Okt. 24, 2025 | APP, News

„… dann werden wir auch bald wieder Spiele gewinnen“

„Ich denke, wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Aber wir haben unsere Chancen leider nicht genutzt“, bilanzierte Peter Russell nach der knappen 1:2-Niederlage bei den Eisbären Regensburg. Dennoch blickte der Headcoach zuversichtlich nach vorne: „Wenn wir so weiter spielen, dann werden wir auch bald wieder Spiele gewinnen.“ Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonntag, wenn die Starbulls Rosenheim im Colonel-Knight-Stadion gastieren.

Peter Russell wurde in der Donau-Arena einmal mehr von Adam Mitchell unterstützt. Kapitän Marc El-Sayed, der beim letzten Match in Weißwasser die Rolle des Co-Trainers übernommen hatte, stand wieder auf dem Eis. Sein Debüt im rot-weißen Trikot gab Kevin Bicker. Der Förderlizenzspieler der Löwen Frankfurt stürmte mit der Rückennummer 60 an der Seite von Andrej Bires und Julian Lautenschlager. Es fehlten die verletzten Justin Volek und Patrick Seifert. Nicht im Kader standen zudem Simon Gnyp und Philipp Kuhnekath sowie Taylor Vause als fünfter Kontingentspieler. Rik Gaidel, Tjark Kölsch und Fabian Nifosi waren für die Herne Miners im Einsatz.

Die Partie der beiden Tabellennachbarn begann fahrig. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten prägten das Bild, wobei Regensburg nach dem Powerbreak besser zu seinem Rhythmus fand und erste Chancen durch Yuma Grimm und Pierre Preto kreierte. Der Führungstreffer lag in der Luft und fiel dann auch. Nach feinem Zuspiel von Guillaume Naud traf Nikolai Gajovsky mit seinem ersten Saisontreffer in der 13. Minute per Direktschuss zum verdienten 1:0. „Wir müssen einfach mehr Gas geben“, sagte der Ex-Regensburger Xaver Tippmann im Interview zur ersten Pause.

Tatsächlich entfachten die Roten Teufel mit Beginn des Mitteldrittels mehr offensiven Druck. Jonas Neffin im Tor der Regensburger bewahrte sein Team vor einem Gegentreffer ebenso wie auf der Gegenseite Jerry Kuhn. Der Routinier rettete gegen den frei stehenden Donat Peter spektakulär. Dann musste sich der EC knapp zwei Minuten in doppelter Unterzahl erwehren, weil Lukas Ribarik und Zach Kaiser kleine Strafen kassierten. Diese heikle Phase überstanden die Rot-Weißen mit viel Leidenschaft.

Und dann jubelte Lukas Ribarik, der im Nachsetzen den Puck über die Linie beförderte. Doch die Schiedsrichter überprüften die Szene per Videobeweis und kamen zu dem Urteil, dass der Puck – unter dem Körper von Neffin – nicht mehr frei bespielbar gewesen sei. Pech für den EC, der quasi in der nächsten Szene den nächsten Nackenschlag hinnehmen musste. Der Schuss von Bryce Kindopp landete kurz hinter der Linie. 2:0 nach 38 Minuten und drei Sekunden! 35 Sekunden später wurde der EC für seine Bemühungen belohnt. Justin MacPherson traf nach Vorarbeit von Parker Bowles aus dem Gewühl heraus zum Anschlusstreffer und nährte damit die Hoffnung auf eine Wende.

Im letzten Abschnitt agierten die Gastgeber betont defensiv. Der EC scheiterte mehrmals an dem aufmerksamen Neffin und nahm kurz vor dem Ende Jerry Kuhn vom Eis. Doch alle Versuche, den Ausgleich mit einem zusätzlichen Feldspieler zu erzielen, blieben erfolglos. 

Eisbären Regensburg: Neffin – Zerressen, Mähler, Giles, Naud, Demetz, Weber, Merkl – Preto, Trivino, Morley, Grimm, Peter, Kindopp, Slezak, Payeur, Gajovsky, Jirgensons, Angaran.
Trainer: Peter Flache.

EC Bad Nauheim:
Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Bidoul, Tippmann – Bengtsson, Koch, Hickmott, Bicker, Bires, Lautenschlager, Bowles, Kaiser, Jakovlev, Ribarik, El-Sayed, Handschuh.
Trainer: Peter Russell.

Tore:

1:0 (12:57) Gajovsky (Naud, Slezak)

2:0 (38:03) Kindopp (Grimm, Payeur)

2:1 (38:38) Justin MacPherson (Bowles, Kaiser)

Schiedsrichter: Kohlmüller/Haupt – Linienrichter: Tschirner/Huber.

Strafminuten: Regensburg 2, Bad Nauheim 8.

Schüsse: 23:40.

Zuschauer: 4253.

Foto: Melanie Feldmeier