, aber Cody Sylvester traf in der 7.Minute nur die Latte. Weißwasser danach mit der großen Chance im Powerplay in Minute 9. Doch diesmal ging es in die andere Richtung: Cody Sylvester fuhr einen Zwei-auf-Eins-Konter in Unterzahl, passte auf seinen Bruder Dustin und der erzielte den verdienten 1:1-Ausgleich. Die Roten Teufel agierten in der Folge mit mehr Spielanteilen und guten Möglichkeiten. Doch in der letzte Minute des ersten Drittels hatte Weißwasser eine kurze Druckphase und die EC-Verteidigung konnte nicht klären: Der Puck prallte von der Bande zu Cedric Schiemenz und der konnte mit einem Bauerntrick zur etwas glücklichen 2:1-Pausenführung für die Füchse einschieben.

Die Sachsen kamen im zweiten Abschnitt besser aus der Kabine zurück und hatten direkt zwei gute Chancen – doch Hendrik Hane war auf dem Posten. In der 25. Minute dann zwei sehr gute Chancen für den EC: Neuzugang Zach Hamill scheiterte ebenso wie Cody Sylvester am Lausitzer Goalie. Dieser stand auch in der 36. und 37.Minute im Blickpunkt, als die Hessen für knapp eine Minute in doppelter Überzahl agieren konnten. Gleich zwei Mal parierte Füchse-Goalie Olafr Schmidt aber stark und verhinderte den Ausgleich für die Nauheimer. Und es kam dann ganz bitter für die Teufel: Als der vierte Lausitzer bereits zurück war, konnte Steve Saviano auf Jeff Hayes in der Mitte passen und dieser erzielte mit dem Schlittschuh in Unterzahl Tor Nummer drei für Weißwasser. Die Schiedsrichter bemühten zwar den Videobeweis, doch das Tor zählte, da Hayes nur angeschossen wurde und keine Kickbewegung zu sehen war. Die Füchse von der Führung jetzt beflügelt mit zwei weiteren guten Chancen, aber Hendrik Hane konnte hier Schlimmeres verhindern.

Die Gäste wollten sich noch lange nicht geschlagen geben und kamen mit Dampf ins letzte Drittel: Cody Sylvester traf in der 41. Minute nur den Pfosten, so dass erneut Pech im Spiel der Wetterauer dabei war. In der 43. Minute hatte der heute starke Weißwasseraner Cedric Schiemenz die Riesenchance auf die Vorentscheidung – aber Hendrik Hane konnte klären, nachdem das Match der nun mehr aufmachenden Gäste immer mehr solche Konterszenen vorhielt. Der EC bemühte sich redlich um den Anschluss, aber Dennis Reimer und vor allem Zach Hamill in der 46. Minute frei vor dem Weißwasseraner Tor vergaben beste Chancen. Das Spiel wog jetzt hin und her: In der 47.Minute wurde Füchse-Spieler Philipp Kuschel sensationell von David Kuchejda frei gespielt und scheiterte erneut am EC-Goalie, der sich Bestnoten verdiente. Die Füchse agierten fortan aufmerksam in der Verteidigung und der EC tat sich in der Phase schwer, gefährliche Schüsse auf den Kasten der Gastgeber zu bekommen. In der 53.Minute dann Glück für die Kurstädter, als Steve Saviano in Überzahl nur den Pfostentraf (Hamill brummte zwei Minuten ab). Der Anschluss fiel aber dennoch: Dustin Sylvester schoss platziert von der Halbposition und Denis Shevyrin konnte den Abpraller zum 2:3-Anschluss nutzen. Es keimte neue Hoffnung auf bei den mitgereisten Nauheimer Fans. Neunzig Sekunden vor dem Ende dann Auszeit und Bad Nauheim mit dem sechsten Feldspieler. Doch die Füchse verteidigten den Vorsprung clever über die Zeit und feierten am Ende Torhüter Olafr Schmidt, der mit entscheidenden Saves im zweiten Drittel die Weißwasseraner auf die Siegerstraße brachte.

„Das ist eine sehr, sehr ärgerliche Niederlage. Wir haben gut begonnen und leider Ende des ersten Drittels, als auch im zweiten Drittel ein dummes Gegentor bekommen und deswegen haben wir hier Punkte liegen lassen“, so Harry Lange nach dem Spiel. „Bad Nauheim hat mit starkem Forechecking agiert und uns vor Probleme gestellt, vor allem im ersten Drittel. Unser Schlüssel war heute das Unterzahlspiel, in dem wir erneut sehr stark agiert haben“, so Corey Neison – Chef-Coach der Füchse.

Tore:

0:1 [04:43] – Chris Owens (Cedric Schiemenz)

1:1 [10:10] – Dustin Sylvester (Cody Sylvester) SH1

2:1 [19:27] – Cedric Schiemenz (Fedeor Boiarchinov, David Kuchejda)

3:1 [36:24] – Jeff Hayes (Steve Saviano, Oliver Granz)SH1

3:2 [56:43] – Denis Shevyrin (Dustin Sylvester)

Zuschauer: 2072

Strafen:  Weißwasser 6 / Bad Nauheim 14