Hickmott entscheidet Krimi in Weiden
Der EC Bad Nauheim hat sich am Freitag mit einem hart erkämpften 3:2 (0:1, 2:0, 1:1)-Sieg gegen die Blue Devils Weiden durchgesetzt. Vor 2.124 Zuschauern in der Oberpfalz feierten die Roten Teufel dank der Treffer von Andrej Bires, Parker Bowles und dem späten Siegtor von Jordan Hickmott den Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Peter Russell bewies einmal mehr ihre Nehmerqualitäten und belohnte sich für eine kämpferische Leistung gegen einen starken Gegner.
Der Spielfilm: Bires und Bowles drehen die Partie
Den Puckdrop gewannen die Hausherren und direkt entwickelte sich ein intensives Hin und Her. Die erste große Möglichkeit verbuchten dennoch die Roten Teufel: In der dritten Minute verpasste Lukas Ribarik eine Hereingabe nur um Zentimeter (3. Minute). Kurz darauf ließ Nick Jermain auf der Gegenseite eine gute Chance liegen.
Nach dem Powerbreak erhöhten die Gastgeber das Tempo. Zwei aufeinanderfolgende angezeigte Strafen gegen Bad Nauheim brachten Weiden zunächst ins Powerplay – und dann sogar in eine Fünf-gegen-drei-Überzahl. Diese nutzte Luca Gläser, der den Puck aus dem Gewühl über die Linie drückte. Bad Nauheim musste sich nach weiteren Strafen gegen Vause und Ribarik tief im eigenen Drittel behaupten, überstand jedoch das späte Powerplay der Blue Devils und rettete das knappe 0:1 in die erste Pause.
Weiden kam druckvoll aus der Kabine, doch genau das schien die Kurstädter wachzurütteln. Ein abgefälschter Schuss von Simon Gnyp leitete die erste Chance des zweiten Drittels ein, doch Kaiser scheiterte knapp (24.). Nur 60 Sekunden später war es dann so weit, als Andrej Bires einen Schuss von Taylor Vause aus der Drehung unhaltbar ins Netz abfälschte (25. Minute). In der Folge drängten beide Teams auf die Führung. Bad Nauheim überstand eine weitere Unterzahlsituation (32. Minute) schadlos, ehe Parker Bowles in der 34. Minute die erstmalige Führung für den EC erzielte. Dem Tor ging eine schöne Kombination über Bires und Koch voraus. Die Roten Teufel hatten nun Oberwasser. Kaiser traf kurz darauf nur den Pfosten (36.), während Weiden sein drittes Powerplay des Abends nicht verwerten konnte. Mit einer verdienten Führung ging es in die zweite Pause.
„Das zweite Drittel war unser bestes. Forechecking, Penalty Killing, es hat einfach viel funktioniert. Am Ende hatten wir auch ein bisschen Glück“, resümierte ein zufriedener Peter Russel die Partie.
Der Schlussabschnitt begann ausgeglichen. Die Kurstädter suchten die Vorentscheidung, konnten jedoch ein Überzahlspiel nicht in Zählbares ummünzen. Die Defensive beider Teams stand kompakt. Erst ein Powerplay der Gastgeber führte zum Ausgleich, als Cedric Schiemenz in der 54. Minute den Puck aus der Distanz an Freund und Gegner vorbei an Jerry Kuhn vorbeischoss. Die Partie steuerte auf die Verlängerung zu, doch in den intensiven Schlussminuten war es Jordan Hickmott, der einen Angriff der Gäste verwertete und einen Nachschuss zum 3:2 im Netz versenkte (58. Minute). Die Roten Teufel verwalteten die verbleibenden Sekunden clever und hielten den Puck im Drittel der Blue Devils fest. Kurz vor Schluss nahm der Weidener Trainer Sebastian Buchweiser den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch auch das brachte nicht den gewünschten Effekt.
Blue Devils Weiden: Noack – Schwaiger, Muck, Pokorny, Schmidt, Edfelder, Ribnitzky – Vinzens, Rubes, Gläser, Vogt, Schiemenz, Schwarz, Noah Samanski, Voit, Neal Samanski, Jermain, Thai.
Trainer: Sebastian Buchweiser.
EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Kölsch – Volek, Koch, Hickmott, Bowles, Vause, Bires, Ribarik, El-Sayed, Lautenschlager, Jakovlev, Kaiser, Handschuh.
Trainer: Peter Russell.
Tore:
1:0 (13:38) Gläser (Voit, Muck – PP2)
1:1 (24:23) Bires (Vause, Bowles)
1:2 (33:24) Bowles (Koch, Bires)
2:2 (53:15) Schiemenz (Noah Samanski – PP1)
2:3 (57:29) Hickmott (Volek, MacPherson)
Schiedsrichter: Steingross/Ratz – Linienrichter: van der Heyd/Kriebel.
Strafminuten: Weiden 4, Bad Nauheim 12.
Schüsse: 41:33.
Zuschauer: 2.124.
Foto: Elke Englmaier.
Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, zum heutigen Spiel.