Spielberichte

In einem wahren Eishockey-Krimi, der fast alles zu bieten hatte siegte am Abend der EC Bad Nauheim am Ende verdient mit 5:3 über den amtierenden Meister aus Bietigheim.

Felix Bick feierte am Tag seiner Rückkehr sein Comeback als „Starting Goalie“ und hinterließ einen guten Eindruck. Das Spiel begann mit offenem Visier von beiden Seiten und man merkte beiden Teams an, dass es um wichtige Punkte ging. Doch dann stockte vielen Fans im CKS der Atem: Benjamin Zientek checkte Garret Pruden in der 6.Spielminute so hart, dass dieser bewusstlos liegen blieb. Der Bietigheimer Stürmer musste mit einer 5 plus Spielerdauer-Strafe wegen Checks gegen den Kopf und Nacken direkt „duschen“ gehen.

Die „Pruden Sprech-Chöre“ waren kaum verhalt  da traf Dustin Sylvester von der Halb-Position mit einem satten Schuss zur verdienten 1:0 Führung. Der EC in der Folge mit weiteren guten Chancen und Möglichkeiten die Führung auszubauen. Aber auch die Steelers blieben gefährlich und prüften ein ums andere mal Felix Bick. In der 18 Minute dann der nächste Schreck-Moment auf Nauheimer Seite: Shawn Weller setzte Nicolas Geitner mit einem Check gegen die Bande außer Gefecht. Der junge EC Verteidiger musste auch mit einer Schulterverletzung verletzt das Eis verlassen. Das Colonel-Knight-Stadion kochte, aber die EC Stürmer bleiben cool und nutzen das anschließende Powerplay erneut. Daniel Stiefenhofer arbeitet den Puck über die Maschen nachdem Zach Hamill geschossen hatte. Mit 2 verletzten Verteidigern und 2 Toren ging es in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild und das Spiel gewann an Härte. Nach einem Revanche Foul durch Shawn Weller an James Livingston rächte Team-Kollege Dennis Reimer die Situation und kassierte als einziger 2 Minuten. Der EC überstand das Powerplay zunächst schadlos und hatte eben durch Dennis Reimer als dieser von der Strafbank kam die riesen Chance zum 3:0 – doch Sinisa Martinovic war auf dem Posten im Bietigheimer Gehäuse. Das sollte den Schwaben Auftrieb geben und eben diesen nutzten Sie zu einem Doppelschlag durch Lukes und Steingross zum 2:2 Ausgleich in der 25 und 27. Spielminute. Doch dann der nächste Schock – Dustin Sylvester prallte unglücklich mit dem Bietigheimer Alex Preibisch zusammen – und erneut entschieden die Referees auf eine 5 plus Spieldauer-Strafe für den EC Top-Scorer. Die Roten Teufel stemmten sich jetzt mit allem was sie hatten gegen das nächste Gegentor und überstanden die Überzahl schadlos. Das Spiel war jetzt wieder offen – während Kahle, und Sylvester für den EC zwei Hochkaräter vergaben machte es Benjamin Hüfern in der 38.Minute besser und erzielte doch noch die erstmalige Führung für die Steelers noch vor der 2.Sirene.

Die große Frage vor dem letzten Abschnitt: Wie lange würden die Kräfte der nur noch 4 EC Verteidiger halten? Doch die Nauheimer fighteten jetzt um jede Scheibe und wurden in der 47.Minute endlich belohnt als Andrej Bires den erneuten Ausgleich markieren konnte. Angetrieben vom Nauheimer Publikum bekamen die Mannen von Christof Kreutzer jetzt die zweite Luft und konnten in der 53.Minute nur durch ein Foul gebremst werden. Und erneut war es ein Powerplay was das CKS zum jubeln brachte. Und wieder hieß der Torschütze Andrej Bires nach Vorlage von Max Brandl. Die EC Cracks jetzt angestachelt und mit weiterem Druck auf das Bietigheimer Gehäuse. Als in der 56.Minute die Steelers Top-Scorere Matt Mc-Knight eine weitere Strafe ziehen musste gegen den agilen Zach Hamill schlug das starke Powerplay erneut zu: Radek Krestan wurde durch Andrej Bires schön frei gespielt und netzte zum 5:3 Endstand ein.

1:0 [05:38] – D. Sylvester (Hamill, Shevyrin) PP1
2:0 [18:31] – Stiefenhofer (Hamill, C. Sylvester) PP1
2:1 [24:45] – Lukes (Sinnen, Cabana)
2:2 [26:44] – Steingross (Weller, Hauner)
2:3 [37:21] – Hüfner (McNeely, Weller)
3:3 [46:59] – Bíreš (Brandl, C. Sylvester)
4:3 [52:31] – Bíreš (Brandl, Krestan) PP1
5:3 [57:27] – Krestan (Bíreš, Brandl) PP1

Strafen Bad Nauheim 37 – Bietigheim 39
Zuschauer 2.013