Löwen und EC intensivieren Kooperation
Die Löwen Frankfurt und der EC Bad Nauheim bauen ihre bereits bestehende Zusammenarbeit weiter aus. Nachdem beide Clubs schon in der vergangenen Saison erfolgreich kooperiert haben, wird die Partnerschaft nun deutlich intensiviert – mit dem Ziel, junge Spieler gezielt zu fördern und die sportliche Entwicklung beider Standorte nachhaltig zu stärken.
Die Eishallen der beiden Traditionsclubs liegen nur 41 Kilometer voneinander entfernt – ein Standortvorteil, den beide Seiten künftig noch gezielter nutzen wollen. Spieler, die bei den Löwen aktuell nicht die nötige Eiszeit für ihre Entwicklung erhalten, können in Bad Nauheim wertvolle Spielpraxis sammeln. Ein Beispiel dafür ist Lua Niehus, der sich durch seine Einsätze in Bad Nauheim so stark weiterentwickelt hat, dass er bei den Löwen sofort einsatzbereit war – ein echtes „Plug-and-Play“-Modell.
Neu in der nun anstehenden Saison ist das gemeinsame Development-Programm, das am 1. August gestartet ist. Junge Spieler aus Frankfurt und Bad Nauheim standen gemeinsam auf dem Eis, um sich auf die neue Saison vorzubereiten – und um Bindungen zu schaffen. Auch das Trainerteam war standortübergreifend vertreten: Die Löwen-Trainer, Tom Rowe, Emil Rasmussen, Luca Endres und Johan Merbah arbeiteten Seite an Seite mit Peter Russell und Marc Vorderbrüggen. Der Austausch zwischen den Coaches ist eng und fokussiert sich sowohl auf die individuelle Spielerentwicklung als auch auf taktische Aspekte.
Ein weiterer Meilenstein in der Kooperation: Der EC absolviert seine Saisonvorbereitung in der Frankfurter Eissporthalle. Statt eines Trainingslagers in der Ferne nutzen die Roten Teufel seit Wochenbeginn die direkte Nähe zu Frankfurt, um die Infrastruktur gemeinsam zu nutzen. Die Trainingszeiten sind so abgestimmt, dass beide Teams nacheinander aufs Eis gehen können – und dadurch entstehen neue Möglichkeiten für spielnahe Wettkampfsituationen, etwa Offensive gegen Defensive-Zone oder Überzahl gegen Unterzahl.
Dazu sagt Frankfurts Sportdirektor Jan Barta: „Wir müssen die Vorteile unserer Nähe und unserer gemeinsamen Ressourcen einfach nutzen. Es war beeindruckend zu sehen, wie alle Beteiligten – Spieler, Trainer, Verantwortliche – ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Produkt Eishockey weiterzuentwickeln, mit der geballten Kompetenz beider Clubs.“
Die Löwen Frankfurt und der EC setzen damit ein starkes Zeichen für nachhaltige sportliche Zusammenarbeit – zum Wohle der beiden Standorte und des deutschen Eishockeys. Eine Förderlizenz erhalten: Lua Niehus, Kevin Bicker, Philipp Bidoul, Fabio Kose, Timo Kose und Sebastian Cimmerman.
Parallel dazu kooperiert der EC auch mit dem Herner EV. Für den Oberligisten werden Dean Döge, Vincent Grunewald, Tjark Kölsch, Raphael Jakovlev und Rik Gaidel lizenziert. „Wir hatten mit den Herner Verantwortlichen prima Gespräche. Das passt“, sagt Geschäftsführer Andreas Ortwein.
Die Coaches (von links) Marc Vorderbrüggen, Luca Endres, Emil Rasmussen, Tom Rowe und Peter Russell hatten Spaß beim gemeinsamen Development-Programm.
Quelle: Löwen Frankfurt