Weite Auswärtsfahrt und Heimspiel-Doppelpack mit Harry Langes Rückkehr
Drei Partien in fünf Tagen. An den DEL2-Spieltagen Nummer 35 bis 37 warten auf den EC Bad Nauheim die nächsten wichtigen Duelle im Kampf um die heiß begehrten Pre-Playoff-Positionen. Am Freitag (19:30 Uhr) geht’s für die Roten Teufel auf die 537 Kilometer lange Auswärtsfahrt nach Weißwasser. Es folgt der Heim-Doppelpack am Sonntagnachmittag (16:00 Uhr) gegen die Düsseldorfer EG sowie dem nächsten Auftritt vor eigenem Publikum am Dienstagabend (19:30 Uhr), wenn die Starbulls Rosenheim im Colonel-Knight-Stadion gastieren.
Mit den Lausitzer Füchsen (10. Platz/45 Punkte) und der DEG (9./45) treffen die Rot-Weißen (12./42) auf zwei direkte Konkurrenten, die aktuell knapp „über dem Strich“ liegen. Die besondere Note: Sowohl bei den Sachsen als auch bei den Rheinländern stehen gute Bekannte am Regiepult. Von 2018 bis 2020 bildeten Head Coach Christof Kreutzer und sein damaliger Assistent Harry Lange das Trainerduo am Großen Teich.
Um bestens vorbereitet in das wichtige Match in Weißwasser zu gehen, ist die EC-Mannschaft bereits am Donnerstag in die Oberlausitz gefahren. Am Spieltag selbst absolvieren die Kurstädter noch eine leichte Trainingseinheit in der Eisarena.
Die Personallage beim EC am Freitagabend: Aus Frankfurt steht Förderlizenzverteidiger Philipp Bidoul zur Verfügung. Tjark Kölsch und Fabian Nifosi laufen für Kooperationspartner Herne Miners auf. Taylor Vause (überzähliger Kontingentprofi) sowie die verletzten Patrick Seifert, Philipp Kuhnekath, Sebastian Cimmerman und Simon Gnyp fehlen.
Personalsorgen belasten auch die Lausitzer Füchse, die aus den letzten vier Begegnungen nur einen Zähler holten. Ein großes Plus an der deutsch-polnischen Grenze ist die fruchtbare Kooperation mit den Eisbären Berlin, aus deren Förderlizenz-Reservoir die Blau-Gelben schöpfen und Engpässe abmildern können. Bitter: Beim 2:5 gegen Rosenheim kassierte der junge Torhüter Lennart Neiße gleich zwei Shorthander binnen 28 Sekunden.
Am Sonntag kehrt dann Trainer Harry Lange für ein paar Stunden zurück nach Bad Nauheim. Bei der Düsseldorfer EG hat unser Vizemeister-Coach von 2023 seinen Vorgänger Rich Chernomaz, die „Axt aus Manitoba“, abgelöst. Der Kanadier übt die Rolle des Sportlichen Leiters aus. Zuletzt verlor der DEL-Absteiger trotz ansprechender Leistung das „Straßenbahnderby“ in Krefeld mit 2:3.
Im Aufgebot des achtfachen Deutschen Meisters stehen mit Niklas Lunemann, Nico Geitner, Kevin Niedenz, Kevin Orendorz und Leon Niederberger fünf Cracks mit Teufel-Vergangenheit. Fraglich sind die Einsätze von Defender Max Balinson und Angreifer David Rundqvist.
Bullenstarke 68 Zähler weist der Rangdritte aus Rosenheim auf. Die Oberbayern haben damit im Schnitt zwei Punkte pro Spiel geholt. „Die Mannschaft hat bisher einen tollen Job gemacht“, wird Coach Jari Pasanen auf der Club-Homepage zitiert. Am Dienstag reist das Team von der Mangfall zum zweiten Mal in die Wetterau. Die vorangegangenen Vergleiche mit Bad Nauheim waren enge Angelegenheiten: Am Kurpark gewannen die Grün-Weißen mit 3:1, aus dem ROFA-Stadion stibitzte der EC beim 2:3 nach Verlängerung zumindest einen Punkt.
Lukas Laub und Lewis Zerter-Gossage, die im Training wieder auf dem Eis auftauchten, stehen nach Rosenheimer Angaben voraussichtlich noch etwa 14 Tage auf der Ausfallliste. Dagegen dürfte Ex-Teufel Joel Keussen kurzfristig wieder ins Lineup zurückkehren.
Foto: Chuc.de