Spielberichte

Spielbericht

Der EC Bad Nauheim musste beim heutigen Spiel gegen den Tabellenführer erneut auf Torjäger Cody Sylvester verzichten und hatte somit exakt 15 Feldspieler im Einsatz. Die Füchse – auch von einigen Verletzungssorgen geplagt – erhielten tatkräftige Unterstützung von den Eisbären Berlin, sodass sie immerhin noch 17 Feldspieler auf dem Spielbericht aufweisen konnten.

Beide Teams begannen die Partie offen und suchten ihre Chancen. Lausitz begann mit etwas mehr Spielanteilen, aber Andrej Bíreš konnte für den EC schon in der neunten Minute die erste Großchance mit einem Außenpfosten-Treffer verbuchen. Doch es dauerte nur wenige Sekunden bis Radek Krestan nach einem geblockten Schuss, den Puck aufnahm, für Andrej Bíreš liegen ließ, welcher dann zum 1:0 für die Teufel einschoss. Doch die Füchse brauchten nur exakt eine Minute, um zu antworten. Steve Saviano mit einem abgefälschten Schuss von der Seite und Felix Bick war das erste Mal geschlagen – 1:1. Der EC setze jetzt offensiv mehr Akzente und kam in der 12. Minute zu einer guten Chance, doch Dustin Sylvester scheiterte an Olafr Schmidt. In der 13. Minute die Lausitzer zum zweiten Mal im Powerplay: Steve Slaton musste raus. Die Füchse mit zwei guten Möglichkeiten, aber Felix Bick war zur Stelle. Nach überstandener Unterzahl: Max Hadraschek mit der nächsten guten Chance – doch auch er scheiterte am starken Schmidt. Dann die 18. Minute: Weißwasser mit viel Druck und sehr guten Chancen, der EC zog die nächste Strafe. Doch Verwirrung im Stadion: Füchse Goalie Schmidt hob die Hand – er musste verletzungsbedingt aus dem Tor. Der Goalie hatte sich ohne Fremdeinwirkung verletzt. Der EC agierte auch in dem Unterzahl clever und die Lausitzer mussten sogar ihre erste Strafe kurz vor Drittelende hinnehmen.

Mit Start des zweiten Abschnittes also Überzahl: Der EC wusste in seiner aktuellen Parade-Disziplin die Chance zu nutzen. Dustin Sylvester zog ab, Konstantin Kessler konnte den noch abgefälschten Puck nicht festhalten und Zach Hamill war zur Stelle – schob zur frühen 2:1-Führung ein. Die Füchse versuchten direkt zu antworten und hatten in der 24. Minute die nächste Chance durch Thomas Reichel. Aber auch der EC blieb bei Kontern gefährlich und hatte in der 27. Minute die riesen Möglichkeit als Max Hadraschek im Slot Dennis Reimer freispielte, welcher aber freistehend am Füchse Goalie scheiterte. Es war jetzt eine gute Phase der Teufel: Dustin Sylvester zog ins Gäste-Drittel, überlief die Füchse-Verteidiger, verlor dann aber unglücklich im letzten Moment den Puck vor dem Füchse-Gehäuse. Es ging jetzt auf und ab. Beide Teams hatten gute Chancen. Die Füchse dann ab der 34. Minute gleich zweimal in Folge in Überzahl und mit guten Möglichkeiten. Doch der EC überstand mit gutem Unterzahlspiel die brenzligen Situationen, auch dank eines sicheren Felix Bick. 12 Sekunden vor Ende des Drittels hatte der EC sogar nochmal mit einem Konter die große Chance bei einem 3 auf 2 Konter auf das dritte Tor, aber Konstantin Kessler konnte den Punkt unter sich begraben. So blieb es bei der Ein-Tore Führung für die Teufel zur zweiten Pause.

Die Füchse kamen besser aus der Kabine und konnten ihre erste Chance in der 44. Minute nutzen: Nachdem die Scheibe gefährlich von der Seite vor das Tor kam nutze Cedric Schiemenz den Abpraller und konnte zum 2:2 einnetzen. Doch der EC im Stil eines Spitzenteams: Das zweite Überzahlspiel, es dauerte ganze sechs Sekunden: Andrej Bíreš verwertete seinen eigenen Nachschuss nach tollem Pass von Dennis Reimer – die erneute Führung 3:2. Dann die 46. Minute, der starke Anders Eriksson mit der nächsten Füchse-Chance. Die Lausitzer öffneten ab der 51. Minute mehr und mehr – das ergab für die Teufel gleich mehrere Chancen. Die größte Möglichkeit hatte nach Pass von Dennis Reimer EC-Kapitän Max Brandl, als er freistehend den Puck am leeren Tor vorbei schob. Doch auch weitere Alleingänge von Andrej Bíreš sowie Dustin Sylvester konnte der bärenstarke Konstantin Kessler entschärfen. So blieben die Füchse im Spiel und hatten in der 57. Minute erneut Überzahl. Doch der EC hatte die größte Chance als Dustin Sylvester stark im Drittel der Gastgeber die Scheibe eroberte, abschoss aber erneut am Füchse-Goalie scheiterte. Als die Füchse bei 6 gegen 5 den Torwart gezogen hatte wollte Radek Krestan auf und davon ziehen, doch er wurde gestoppt: Strafe für Lausitz. Die stemmten sich trotz der Unterzahl nochmal mächtig dagegen, aber am Ende konnten die Teufel 2 Sekunden vor dem Ende das vierte Tor erzielen und verdient die drei Punkte mit in die Kurstadt nehmen.

„Es war ein sehr enges Spiel, wir haben hier nach der langen Busfahrt hart gearbeitet. Die Special-Teams haben heute sehr stark funktioniert. Das hat Kraft gekostet. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen und nehmen hier verdient die drei Punkte mit“, so EC Coach Christof Kreutzer nach dem Spiel.

Statistik

Tore:

0:1 [08:46] – Bíreš (Krestan)
1:1 [09:34] – Saviano (Eriksson, George)
1:2 [21:22] – Hamill (D. Sylvester, Hadraschek) // PP1
2:2 [43:47] – Schiemenz (Dietz, Boiarchinov)
2:3 [44:22] – Bíreš (Brandl, Reimer) // PP1
2:4 [59:58] – D. Sylvester // PP1 – Empty Net

Strafen:

Lausitzer Füchse 8 // Bad Nauheim 12

Zuschauer:

2.503

 

(Foto: Thomas Heide)