März 14, 2026 | APP, News

Perfekter Gaudet-Einstand: Volek entscheidet Spiel Eins in der Overtime

Der erste Schritt ist gemacht! Zum Auftakt der hart umkämpften Playdown-Serie hat der EC Bad Nauheim einen immens wichtigen Auswärtssieg errungen. Unter der Regie des neuen Headcoaches Kevin Gaudet setzten sich die Roten Teufel vor 2100 Zuschauern bei den Blue Devils Weiden mit 3:2 (2:1, 0:1, 0:0, 1:0) nach Overtime durch. Zum umjubelten Matchwinner avancierte Justin Volek, der in der Overtime mit einer überragenden Einzelaktion den entscheidenden Treffer markierte.

„Ich weiß, wie hart es ist, hier zu gewinnen. Die Weidener sind Kämpfer, schnell, und genau das haben wir heute gesehen. Ich habe nur drei Tage gehabt und ich bin einfach begeistert, wie wir gespielt haben. Am Ende ist es in der Overtime immer ein bisschen Glück“, bilanzierte ein zufriedener Kevin Gaudet nach seiner erfolgreichen Premiere hinter der EC-Bande. Weidens Coach Alan Letang fasste zusammen: „Ich denke, das Spiel war genau so, wie wir es erwartet haben. Am Ende haben sie in der Overtime einmal öfter getroffen als wir.“

Neben Gaudet feierte auch sein Assistent Marc Vorderbrüggen die Rückkehr an die Bande. Auf dem Eis mussten die Kurstädter den Ausfall von Ryan Olsen kompensieren. Der Stürmer wurde nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe für vier Partien gesperrt und fehlt damit am gesamten ersten Playdown-Wochenende sowie in Spiel drei. Dafür meldeten sich Julian Lautenschlager und Sebastian Cimmerman nach überstandenen Verletzungen rechtzeitig zum Showdown zurück im Lineup.

Kaum war der erste Puck eingeworfen, brannte die Luft in der Hans-Schröpf-Arena. Die Roten Teufel gewannen den ersten Bully und zogen direkt zum Tor. Bereits nach 61 Sekunden jubelten sie zum ersten Mal: Justin Volek stand am rechten Pfosten goldrichtig und verwertete die Vorarbeit von Marc El-Sayed und Christopher Fischer zum 0:1. Doch die Antwort der kampfstarken Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Fabian Voit entwischte gleich zwei Nauheimer Verteidigern und bezwang EC-Keeper Jerry Kuhn zum schnellen 1:1-Ausgleich (3.). Die Anspannung war auf dem Eis förmlich greifbar. Beide Teams agierten extrem körperbetont, was immer wieder zu kleinen Nickligkeiten führte. Kurz nachdem eine erste Überzahlsituation der Hessen verstrichen war, schlug der EC erneut zu: Lukas Ribarik verlud Weiden-Keeper Michael McNiven eiskalt und stellte auf 1:2 (9.). In der Folge war die Nauheimer Defensive gefragt. Mit offensivem Forechecking überstanden die Gäste zwei Unterzahlsituationen unbeschadet. Sekunden vor der Sirene hielt Kuhn die knappe Führung mit einer starken Parade gegen Maximilian Kolb fest.

Beide Mannschaften kamen druckvoll aus der Kabine in den Mittelabschnitt. Jordan Hickmott hatte nach wenigen Sekunden das 3:1 auf dem Schläger, jagte die Scheibe jedoch an den Pfosten. Das Spiel nahm nun noch mehr an Fahrt auf, beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter Eis, wodurch absolute Hochkaräter zunächst Mangelware blieben. Parker Bowles scheiterte in der 38. Minute aus aussichtsreicher Position an McNiven. Das rächte sich denkbar bitter: Als die Teufel kurz vor der Pause eine Unterzahl überstehen mussten, drückten die Hausherren vehement auf den Ausgleich. Nur acht Sekunden vor der Pausensirene fälschte Luca Gläser im Powerplay einen Schuss von Calvin Pokorny unhaltbar für Kuhn zum 2:2 ab (40.).

Im Schlussdrittel stand das Spiel auf Messers Schneide. Bad Nauheim überstand ein frühes Powerplay der Blue Devils schadlos. Danach warfen beide Teams alles nach vorne. Hektik brach vor dem Weidener Gehäuse aus, als Hickmott sich vor McNiven wiederfand, die Scheibe im Getümmel aber nicht über die Linie stochern konnte (53.). Die Crunchtime wurde zur Nervenprobe: Viereinhalb Minuten vor dem Ende killten die Rot-Weißen eine weitere Unterzahl leidenschaftlich, ehe sie selbst vier Sekunden vor der Schlusssirene noch ein Powerplay zugesprochen bekamen. Es ging in die Overtime.

Die Überzahl zu Beginn der Verlängerung brachte den Hessen keinen Ertrag. Danach wackelte das Nauheimer Tor: Gläser traf nur das Gestänge (63.), Noah Samanski verzog kurz darauf knapp (64.). Von den Rängen peitschten die Fans ihre Farben nach vorne. Die Erlösung für den EC Bad Nauheim folgte in der 68. Minute: Justin Volek störte das Weidener Aufbauspiel aggressiv, eroberte den Puck, ließ McNiven mit einer tollen Bewegung aussteigen und vollendete zum 3:2-Auswärtssieg.

Blue Devils Weiden: McNiven – Muck, Kolb, Bohac, Pokorny, Ribnitzky, Schwaiger, Marusch – Ward, Noah Samanski, Vogt, Gläser, Voit, Edfelder, Schiemenz, Tsekos, Vinzens, Thal, Neal Samanski, Miller.
Trainer: Alan Letang.

EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Bidoul – Bengtsson, Koch, Hickmott, Lautenschlager, Bires, Bowles, Kaiser, El-Sayed, Volek, Ribarik, Jakovlev, Cimmerman.
Trainer: Kevin Gaudet.

Tore: 

0:1 (01:01) Volek (Fischer, El-Sayed)

1:1 (02:42) Voit

1:2 (08:27) Ribarik (Jakovlev)

2:2 (39:53) Pokorny (Gläser, Voit – PP1)

2:3 (67:04) Volek

Schiedsrichter: Hinterdobler / Todam – Linienrichter: Tschirner / Fischer.

Strafminuten: Weiden 8, Bad Nauheim 12.

Schüsse: 26:29.

Zuschauer: 2100.

Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, über die Partie.

Foto: Elke Englmaier