Okt. 4, 2026 | APP, News

EC bleibt nach 1:2 gegen Rosenheim am Tabellenende

Am Ende lief die Zeit unaufhaltsam davon. Auch mit dem sechsten Feldspieler und einem Timeout 32 Sekunden vor Ultimo gelang der Lucky Punch nicht mehr. Nach dem 1:2 (1:1, 0:1, 0:0) vor 2346 Zuschauern am Kerb-Sonntag gegen die Starbulls Rosenheim bleibt der EC Bad Nauheim Tabellenschlusslicht der DEL2. Der erste Saisontreffer von Raphael Jakovlev reichte nicht aus, um Zählbares im Colonel-Knight-Stadion zu behalten. „Ob verdient oder nicht? Etwas Glück gehört dazu“, freute sich Starbulls-Coach Jari Pasanen über die drei Punkte.

Marco Pflegers Heimdebüt: Im Pink Racket Game – ganz im Zeichen der Brustkrebsprävention und -aufklärung – rückte Defender Jesse Kauhanen wieder ins Lineup der verletzungsgeplagten Mittelhessen (vier Ausfälle). Sein Debüt vor heimischem Publikum feierte Neuzugang Marco Pfleger.

Der Spielfilm: Auftakt nach Maß für den EC nach 118 Sekunden. Cedric Schiemenz forcierte hinter dem Rosenheimer Gehäuse einen Turnover von Ex-Teufel Luigi Calce, passte vor das Tor – Sturmpartner Raphael Jakovlev vollstreckte eiskalt, das schnelle 1:0 war perfekt. Ihr zweites Überzahlspiel nutzten die Starbulls noch im ersten Abschnitt zum Ausgleich durch den kanadischen „Goldhelm“ Jordy Bellerive (17.).

Umgekehrte Vorzeichen zu Beginn des zweiten Drittels. SBR-Top-Verteidiger Shane Hanna nutzte seinen Freiraum in der Offensivzone und schmetterte den Puck kompromisslos zur Führung der Gäste in die Maschen (24.). Die Oberbayern erhöhten den Druck, konnten aber aus ihrer spielerischen Dominanz und einem weiteren Powerplay kein Kapital schlagen.

Jerry Kuhns starker Save gegen Lewis Zerter-Gossage hielt die Roten Teufel im dritten Durchgang im Spiel. Verbissen geführte Zweikämpfe prägten den weiteren Verlauf. Ein kapitaler Schlagschuss von Joel Keussen (49.) fand nicht den Weg ins Netz, die Starbulls blieben mit schnellen Gegenangriffen brandgefährlich.

Das sagt Kevin Gaudet: „Rosenheim ist eine Top-Mannschaft. Man sieht die Qualität und am Ende werden sie um die Meisterschaft kämpfen. Wir haben gut begonnen und gekämpft. In jedem Spiel ist es das gleiche: Die Strafen kosten. Das nimmt uns das Momentum und verschiebt es zu den Gegnern. Wir haben gute Charaktere, die alles geben. Aber wir haben aktuell Probleme, Tore zu schießen. Mit nur einem Treffer ist es schwer, zu gewinnen.“

EC Bad Nauheim: Kuhn – Maginot, Tiffels, Erk, Keussen, Kauhanen, Pruden – Kornelli, Sarault, Volek, Preto, McPherson, Pfleger, Jakovlev, El-Sayed, Schiemenz, Root, Lemke.
Trainer: Kevin Gaudet.

Starbulls Rosenheim: Kolarz – Ullman, Hanna, McKiernan, Giles, Adam, Bosecker – Mastrodonato, Bellerive, Laub, Zerter-Gossage, Rubes, Kharboutli, Taupert, Calce, Feser, Achatz, Kolb, Dietz.
Trainer: Jari Pasanen.

Tore:

1:0 (01:58) Jakovlev (Schiemenz, El-Sayed)

1:1 (16:39) Bellerive (Kolb – PP1)

1:2 (23:17) Hanna (Mastrodonato)

Schüsse: 15:21.

Strafminuten: 10:4.

Zuschauer: 2346.

Schiedsrichter: Polaczek / Kalnik – Linienrichter: Kontny / Stöhr.

Foto: Chuc.de