Comeback bleibt unbelohnt: 2:4-Niederlage in Ravensburg
Am Freitagabend musste sich der EC Bad Nauheim bei den Ravensburg Towerstars geschlagen geben. In der CHG Arena unterlagen die Roten Teufel mit 2:4 (0:1, 2:1, 0:2). Die Hessen zeigten zwar enorme Moral und glichen einen Zwei-Tore-Rückstand im Mittelabschnitt zwischenzeitlich aus, kehrten am Ende jedoch ohne Zählbares aus Oberschwaben zurück.
Pfleger-Debüt und El-Sayed-Rückkehr: Headcoach Kevin Gaudet durfte ein neues Gesicht in seinen Reihen begrüßen: Marco Pfleger, der unter der Woche mit einem Try-Out-Vertrag bis zur Deutschland-Cup-Pause verpflichtet wurde, feierte sein Debüt im rot-weißen Trikot. Zudem meldete sich Marc El-Sayed nach überstandener Blessur rechtzeitig für das schwere Auswärtsspiel wieder fit und kehrte in das Lineup zurück.
Der Spielfilm: Bis zum ersten Powerbreak sahen die Fans eine flüssige Partie mit kaum Unterbrechungen. Es ging munter hin und her, wobei Bad Nauheim versuchte, das Spiel lang zu machen und mit schnellen Vorstößen auf Konter setzte. Dann schlug die Stunde der Hausherren: Das erste Powerplay der Towerstars brachte den Rückstand für die Roten Teufel. Mark Rassell zog die Aufmerksamkeit der Nauheimer Defensive auf sich, sodass der Puck schließlich bei Odeen Tufto landete, der eiskalt zum 1:0 (18.) vollendete.
Im Mittelabschnitt drängten die Teufel vehement auf den Ausgleich. Ravensburg zeigte sich abgeklärter und erhöhte durch Ryan Odude auf 2:0 (27.). Doch die Kurstädter verdauten den Schock glänzend und schlugen eindrucksvoll zurück: Joel Keussen verkürzte per Rebound auf 1:2 (30.). Nur wenig später schlug der EC im Powerplay zu. Gerade einmal sieben Sekunden war die Überzahl alt, da stocherte Pierre Preto die Scheibe zum umjubelten 2:2-Ausgleich (31.) über die Linie. Ein weiteres Powerplay ließen die Hessen jedoch ungenutzt liegen, und stattdessen musste Keussen kurz vor der Sirene in die Kühlbox.
Die Ravensburger nutzten die verbleibenden Sekunden ihrer Überzahl im letzten Drittel optimal aus und gingen durch den zweiten Powerplay-Treffer von Tufto erneut in Führung (42.). Bad Nauheim war nun wieder gefordert, konnte aber ein eigenes Powerplay nicht in Zählbares umwandeln. Stattdessen setzten die Hausherren den entscheidenden Nadelstich: Nikita Kessler schloss einen Konter per Rückhand ab und machte mit dem 4:2 (54.) den Deckel drauf. Auch ein zusätzlicher Feldspieler, den Kevin Gaudet in der Crunchtime zugunsten seines Torhüters aufs Eis schickte, konnte die Niederlage nicht mehr abwenden.
Das sagt Kevin Gaudet: „Die Geschichte endet nicht. Wir haben Verletzungspech. Ich wiederhole mich: Wir müssen Fehler vermeiden. Jedes Mal, wenn wir eine Strafe kassieren, müssen wir dafür bezahlen. Wir haben nicht aufgegeben und uns zurückgekämpft, dann machen wir Fehler. Wir hatten Chancen auf Punkte und sind gut dabei, müssen dann aber für die Fehler büßen.“
Ravensburg Towerstars: Fiedler – Schütz, Mass, Pfaffengut, Sezemsky, Hempel, Odude, Merkl – Struthers, Fonteyene, Czarnik, Rassel, Tufto, Latta M., Latta I., Reichel, Kessler, Mrazek, Gerg, Sarto.
Trainer: Johan Pennerborn.
EC Bad Nauheim: Kuhn – Maginot, Tiffels, Erk, Keussen, Lemke, Pruden, Kauhanen – Kornelli, Sarault, Volek, Preto, McPherson, Pfleger, Jakovlev, El-Sayed, Schiemenz, Root.
Trainer: Kevin Gaudet.
Tore:
1:0 (17:17) Tufto (Sezemsky, Kessler – PP1)
2:0 (26:42) Odude (Struthers, Czarnik)
2:1 (29:40) Keussen (Sarault, Volek)
2:2 (30:58) Preto (Volek, Keussen – PP1)
3:2 (41:30) Tufto (N. Latta, Rassell – PP1)
4:2 (53:52) Kessler (Sezemsky)
Schiedsrichter: Moosberger / Gebei – Linienrichter: Jung / Jürgens.
Strafminuten: Ravensburg 10, Bad Nauheim 10.
Schüsse: 31:25.
Zuschauer: 2399.
Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung.
Foto: Kim Enderle