Feb. 12, 2026 | APP, News

„Alles in die Waagschale werfen“ – Steelers der nächste Gradmesser

Mit dem Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers beginnt für den EC Bad Nauheim am Freitag (19:30 Uhr) erneut ein verlängertes Wochenende mit drei harten Duellen in fünf Tagen. Am Sonntag (18:30 Uhr) folgt die Auswärtspartie bei den Blue Devils Weiden, ehe der EC-Tross am Faschingsdienstag (19:30 Uhr) zum ersten Mal im Düsseldorfer PSD Bank Dome gastiert.

Auf der Zielgeraden der DEL2-Hauptrunde müssen die Roten Teufel (51 Punkte) in den letzten neun Begegnungen einen Rückstand von sieben Zählern auf die Eispiraten Crimmitschau aufholen, will man den vorzeitigen Klassenerhalt über einen Pre-Playoff-Platz erreichen. Mittendrin im Rennen um die heiß begehrte Position zehn sind auch noch Freiburg (53) und Weiden (50).

Nach dem 2:6-Dämpfer in Regensburg ist für die Kurstädter ein erfolgreiches Abschneiden gegen Bietigheim Pflicht. „Wir wollen alles in die Waagschale werfen, um an den Top Ten dranzubleiben. Jedes Match ist jetzt ein Stück weit ein kleines Endspiel. 100 Prozent Fokus gilt zunächst den formstarken Steelers, deren zwei Top-Reihen wir in Schach halten müssen“, sagt Geschäftsführer Andreas Ortwein, der ergänzt: „Wir bauen auf die Unterstützung unserer Fans, die in dieser Saisonphase besonders wichtig ist.“

Auf dem personellen Sektor hofft Trainer Antti Karhula, dass der zuletzt angeschlagene Julian Lautenschlager wieder einsatzbereit ist. Aus Frankfurt stößt am Freitagvormittag Förderlizenz-Verteidiger Philipp Bidoul zum Team. Auf der Verletztenliste stehen nach wie vor Taylor Vause, Patrick Seifert, Sebastian Cimmerman und Rik Gaidel.

Der Aufsteiger aus Bietigheim hat nach dem verkorksten Start mit sieben Niederlagen aus acht Begegnungen eine beeindruckende Leistung abgeliefert und ist aktuell Sechster (68). Mit dem Turnaround der Ellentaler in Verbindung gebracht wird in erster Linie der Name Cole Fonstad. Seit der Verpflichtung des kanadischen Centers Mitte Oktober zeigt die Formkurve nach oben. Die Nachverpflichtung von Södertälje SK aus Schweden soll auch in den kommenden zwei Jahren der Dreh- und Angelpunkt bleiben. Der Vertrag des 25-Jährigen wurde vorzeitig verlängert.

Einen Trainerwechsel gab es vor knapp drei Wochen auch bei den Blue Devils Weiden, unserem direkten Tabellennachbarn in der Playdownzone. Interims-Nachfolger von Erfolgscoach Sebastian Buchwieser ist Jürgen Rumrich, der Sportliche Leiter. Der neue Mann an der Bande soll im besten Fall in den nächsten Tagen präsentiert werden. Dem Vernehmen nach bevorzugen die Oberpfälzer einen ausländischen Trainer.

Hierzulande bestens bekannt ist der sportliche Regisseur in Düsseldorf. Harry Lange hat den achtfachen Deutschen Meister stabilisiert. Das Polster zur Playdown-Region beträgt zehn Punkte, zu einem direkten Playoff-Platz fehlen derzeit sechs Zähler. Für Schlagzeilen sorgte zuletzt ein weiterer Ex-Teufel. Lange hatte Kevin Orendorz am Rhein mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Beim knappen 3:4 nach Verlängerung in Kassel erzielte der 1,89 Meter große Angreifer den ersten Hattrick seiner Profi-Karriere.

Foto: Chuc.de