Feb. 6, 2026 | APP, News

Keine Punkte beim Karhula-Debüt: Teufel unterliegen in Landshut

Die Premiere des neuen Cheftrainers Antti Karhula ist ergebnistechnisch missglückt. Der EC Bad Nauheim unterlag beim EV Landshut mit 1:4 (0:1, 1:0, 0:3). Trotz einer phasenweise ordentlichen Leistung und dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Sebastian Bengtsson standen die Roten Teufel am Ende mit leeren Händen da. Ausschlaggebend waren ein starkes Schlussdrittel der Hausherren und eine späte Strafzeit, die das Spiel entschied.

„Das war ein enges, ausgeglichenes Spiel. Mir haben besonders unserer ersten 40 Minuten gefallen. Nach der kurzen Eingewöhnungszeit, wusste ich nicht, wie wir hier auftreten werden. Es ist hart zu verlieren, aber ich denke, dass wir hier einiges gut gemacht haben,“ resümierte Headcoach Karhula auf der Pressekonferenz die Partie.

Personell konnte der neue finnische Kommandogeber wieder auf Justin MacPherson und Rik Gaidel zurückgreifen. Verzichten mussten die Kurstädter hingegen auf die Förderlizenzspieler der Löwen Frankfurt. Im Tor vertraute Karhula auf Routinier Jerry Kuhn.

Turbulent startete die Partie in der VR-Bank Landshut Arena. Beide Teams suchten sofort den Weg nach vorne und prüften die Torhüter bereits in den ersten Sekunden. Jordan Hickmott hatte die Gästeführung auf dem Schläger, doch EVL-Keeper Jonas Langmann spitzelte dem Stürmer die Scheibe im letzten Moment weg. Mitten in diese Drangphase der Hessen fiel das 0:1: Julian Kornelli stand bei einem Abpraller goldrichtig und schob ein (7.). Der Gegentreffer zeigte Wirkung, Bad Nauheim wirkte kurzzeitig geschockt. Bis zur Pause verhinderte unter anderem ein verschobenes Tor weitere Großchancen, sodass es mit dem knappen Rückstand in die Kabine ging.

Der Mittelabschnitt begann mit einer Schrecksekunde für die Rot-Weißen: Landshut gewann das Bully und traf umgehend den Pfosten. Doch der EC fing sich, hielt den Puck gut in den eigenen Reihen und kam durch Lukas Ribarik zu einer guten Gelegenheit aus der Drehung. Nach dem Powerbreak musste Jerry Kuhn sein ganzes Können gegen Stanislav Dietz und Trevor Gooch aufbieten. Auf der Gegenseite scheiterte Raphael Jakovlev noch an Langmann, ehe der verdiente Lohn folgte: Einen Distanzschuss von Christopher Fischer verwertete Sebastian Bengtsson per Abstauber zum 1:1-Ausgleich (34.). In einer bis dahin gänzlich strafenfreien Partie blieb es beim Remis nach 40 Minuten.

Im Schlussdrittel drängten beide Teams auf die Entscheidung. Julian Lautenschlager zielte zu zentral, auf der Gegenseite landete ein Versuch von Tor Immo in der Fanghand von Kuhn. Die Schlüsselszene folgte in der 47. Minute: Die erste und einzige Strafzeit des Abends gegen Bad Nauheim nutzten die Niederbayern eiskalt. Tor Immo traf im Powerplay nach Zuspiel von David Rundqvist zum 2:1. Landshut wollte nun die Entscheidung, Oliver Stümpel traf nur die Latte. Zwar hielt Jerry Kuhn sein Team mit einem spektakulären Hechtsprung noch im Spiel, war aber wenig später machtlos, als Tobias Lindberg nach toller Vorarbeit von Immo auf 3:1 stellte (56.). Karhula setzte alles auf eine Karte und nahm den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch Martin Has traf ins verwaiste Gehäuse zum 4:1-Endstand.

EV Landshut: Langmann – Dietz, Andreas Schwarz, Bergman, Has, Dersch, Jobke, Serikow – Lindberg, Rundqvist, Immo, Gooch, Koskenkorva, Tobias Schwarz, Stümpel, Kornelli, Elsner, Gaus, Park, Scheibengraber.
Trainer: Uwe Krupp.

EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Kölsch – Bengtsson, Koch, Hickmott, Bowles, Bires, Lautenschlager, Ribarik, Kaiser, Volek, Jakovlev, El-Sayed, Gaidel.
Trainer: Antti Karhula.

Tore:

1:0 (06:59) Kornelli (Stümpel, Dietz)

1:1 (33:51) Bengtsson (Fischer, Koch)

2:1 (47:28) Immo (Rundqvist, Gooch – PP1)

3:1 (55:45) Lindberg (Immo, Bergman)

4:1 (58:43) Has (EN)

Schiedsrichter: Polaczek / Blankart – Linienrichter: Reinold / Jürgens.

Strafminuten: Landshut 0, Bad Nauheim 2.

Schüsse: 40:26.

Zuschauer: 4116.

Foto: Christine Vincon