Hammer-Programm zum Jahreswechsel: Spitzenreiter, Derby und ein “Sechs-Punkte-Spiel”
Schlag auf Schlag geht es weiter im gnadenlosen Takt des DEL2-Terminkalenders. Kaum sind die Weihnachtsfeiertage vorüber, warten auf den EC Bad Nauheim zum Jahresausklang und Neujahrsauftakt echte Herkulesaufgaben. Am Dienstag (19:30 Uhr) reisen die Roten Teufel zum Tabellenführer Krefeld Pinguine in die Yayla-Arena. Weiter geht es im neuen Jahr direkt mit dem nächsten Kracher: Am Freitag (19:30 Uhr) steigt das prestigeträchtige Hessenderby bei den Kassel Huskies. Abgeschlossen wird die “Teufelswoche” am Sonntag (16:00 Uhr) mit dem immens wichtigen Heimspiel gegen den direkten Tabellennachbarn EHC Freiburg im Colonel-Knight-Stadion.
Zum dritten Mal in dieser Saison kreuzen der ECN und die Krefelder die Schläger. Die Seidenstädter sind das Maß aller Dinge in der aktuellen Spielzeit und grüßen mit 61 Punkten souverän von der Tabellenspitze. Das Team von Trainer Thomas Popiesch verfügt über immense Offensivpower: 109 Tore sind Liga-Bestwert.
Dreh- und Angelpunkt ist Topscorer Max Newton, der die Scorerwertung der DEL2 anführt. Im ersten Duell hieß es 4:3 für den KEV, im Rückspiel entführten die Pinguine beim 1:0 alle drei Punkte aus dem CKS. Für die Teufel wird es in der Yayla-Arena darauf ankommen, von der Strafbank wegzubleiben und Nadelstiche zu setzen.
Die Pinguine mussten sich zuletzt gleich zweimal im Penaltyschießen beweisen. Nachdem man zunächst den Kürzeren zog, behielten die Seidenstädter im darauffolgenden Spiel vom Punkt die Oberhand und sicherten sich den Zusatzpunkt. Unabhängig vom sportlichen Geschehen setzten die Verantwortlichen zudem ein Zeichen für Kontinuität: Der Vertrag mit Daniel Bruch wurde bereits verlängert.
Kaum Zeit zum Durchatmen bleibt bis zum Freitag. Dann wartet in der Probonio Arena der ewige Rivale. Die Huskies, aktuell Tabellendritter (55 Punkte), brennen auf das Derby. Trainiert werden die Schlittenhunde seit dieser Saison vom Kanadier Todd Woodcroft, der mit seiner NHL-Erfahrung (u.a. Winnipeg Jets, Los Angeles Kings) den ersehnten Aufstieg realisieren soll.
Historisch sind Begegnungen mit den Huskies stets von großer Intensität geprägt und auch im aktuellen Saisonverlauf dürfen sich die Zuschauer auf ein Duell auf Augenhöhe einstellen. Das letzte Aufeinandertreffen ist noch frisch: Erst am 21. Dezember lieferten sich beide Teams im CKS einen wilden Schlagabtausch, den Kassel am Ende mit 5:3 für sich entschied.
Die Kassel Huskies führen weiterhin die Heimtabelle der DEL2 an, mussten zuletzt jedoch einen Dämpfer hinnehmen: Gegen die Eisbären Regensburg setzte es eine 2:4-Niederlage. Trotz der starken Heim-Bilanz geht der EC Bad Nauheim mit klarer Zielsetzung ins Hessenderby – die Roten Teufel wollen erstmals in dieser Saison als Sieger aus dem prestigeträchtigen Duell hervorgehen.
Auf dem Papier vielleicht kein klassischer Kracher oder Rivale, angesichts der aktuellen Tabellensituation jedoch keineswegs weniger bedeutend, das Heimspiel gegen den EHC Freiburg. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte, was der Partie zusätzliche Brisanz verleiht. Die Wölfe kommen als Tabellendreizehnter (31 Punkte) in den Kurpark. Nach einer Negativserie zogen die Verantwortlichen im Breisgau die Reißleine und installierten Ende November mit Juraj Faith einen neuen Cheftrainer. Der 49-jährige Slowake, der einst selbst als Spieler das Freiburger Trikot trug, soll die Wölfe wieder in ruhigeres Fahrwasser führen.
Das erste Saisonduell im September war ein Krimi: Bad Nauheim siegte damals nach Penaltyschießen mit 4:3. Mit den Finnen Eero Elo und Fabian Ilestedt haben die Wölfe brandgefährliche Einzelkönner in ihren Reihen, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können. Für den EC Bad Nauheim bietet dieses sogenannte „Sechs-Punkte-Spiel“ die Chance, mit einem Erfolg den Abstand zu den unteren Tabellenrängen auszubauen.
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