Cool, konzentriert, clever: Glatter 4:1-Sieg in Landshut

Das ist der Wahnsinn: Die Roten Teufel gewinnen das sechste Auswärtsspiel in Folge. Das 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) beim EV Landshut war zudem völlig verdient. „Ab der zehnten Minute haben wir ein tolles Spiel hingelegt. Ich bin sehr einverstanden mit unserer Leistung“, so lautete das Fazit von Trainer Harry Lange zum selbstbewussten Auftritt der Rot-Weißen vor 2398 Zuschauern. Imponierend einmal mehr, dass der EC Bad Nauheim (ohne den angeschlagenen Mick Köhler) einen frühen Rückstand wegsteckte. Zudem bot Torwart Philipp Maurer in seiner Heimatstadt eine souveräne Vorstellung. „Man muss das anerkennen. Bad Nauheim hat prima gespielt“, sagte der Landshuter Trainer Leif Carlsson.

Das Duell der beiden Traditionsvereine begann schwungvoll. Landshut wollte die Niederlage vom Dienstag in Kaufbeuren vergessen machen, startete offensiv. Der Lohn stellte sich schnell ein. Sahir Gill, Neuzugang aus Villach, bediente Thomas Mühlbauer, der nach sechs Minuten Philipp Maurer  mit einem trockenen Schuss überlistete. Die Fans jubelten, der ECN konterte. Eiskalt. Jerry Pollastrone bediente Tobias Wörle, der nur 129 Sekunden nach dem Führungstreffer der Hausherren egalisierte. Der Routinier fackelte nicht lange und vollendete zum 1:1. In der Folge überstanden beide Teams ein Unterzahlspiel problemlos, und so ging es in die Kabine.

Zu Beginn des zweiten Drittels begannen die Landshuter mit Elan. Die Hausherren machten Druck, der ECN konterte mit Effizienz. In Person von Taylor Vause, der nach Zuspiel von Robin van Calster clever die Scheibe hielt und dann per Rückhandschuss vollendete – 1:2. Die Niederbayern drängten sofort nach diesem Treffer mit Vehemenz auf den Ausgleich. Das Publikum jubelte, als der Schwede Andrée Hult zum vermeintlichen Ausgleich traf. Doch die Referees bemühten den Videobeweis und gaben den Treffer nicht. Zu Recht, denn der Puck hatte die Torlinie nicht überschritten, zudem hatte Nauheims Keeper Maurer in der Rettungsaktion das Gehäuse zuvor unfreiwillig verschoben. Es blieb bei der knappen Führung der Rot-Weißen, die am Ende des zweiten Abschnitts dem dritten Treffer sehr nahe waren. Jerry Pollastrone vergab die beste Möglichkeit, so gingen die Teams beim Stande von 1:2 in die Kabinen.

Mit einem Doppelschlag zu Beginn der letzten 20 Minuten bog der ECN in die Siegesspur ein. Kevin Schmidt traf zunächst platziert zum 1:3, dann vollendete Jerry Pollastrone mit all seiner Routine einen eleganten Sololauf mit dem 1:4. Das war die Entscheidung. Landshut kam kaum noch zum Zug. Zwar traf Verteidiger Robin Weihager noch mal das Gestänge, aber Bad Nauheim spielte souverän und ließ nichts mehr anbrennen.

EV Landshut: Schmidt – Dotzler, Weihager, Brückner, Dersch, Kronthaler, Martens – Holzmann, Hult, Pfleger, Mühlbauer, Gill, Alderson, Kornelli, Forster, Bruch, Baßler.

Trainer: Leif Carlsson.

EC Bad Nauheim: Maurer – Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Wachter, Tomas Schmidt, Dobryskin – Pollastrone, Hickmott, Wörle, Keck, Vause, Körner, Herrmann, El-Sayed, Reiter, van Calster, Leon Köhler.

Trainer: Harry Lange.

Tore: 1:0 (5:36) Mühlbauer (Gill, Brückner), 1:1 (7:35) Wörle (Pollastrone, Kevin Schmidt), 1:2 (23:06) Vause (van Calster, Stephan), 1:3 (42:04) Kevin Schmidt (Herrmann, Hickmott), 1:4 (45:28) Pollastrone (Hickmott, Kevin Schmidt – 5:4).

Schiedsrichter: Altmann/Sicorschi. – Linienrichter: Kriebel/van der Heyd.

Strafminuten: Landshut 4, Bad Nauheim 4.

Zuschauer: 2398.

Foto: Christian Fölsner