Keine Tore in der Lausitz: 0:3-Niederlage bei den Füchsen
Am Sonntagabend musste sich der EC Bad Nauheim bei den Lausitzer Füchsen geschlagen geben. Vor 2377 Zuschauern in der Eisarena Weißwasser unterlagen die Roten Teufel mit 0:3 (0:0, 0:2, 0:1). Die Hessen zeigten eine engagierte Leistung und verzeichneten am Ende sogar mehr Torschüsse, kehrten jedoch ohne Zählbares in die Wetterau zurück.
Verletzungspech und Torwart-Debüt: Headcoach Kevin Gaudet musste sein Team vor der Partie umbauen: Nachdem sich Jordan Hickmott am Dienstagmorgen im Training verletzt hatte, fehlte auch Matt Marcinew verletzungsbedingt. Der Kanadier hatte das Heimspiel gegen Regensburg frühzeitig beenden müssen. Weitere Untersuchungen sollen Anfang der Woche Aufschluss geben. Die Youngster Jesse Kauhanen und Sali Schollmeyer waren in der Oberliga im Einsatz, dafür gab es eine Premiere im Gehäuse: Julius Schulte stand in der DEL2 erstmals für die Kurstädter im Tor.
Der Spielfilm: Von klassischem Abtasten war zu Beginn nichts zu sehen. Es entwickelte sich sofort ein munteres Hin und Her mit Offensivaktionen auf beiden Seiten. Ein erstes Powerplay der Kurstädter nach sechs Minuten (Strafe Braun) blieb ebenso ohne Ertrag wie weitere Überzahlsituationen im ersten Durchgang, sodass es torlos in die Kabinen ging.
Im Mittelabschnitt nutzten die Hausherren dann jedoch ihre numerische Überlegenheit: Allan McPherson saß wegen Behinderung auf der Strafbank, als Bryan Lemos ein Zuspiel von Connor Hannon und David Rundqvist zur 1:0-Führung (25.) verwertete. Das Spiel gewann in der Folge spürbar an Intensität. Nauheim suchte vehement den Anschluss, brachte sich dann aber selbst in Bedrängnis: Ein bitterer Puckverlust direkt am eigenen Kasten servierte den Füchsen die Scheibe auf dem Silbertablett, sodass Adam Brady aus kurzer Distanz unbedrängt zum 2:0 (33.) einnetzen konnte. Die Hessen gaben nicht auf und jubelten in der 35. Minute vermeintlich über den Anschlusstreffer: Julian Kornelli hatte abgezogen und Cedric Schiemenz den Rebound verwertet. Doch nach Videobeweis nahmen die Unparteiischen das Tor wegen hohen Stocks zurück.
Im letzten Drittel bot sich den Rot-Weißen die große Chance zum Comeback, als Connor Hannon wegen eines Kniechecks eine 5-Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte (47.). Bad Nauheim warf in der Überzahl alles nach vorne, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Lennart Neiße im Tor der Sachsen. Die Füchse überstanden die Druckphase unbeschadet, wurden wieder vollzählig und machten kurz darauf den Deckel drauf: David Rundqvist besorgte nach Vorarbeit von Humberstone den 3:0-Endstand (54.).
Das sagt Cedric Schiemenz: „Wir müssen einen Weg finden, um Tore zu schießen. Wir sind eigentlich gut im Spiel, machen vieles richtig und der Puck will einfach nicht reingehen. Es ist eine lange Spielzeit und im Laufe der Saison müssen wir uns einfach noch besser entwickeln.“
Lausitzer Füchse: Neiße – Kretzschmar, Hannon, Humberstone, Brännstam, Freis, Heyter, Braun – Breitkreuz, Brady, Scheidl, Schmidt-Svejstrup, Lemos, Dosch, Saakyan, Rundqvist, Broda, Griva, Theodore, Anders.
Trainer: Christof Kreutzer.
EC Bad Nauheim: Schulte – Maginot, Tiffels, Erk, Keussen, Lemke, Pruden – Preto, McPherson, Jakovlev, Volek, Sarault, Cimmerman, Schiemenz, Kornelli, Bußmann, Root.
Trainer: Kevin Gaudet.
Tore:
1:0 (24:32) Lemos (Hannon, Rundqvist – PP1)
2:0 (32:54) Brady (Breitkreuz, Scheidl)
3:0 (53:17) Rundqvist (Humberstone)
Schiedsrichter: Schütz / Gawlik – Linienrichter: Herklotz / Treitl.
Strafminuten: Weißwasser 13 (+ Spieldauerdisziplinarstrafe Hannon), Bad Nauheim 12.
Schüsse: 29:32.
Zuschauer: 2377.
Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung.
Foto: Thomas Heide