Sep. 20, 2026 | APP, News

4:3 nach 0:3: Matt Marcinew im Penaltyschießen Matchwinner gegen Weiden

Eine starke Willensleistung hat den EC Bad Nauheim am Sonntag zum 4:3 (0:3, 1:0, 2:0 – 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen über die Blue Devils Weiden geführt. Vor 2041 Zuschauern drehten die Roten Teufel ein 0:3 nach dem ersten Drittel und sicherten sich mit 4:3 die ersten beiden Saisonpunkte. Doppeltorschütze Julian Kornelli und Justin Volek trafen in der regulären Spielzeit. Matt Marcinew verwandelte im Shootout entscheidend.

Mühlen-Choreo: „Die Mühle macht’s vor – Zeit wieder aufzudrehen.“ Die EC-Fans überzeugten vor Spielbeginn mit einer wunderbaren Choreografie in Anlehnung an die historische Windmühle am Gradierwerk, die seit dem Frühjahr wieder mit Flügeln ausgestattet ist. Bei den Kurstädtern fehlten der verletzte Marc El-Sayed und der angeschlagene Raphael Jakovlev. Jesse Kauhanen verteidigte für Oberliga-Kooperationspartner Herne Miners, dafür kehrte Stürmer Denis Root ins Lineup zurück. Der junge Sali Schollmeyer feierte sein Heimdebüt, als Backup-Goalie tauchte erstmals Luca Ganz auf dem Spielberichtsbogen auf. Weiden reiste mit dem nachverpflichteten Ex-Teufel Lukas Ribarik in die Wetterau, aber ohne den erkrankten Trainer Dave Matsos (trug von 1999 bis 2001 das EC-Jersey).

Der Spielfilm: Ein rabenschwarzes Auftaktdrittel für den EC. Brayden Tracey, schon am Freitag dreifacher Torschütze für die Blue Devils, mit seinen Saisontreffern vier und fünf sowie Charlie Jahnke bestraften individuelle Fehler der Gastgeber gnadenlos. Mit einem 0:3-Rückstand ging es zum ersten Pausentee. Ob die Kabinenansprache von Coach Kevin Gaudet für frischen Rückenwind sorgte, bleibt offen. Jedenfalls dominierten die in den neuen schwarzen Heimtrikots angetretenen Hausherrren den zweiten Abschnitt deutlich (11:3 Schüsse), doch mehr als der Anschluss durch Julian Kornelli sprang nicht heraus. „Kämpfen und siegen.“ Die Fans pushten, das Team zeigte Moral. Binnen 56 Sekunden glichen Justin Volek und erneut Kornelli im Schlussdurchgang aus. Der Lucky Punch in der Overtime blieb aus. Im Penaltyschießen bewies Marcinew Nervenstärke und erzielte den umjubelten Siegtreffer.

Das sagt Kevin Gaudet: „Vielleicht haben die Spieler gedacht, dass wir erst um 19:00 Uhr anfangen und nicht um 18:30 Uhr. Die Liga ist unglaublich stark und wenn man nicht bereit ist, muss man bezahlen. Wir mussten schnell bezahlen und haben zwei Tore kassiert. Wir waren nicht gut. Im zweiten Drittel, nach ein paar lauten Worten, war es wirklich sehr gut. Wir haben uns Chancen erarbeitet. Wir haben große Moral gezeigt und  im Penaltyschießen gewonnen.“

EC Bad Nauheim: Kuhn – Erk, Keussen, Tiffels, Maginot, Lemke, Pruden, Schollmeyer – Preto, McPherson, Hickmott, Schiemenz, Kornelli, Volek, Root, Sarault, Marcinew, Cimmerman, Bußmann.

Trainer: Kevin Gaudet.

Blue Devils Weiden: Mühlberger – Muck, Filin, Scalzo, Pokorny, Bohac, Marusch, Faulhaber – Tracey, Knackstedt, Voyer, Postel, Jahnke, Ribarik, Grimm, Regush, Gron, Reisnecker, Brunner, Hofverberg.

Trainer: Mikhail Nemirovsky.

Tore:

0:1 (01:17) Tracey (Voyer, Knackstedt)

0:2 (03:03) Tracey

0:3 (16:00) Jahnke (Pokorny)

1:3 (24:59) Kornelli (Schiemenz)

2:3 (50:12) Volek (Marcinew, Sarault)

3:3 (51:08) Kornelli (Hickmott, Erk)

4:3 Marcinew (Penalty)

Schüsse: 24:11.

Strafminuten: 6:4.

Zuschauer: 2041.

Schiedsrichter: Moosberger / Engelmann – Linienrichter: Borger / Musga.

Hier geht’s zum Spielbericht unseres Medienpartners Wetterauer Zeitung.

Foto: Chuc.de