Okt. 11, 2026 | APP, News

EC verliert großen Fight im Hessenderby 3:4 nach Penaltyschießen

Alles gegeben, alles beim Alten. Im Hessenderby lieferte der EC Bad Nauheim am Sonntagabend den Kassel Huskies einen großen Fight. Am Ende stand vor stimmungsvoller Kulisse mit 3213 Zuschauern aber die sechste Niederlage in Folge. Marco Pfleger und Allan McPherson feierten ihre Tor-Premieren im Trikot der Roten Teufel, außerdem traf in der regulären Spielzeit Pierre Preto.

Harpers Heimdebüt: Beim EC stand Julius Schulte anstelle von Jerry Kuhn im Kasten, Stürmer Justin Volek kehrte ins Line-Up zurück und Trainer Kevin Gaudet agierte gegen den Favoriten mit vier Offensivreihen. Jesse Kauhanen und Denis Root fehlten im Aufgebot. Neuzugang Stephen Harper gab im Duell der Lokalrivalen sein Heimdebüt.

Der Spielfilm: Zug zum Tor, gallig auf Rebounds, robust im Zweikampf. Die Kurstädter legten ein schwungvolles Auftaktdrittel (14:5 Schüsse) hin, das Publikum unterstützte vehement. Verdienter Lohn: Die Tore von Marco Pfleger und des Ex-Kasselers Pierre Preto (im Powerplay) zur 2:0-Pausenführung.

Nach dem Seitentausch steuerte Allan McPherson alleine auf den für Philipp Maurer eingewechselten Leon Willerscheid zu, verpasste aber den dritten Treffer. Vielleicht ein Schlüsselmoment. Dafür verkürzte auf der Gegenseite Huskies-Goldhelm Matt White nach einem Nauheimer Turnover zum 1:2-Anschluss (25.). Bitter: Gerade als die Roten Teufel den Aufstiegsaspiranten in der eigenen Zone eingeschnürt hatten, führte ein Puckverlust zum Break durch Laurin Braun. Der einstige Nationalspieler nahm die Einladung dankend an und erzielte 47 Sekunden vor der zweiten Sirene den Ausgleich.

Bezeichnend für die aktuelle EC-Situation: Im druckvollen Überzahlspiel brach Keussens Schläger beim Schussversuch – und wieder nutzten die Nordhessen einen schnellen Konter zur ersten Führung durch den Shorthander von Johannes Huß (45.). Die Teufel fighteten verbissen. Pfleger bediente McPherson – das 3:3 war perfekt (52.). Die Intensität blieb hoch – bis in die Overtime, in der Stephen Harper den Lucky Punch auf der Kelle hatte. Im Penaltyschießen entschied der siebte Versuch von Chris Wilkie.

Das sagt Kevin Gaudet: „Es ist hart zu nehmen. Das war unser bestes Saisonspiel – gegen einen Meisterschaftsaspiranten. Wir haben ein hervorragendes erstes Drittel gespielt und über das ganze Spiel hervorragend gekämpft. Aber die Gegentore dürfen nicht passieren. Das waren Geschenke und wir schießen uns immer wieder in den Fuß. Unsere Zuschauer waren super. Kämpferisch kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen, sie geben 110 Prozent. Wir müssen und werden uns weiter verbessern.“

EC Bad Nauheim: Schulte – Erk, Keussen, Maginot, Tiffels, Lemke, Pruden – Preto, Sarault, Marcinew, Harper, McPherson, Pfleger, Schiemenz, Kornelli, Volek, Jakovlev, El-Sayed, Bußmann.
Trainer: Kevin Gaudet.

EC Kassel Huskies: Maurer (21. Willerscheid) – Huß, Müller, Martinovic, Dumont, Korus, Jung, Schams – Keck, Garlent, White, O’Donnell, Weidner, Wilkie, Mieszkowski, Braun, Bartuli, Afonin, Michel, Laßmann.
Trainer: Petteri Väkiparta.

Tore:

1:0 (01:07) Pfleger (Pruden, Harper)

2:0 (10:17) Preto (Kornelli, Sarault – PP1)

2:1 (24:34) White (Garlent, Martinovic)

2:2 (39:13) Braun

2:3 (44:55) Huß (Mieszkowski – SH1)

3:3 (51:28) McPherson (Pfleger)

3:4 Wilkie (Penalty)

Schüsse: 34:28.

Strafminuten: 6:8.

Zuschauer: 3213.

Schiedsrichter: Moosberger / Voit – Linienrichter: Lamberger / Musga.

Foto: Chuc.de