2:6 in Regensburg – Eiskalte Dusche für die Roten Teufel
Ein Abend zum Vergessen für den EC Bad Nauheim. Mit 2:6 (0:3, 2:3, 0:0) kamen die Kurstädter am Freitagabend bei den Eisbären Regensburg unter die Räder. Vor 3532 Zuschauern in der Donau-Arena erwischten die Roten Teufel einen Albtraum-Start und liefen von der ersten Minute an einem Rückstand hinterher. Die Treffer von Sebastian Bengtsson und Justin MacPherson waren am Ende nur noch Ergebniskosmetik gegen eiskalt konternde Hausherren.
„Wir hatten überhaupt keinen guten Start. Wir haben uns natürlich viel vorgenommen und phasenweise unsere Sache auch gut gemacht, doch dann stand es nach wenigen Minuten schon 2:0. Im zweiten Drittel haben wir das Spiel durch die Strafen gänzlich aus der Hand gegeben. Danach war es quasi vorbei“, bilanzierte ein enttäuschter EC-Trainer Antti Karhula auf der Pressekonferenz.
Personell musste der Finne seine Aufstellung erneut umbauen. Neben den Langzeitverletzten Patrick Seifert, Taylor Vause und Sebastian Cimmerman fielen kurzfristig auch Julian Lautenschlager und Rik Gaidel aus. Einziger Lichtblick auf dem Aufstellungsbogen: Andrej Bires meldete sich nach überstandener Krankheit zurück.
Das Unheil nahm seinen Lauf, kaum dass die Scheibe auf dem Eis lag. Der erste Bully ging zwar an die Eisbären, doch Bad Nauheim eroberte den Puck, drängte vor das Tor – und lief ins offene Messer. Den direkten Gegenzug vollendete Pierre Preto nach nur 25 Sekunden zum 1:0. Die Teufel versuchten zu antworten, doch Sebastian Bengtsson und Justin MacPherson fanden ihren Meister im starken Eisbären-Goalie Jonas Neffin.
Statt des Ausgleichs folgte der nächste Nackenschlag nach bekanntem Muster: Wieder schaltete Regensburg blitzschnell um, Sean Giles wurde sträflich allein gelassen und stellte auf 2:0 (5.). Zwar hielt Neffin sein Team kurz vor dem Powerbreak mit einem spektakulären Hechtsprung gegen Garret Pruden schadlos, doch die Hausherren blieben gnadenlos effizient. Ein erneuter Konter landete bei Jeremy Bracco, der noch vor der Pause auf 3:0 (18.) erhöhte.
Das Mitteldrittel begann, wie das erste endete: Eine eigene Überzahl ließen die Hessen ungenutzt, handelten sich stattdessen aber zwei schnelle Strafzeiten ein. Die doppelte Überzahl nutzte Jakob Weber prompt zum 4:0 (22.). Als David Morley wenig später das 5:0 markierte (26.), hatte Jerry Kuhn genug gesehen und machte Platz für Finn Becker.
Doch auch er musste schnell hinter sich greifen: Nach einem Fehlpass im Aufbau sagte Alex Berardinelli „Danke“ und traf zum 6:0 (30.). Immerhin zeigten die Gäste Moral. Sebastian Bengtsson nach Zuspiel von Parker Bowles und Marc El-Sayed (35.) sowie Justin MacPherson im Powerplay (40.) betrieben Ergebniskosmetik vor dem zweiten Pausentee.
Im Schlussabschnitt war die Luft raus. Bad Nauheim versuchte zwar noch einmal alles, um das Ergebnis freundlicher zu gestalten, doch zwingende Möglichkeiten blieben Mangelware. Auf der Gegenseite zeichnete sich Finn Becker mit einer Glanztat aus (49.). Da auch ein weiteres Powerplay der Kurstädter verpuffte, blieb es beim deutlichen 6:2-Erfolg für die Eisbären.
Eisbären Regensburg: Neffin – Giles, Naud, Zerressen, Demetz, Weber, Bauer, Merkl – Preto, Trivino, Morley, Berardinelli, Péter, Bracco, Gajovsky, Payeur, Ontl, Angaran, Saffran, Grimm.
Trainer: Peter Flache.
EC Bad Nauheim: Kuhn (ab 25:48 Becker) – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Kölsch – Ribarik, Koch, Hickmott, Bengtsson, El-Sayed, Bowles, Kaiser, Bires, Volek, Jakovlev, Kuhnekath.
Trainer: Antti Karhula.
Tore:
1:0 (00:25) Preto (Trivino, Naud)
2:0 (04:29) Giles (Bracco, Naud)
3:0 (17:15) Bracco (Péter, Berardinelli)
4:0 (21:51) Weber (Bracco, Payeur – PP1)
5:0 (25:48) Morley (Preto, Trivino)
6:0 (29:55) Berardinelli
6:1 (34:36) Bengtsson (Bowles, El-Sayed)
6:2 (39:20) MacPherson (Bowles, Hickmott – PP1)
Schiedsrichter: Klein/ Wölzmüller – Linienrichter: Pletzer/ Müller-Osten.
Strafminuten: Regensburg 6, Bad Nauheim 6.
Schüsse: 28:29.
Zuschauer: 3532.
So hat unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, das Spiel gesehen.
Foto: Andreas Nickl