Aufholjagd fortsetzen: Rote Teufel empfangen am Freitag den EV Landshut – Am Sonntag geht’s nach Düsseldorf
Zwei anspruchsvolle Aufgaben, zwei Traditionsduelle und ein klares Ziel: Der EC Bad Nauheim will am kommenden Wochenende die nächsten Schritte aus dem Tabellenkeller machen. Am Freitag (19:30 Uhr) empfangen die Roten Teufel den EV Landshut, in Düsseldorf wartet am Sonntag (15:00 Uhr) beim aktuellen Spitzenreiter das nächste Traditionsduell. An den DEL2-Spieltagen Nummer 11 und 12 geht es darum, den frischen Schwung zu nutzen und weitere wichtige Punkte zu sammeln.
Der 5:0-Heimsieg gegen Aufsteiger Memmingen Indians war ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Nach sieben Niederlagen in Serie feierten die Roten Teufel nicht nur den ersten Drei-Punkte-Sieg der Saison, sondern überzeugten auch mit einer starken Mannschaftsleistung und fünf eigenen Treffern. Umso wichtiger ist es, die positive Energie aus diesem Erfolg mitzunehmen, Selbstvertrauen zu tanken und die Aufholjagd mit Leidenschaft, Konsequenz und Geschlossenheit fortzusetzen.
„Wir wollen noch zielstrebiger und kaltschnäuziger auftreten, gleichzeitig dem Gegner weniger Angriffsfläche bieten. Unser Ziel ist es, die Fans mitzunehmen und das Stadion zum Kochen zu bringen“, gibt sich Garret Pruden kämpferisch.Torjäger Jordan Hickmott fehlt bekanntlich noch mehrere Monate. Ob der zuletzt fehlende Sebastian Cimmerman eine Option für das Wochenende werden könnte, ist noch offen.
EVL mit breiter Brust: Mit breiter Brust, resultierend aus einem Sechs-Punkte-Wochenende, reist der EV Landshut an den Kurpark. Die Truppe von Stanley-Cup-Sieger Uwe Krupp verfügt über große Offensiv-Qualitäten, defensiv haperte es teilweise in den Anfangswochen der noch jungen Saison. Maximilian Brandl, der Ex-Teufel und Geschäftsführer Sport der Niederbayern, forderte in der regionalen Presse: „Wir müssen 60 Minuten konstantes Eishockey spielen – ohne Schwächephasen.“
Der Schwede Tor Immo ist mit 13 Punkten der Top-Scorer des Tabellenvierten. Wenn der neu getunte EVL-Mannschaftsbus am Colonel-Knight-Stadion vorfährt, gibt es auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen EC-Verteidiger Alexander Dersch.
DEG mit Startrekord: Auf Wolke 7 schwebt die Düsseldorfer EG. Coach Harry Lange hat mit den Rheinländern aus den ersten zehn Spielen zehn Siege geholt und eine neue DEL2-Rekordmarke aufgestellt. Der langjährige DEL-Club thront momentan unangefochten an der Spitze des Klassements (27 Zähler).
Mit den Nordamerikanern Carter Turnbull (16 Punkte), Corey Mackin (14) und Erik Bradford (13) befinden sich gleich drei DEG-Profis unter den Top-Ten der DEL2-Scorerliste. Eine rot-weiße Vergangenheit haben die Düsseldorfer Niklas Lunemann, Nico Geitner, Fabian Herrmann, Leon Niederberger sowie Kevin Orendorz.
Aufgrund des längeren Ausfalls von Torhüter Jonas Langmann statteten die Westdeutschen kürzlich Nico Pertuch mit einer Förderlizenz aus. Das Debüt in Bietigheim verlief für den 21-Jährigen hochgradig unglücklich: Nach nur vier Sekunden musste das junge Talent den Puck passieren lassen und kassierte damit den schnellsten (Gegen-)Treffer der DEL2-Historie.
Foto: Chuc.de