Aufholjagd fortgesetzt: EC besiegt Landshut 2:1 nach Penaltyschießen
Zweiter Sieg in Folge. Der EC Bad Nauheim hat am 11. DEL2-Spieltag die Aufholjagd fortgesetzt. In einem packenden Match besiegten die Roten Teufel am Freitagabend vor 2438 Zuschauern den EV Landshut mit 2:1 (0:1, 0:0, 1:0 – 1:0) nach Penaltyschießen. Joel Keussen hatte in der regulären Spielzeit den Ausgleichstreffer erzielt, den entscheidenden Penalty versenkte Matt Marcinew und sicherte den Extrapunkt.
Ohne McPherson: Die EC-Verletztenmisere setzt sich fort. Mit Allan McPherson hat es den dritten Import-Profi erwischt. Der 35-jährige Kanadier zog sich im Training eine Oberkörperblessur zu. Neben Jordan Hickmott fehlte auch weiterhin Sebastian Cimmerman. Backup-Keeper Ramon Hupf, Verteidiger Jesse Kauhanen sowie Angreifer Justin Volek kehrten ins Lineup zurück. Der EVL musste auf Ex-Teufel Alexander Dersch (Schnittverletzung) verzichten.
Der Spielfilm: Wenig auszusetzen gab es am Auftreten (13:6 Torschüsse) der Gastgeber im Auftaktdrittel – einzig, es fehlte die Effizienz. Marco Pfleger hatte die besten Gelegenheiten auf der Kelle: Einmal scheiterte der Flügelstürmer im Powerplay am bereits liegenden Torwart Stepan Lukes (12.), dann verhinderte der Innenpfosten (18.) einen EC-Treffer. Wie es funktioniert, zeigten die Landshuter: Bad Nauheim brachte die Scheibe nicht aus der Defensiv-Zone, Top-Scorer Tor Immo bediente David Stieler, der zur schmeichelhaften 1:0-Führung (16.) traf.
Die Intensität blieb hoch. Es entwickelte sich ein ausgeglichener, hart umkämpfter Mittelabschnitt. Die aussichtsreichste Chance der Hausherren erarbeitete sich Justin Volek (35.) mit einer Einzelaktion, doch der Puck schrammte am Kasten vorbei.
Mit zwei Breaks startete der Schlussdurchgang. Erst blieb Kuhn Sieger im Eins-gegen-eins-Duell mit Immo, dann steuerte Volek allein auf Lukes zu, doch der 30-jährige Torwart-Routinier hielt die Null. Im Sturm tauschten Pierre Preto und Stephen Harper die Reihen, der angeschlagene Julian Kornelli verfolgte die letzten Minuten abseits der Eisfläche. Verdienter Lohn in der 52. Spielminute: Cedric Schiemenz legte für Joel Keussen und der Verteidiger hämmerte das Spielgerät kompromisslos in die Maschen.
Im Penaltyschießen waren Marc-Olivier Roy und Charlie Sarault erfolgreich, ehe Marcinew im achten Versuch das Game-Winning-Goal erzielte.
Das sagt Kevin Gaudet: „Es war Kampf pur. Wir haben ein gutes erstes Drittel gespielt und sind am Torhüter der Landshuter verzweifelt. Wir haben gearbeitet und gearbeitet, denn wir brauchen jeden Punkt. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wieder geht ein großes Dankeschön an unsere Zuschauer.“
EC Bad Nauheim: Kuhn – Erk, Keussen, Maginot, Tiffels, Pruden, Lemke, Kauhanen – Harper, Sarault, Marcinew, Schiemenz, Kornelli, Volek, Preto, El-Sayed, Pfleger, Jakovlev, Root, Bußmann.
Trainer: Kevin Gaudet.
EV Landshut: Lukes – Bergman, Andreas Schwarz, Serikow, Jobke, Has, Mayer, Stümpel – Gaus, Voit, Park, Tobias Schwarz, Roy, Gooch, Immo, Stieler, Lindberg, Elsner, Zikmund, Mayenschein.
Trainer: Uwe Krupp.
Tore:
0:1 (15:31) Stieler (Immo, Has)
1:1 (51:21) Keussen (Schiemenz, Pfleger)
2:1 Marcinew (Penalty)
Schüsse: 31:16.
Strafminuten: 0:4.
Zuschauer: 2438.
Schiedsrichter: Otten / Engelmann – Linienrichter: Kontny / Musga.
Hier könnt ihr die Highlights anschauen.
So hat unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, das Spiel gesehen.
Foto: Chuc.de