Davis Koch gelingt der Lucky Punch
Die entscheidende Sequenz in der Overtime: Jerry Kuhn rettete mit einem tollen Save gegen Tim McGauley, im Gegenzug drückte Davis Koch (62.) den Puck über die Linie und sorgte für den umjubelten Siegtreffer. Mit 3:2 (1:2, 1:0, 0:0/1:0) nach Verlängerung gewann der EC Bad Nauheim am Freitag vor 2622 Fans gegen die Eispiraten Crimmitschau. Jordan Hickmott mit Saisontreffer Nummer zehn und Justin MacPherson erzielten die weiteren Tore der Kurstädter.
„Wir haben heute ein starkes Team geschlagen“, freute sich EC-Trainer Peter Russell nach dem schwer erkämpften doppelten Punktgewinn. „Für uns war es heute ein hartes Spiel mit kurzer Bank. Im ersten Durchgang haben wir gut attackiert, im zweiten Drittel ist dann Welle auf Welle auf unser Tor gekommen. Kevin Reich hat da super gehalten“, sagte ETC-Coach Jussi Tuores.
Unverändertes Personal bei den Gastgebern. Die Angriffsreihen hatte Peter Russell in Teilen neu formiert. Mate Arany, der neue Co-Trainer, stand erstmals an der Bande. Bei den Pleißestädtern fehlte neben Mario Scalzo, Adam McCormick, Tim Lutz, Ralf Rollinger, Vinny Saponari und Ladislav Zikmund auch Till Michel, der Sohn von EC-Markenbotschafter Steffen „Fuzzy“ Michel.
Mit schmalem Lineup und breiter Brust reisten die Westsachsen, denen am Dienstag ein 5:2-Coup in Düsseldorf gelungen war, nach Hessen. Die ersten guten Gelegenheiten boten sich dem EC durch Julian Lautenschlager (4.) und Garret Pruden (6.), ehe Torjäger Jordan Hickmott einen brillanten Pass Justin MacPhersons zum Führungstreffer (9.) verwertete. Es war Saisontor Nummer zehn für den Kanadier.
Das 1:0 wirkte wie ein Weckruf für die Eispiraten. Corey Mackin (10.) scheiterte mit einem Tip-In-Versuch, Justin Büsing (14.) und Robin Veber (15.) verpassten knapp. Dann markierte der frei am Bullypunkt postierte Mackin den Ausgleich (15.). Als die Roten Teufel im eigenen Verteidigungsdrittel zu passiv blieben, traf Gregory Kreutzer (16.) zum 1:2-Pausenstand.
Bad Nauheim kam mit Schwung aus der Kabine. 13:0 Schüsse verzeichneten die Gastgeber nach gut zwölf Minuten im Mittelabschnitt. Aber der starke Torhüter Kevin Reich hielt die Null für Crimmitschau fest. Es dauerte bis zum nächsten Gäste-Powerplay, ehe Mackin wieder den ersten Schuss auf Kuhns Gehäuse abfeuerte. Verdienter Lohn für unser Team: Das überfällige 2:2 durch Justin MacPherson (36.), der Marc El-Sayeds Zuspiel im Netz versenkte. Nachdem ein hoher Stock ins Gesicht von Parker Bowles nicht geahndet wurde, verpasste Dylan Wruck (37.) nur knapp die erneute Führung der Ostdeutschen. Auf der anderen Seite schoss MacPherson, doch Prudens Rebound (38.) verfehlte das Ziel.
Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Kuhn parierte gegen Denis Shevyrin (43.) und in Unterzahl glänzend gegen Tim McGauley (46.). Bowles (47.), der Reichs Maske anvisierte, Raphael Jakovlev, Lautenschlager (beide 48.) und Justin Volek (55.) ließen gute EC-Chancen liegen. Gegenüber entschärfte Kuhn den gefährlichen Abschluss von Mackin (58.). Es ging in die Overtime, in der Koch zum Matchwinner wurde.
EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Kölsch – Bowles, Vause, Bires, Volek, Koch, Hickmott, Ribarik, El-Sayed, Lautenschlager, Jakovlev, Kaiser, Handschuh.
Trainer: Peter Russell.
Eispiraten Crimmitschau: Reich – Thomas, Sacher, Kreutzer, Vladelchtchikov, Olleff, Schmidt – Wruck, Mackin, Walsh, Biggins, Shevyrin, Brune, Veber, McGauley, Büsing.
Trainer: Jussi Tuores.
Tore:
1:0 (08:17) Hickmott (MacPherson, Volek)
1:1 (14:28) Mackin (Wruck, Walsh)
1:2 (15:46) Kreutzer (Büsing, Veber)
2:2 (35:53) MacPherson (El-Sayed, Kaiser)
3:2 (61:57) Koch (Lautenschlager)
Schiedsrichter: Laudan/Lehmann – Linienrichter: Behrendt/Van Himbeeck.
Strafminuten: Bad Nauheim 6, Crimmitschau 2.
Schüsse: 32:27.
Zuschauer: 2622.
Foto: Chuc.de
Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, zum heutigen Spiel.