Aufholjagd kommt zu spät – EC verliert mit 3:6 gegen EHC Freiburg
Zwei Powerplaytore brachten den EC Bad Nauheim im letzten Drittel noch einmal heran, am Ende kam die Aufholjagd aber zu spät. Mit 3:6 (0:2, 1:2, 2:2) verloren die Rot-Weißen am Sonntag vor 2119 Zuschauern gegen den EHC Freiburg, der alle drei Punkte ins Breisgau entführte. Marco Pfleger, Justin Volek und Joel Keussen trafen im Colonel-Knight-Stadion für die Hausherren.
Chance verpasst: Das Trainerduo Kevin Gaudet und Dominic Auger vertraute der Formation, die in Dresden den Auswärtsfluch vertrieben hatte. Angreifer Sebastian Cimmerman kehrte nach mehrwöchiger Verletzungspause zurück ins Lineup. Jordan Hickmott, Allan McPherson und Julian Kornelli fehlten. Nach 60 Minuten verpassten die Kurstädter nach dem Auswärtscoup in Elbflorenz die große Chance, den Abstand zu Platz zehn vor der anstehenden Deutschland-Cup-Pause zu verkürzen.
Der Spielfilm: Ein hypernervöser EC-Start in roten Halloween-Trikots. Zwei Turnover, zwei Geschenke, die Ex-Teufel Parker Bowles dankend annahm – 0:2 nach vier Minuten, die Gastgeber rannten schon früh einem Rückstand hinterher. Head-Coach Kevin Gaudet nahm früh die Auszeit (8.) und versuchte, neu zu justieren. Ein Powerplay blieb ohne Ertrag, der Weckruf verpuffte.
Déjà-vu zu Beginn des Mitteldrittels: Lynden McCallum schickte Fabian Ilestedt auf die Reise und der Schwede vollstreckte abgebrüht (0:3/22.). Den kurzen Hoffnungsschimmer nach Marco Pflegers Treffer zum 1:3 (31.) dimmte Lukas Mühlbauer mit dem 1:4-Pausenstand (37.) wieder herunter.
Als McCallum für 2+2-Minuten in die Kühlbox wanderte, schnupperten die Gastgeber noch einmal kurz am Punktgewinn. Justin Volek (45.) und Joel Keussen (47.) verkürzten in Überzahl, doch Cole Gallant (58./abgefälschter Schuss) und Chris Billich (60.) mit einem Empty-Net-Goal schnürten den Sack zu.
Das sagt Kevin Gaudet: „Freiburg ist eine sehr gute Mannschaft, die in der Liga manchmal nicht das Ansehen genießt, das sie verdient. Man muss schlau spielen. Wir machen zwei Fehler und liegen früh 0:2 hinten. Wir haben uns zurückgekämpft, Charakter bewiesen und dann schießt Freiburg die Tore, die das Spiel entscheiden. Wir haben es im ersten Drittel verpennt.”
EC Bad Nauheim: Schulte – Keussen, Erk, Tiffels, Maginot, Lemke, Pruden – Marcinew, Sarault, Preto, Pfleger, Schiemenz, Harper, Volek, El-Sayed, Jakovlev, Cimmerman, Bußmann.
Trainer: Kevin Gaudet.
EHC Freiburg: Schmidt – Plouffe, De Los Rios, Wirth, Kühnhauser, Sezemsky, Gnyp, Khaidarov – McCallum, Linsenmaier, Ilestedt, Bowles, Gallant, Döpfner, Billich, Steinhauser, Mühlbauer, Bechtold, Kiefersauer, Ludwig.
Trainer: Johannes Nygard.
Tore:
0:1 (00:38) Bowles (Gnyp)
0:2 (04:01) Bowles (Gallant)
0:3 (21:37) Ilestedt (McCallum, Schmidt)
1:3 (30:17) Pfleger (Schiemenz, Harper)
1:4 (36:16) Mühlbauer (Gnyp, Plouffe)
2:4 (44:15) Volek (Preto, Marcinew – PP1)
3:4 (46:13) Keussen (Harper – PP1)
3:5 (57:23) Gallant (Gnyp, Sezemsky)
3:6 (59:37) Billich (Kiefersauer, Mühlbauer – EN)
Schüsse: 25:21.
Strafminuten: 2:8.
Zuschauer: 2119.
Schiedsrichter: Klein / Wölzmüller – Linienrichter: Borger / Kontny.
Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, über das Spiel.
Foto: Chuc.de