Doppelschlag bringt die Wende: Teufel entführen drei Punkte aus Dresden
Der EC Bad Nauheim hat die perfekte Antwort auf die jüngste Niederlage gegeben und am 13. DEL2-Spieltag einen hart umkämpften Auswärtssieg errungen. Vor 4.008 Zuschauern in der JOYNEXT Arena bezwangen die Roten Teufel am Freitagabend die Dresdner Eislöwen mit 2:1 (0:0, 2:1, 0:0). Ein blitzschneller Doppelschlag im Mittelabschnitt und eine aufopferungsvolle Defensivleistung im Schlussdrittel reichten den Hessen, um drei Punkte aus Elbflorenz mit in die Wetterau zu nehmen.
Pfleger fest verpflichtet: Schon vor dem ersten Bully gab es im Lager der Kurstädter erfreuliche Personalnachrichten. Der EC Bad Nauheim gab am Nachmittag bekannt, dass der Try-Out-Vertrag von Marco Pfleger vorzeitig verlängert wurde. Der routinierte Offensivspieler bleibt den Hessen damit bis zum Saisonende erhalten.
Der Spielfilm: Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene und intensive Partie, in der sich beide Teams keinen Zentimeter Eis schenkten. Ein torloses erstes Drittel spiegelte den defensiv disziplinierten Auftritt beider Mannschaften wider. Lediglich ein paar kleinere Nickligkeiten sorgten für vereinzelte Unterbrechungen.
Im Mittelabschnitt nahm die Begegnung dann richtig Fahrt auf. Zunächst jubelten die Hausherren, als Tyson Spink die Eislöwen nach Vorarbeit seines Zwillingsbruders Tylor und Oliver Granz in Führung brachte (25.). Doch die Rot-Weißen zeigten sich unbeeindruckt und antworteten mit einem famosen Doppelschlag: Nach einem perfekten Zuspiel von Pierre Preto bei einem Konter nahm Matt Marcinew ganz genau Maß und besorgte den 1:1-Ausgleich (32.). Die Dresdner hatten sich noch gar nicht richtig geschüttelt, da klingelte es nur 19 Sekunden später erneut. Cedric Schiemenz zog geschickt gleich zwei Verteidiger auf sich, die Scheibe landete bei Stephen Harper, der nicht lange fackelte und das Spiel zur 2:1-Führung (32.) für die Kurstädter drehte.
Mit mächtig Druck kamen die Sachsen ins letzte Drittel. Die Dresdner Schlussoffensive rollte nahezu unaufhaltsam auf das von Julius Schulte gehütete EC-Gehäuse zu, doch die Teufel verteidigten mit unglaublicher Leidenschaft, hielten den Gegner klug an den Banden und warfen sich in jeden Schuss. Als Eislöwen-Coach Bohuslav Subr knapp anderthalb Minuten vor der Schlusssirene seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, brannte es noch einmal lichterloh. Doch Bad Nauheim hielt der Belagerung stand und brachte den enorm wichtigen Auswärtssieg dank bedingungslosem Einsatz über die Zeit.
Das sagt Kevin Gaudet: „Wir haben gewusst, dass es heute schwer wird. Um hier zu gewinnen, musste alles passen. Wir haben uns gut verkauft, konnten nach dem ersten Drittel mit dem 0:0 zufrieden sein. Der Schlüsselmoment war für mich der Ausgleichstreffer. Nach dem 2:1 hatten wir das Momentum und hätten die Führung ausbauen können. Dann haben wir im letzten Drittel einen Kampf abgeliefert, Schulte hat es herausragend gemacht und wir können drei Punkte mit nach Hause nehmen.“
Dresdner Eislöwen: Hegmann – Suvanto, McKinnon, Kreutzer, Granz, Riedl, Konze, Krüger – Ahlroth, Heleweka, Nijenhuis, Tyson Spink, Tylor Spink, Buschbeck, Gorcik, Andres, Fox, Hendreschke, LeBlanc, Knobloch.
Trainer: Bohuslav Subr.
EC Bad Nauheim: Schulte – Erk, Keussen, Maginot, Tiffels, Pruden, Lemke – Preto, Sarault, Marcinew, Harper, Schiemenz, Pfleger, Jakovlev, El-Sayed, Volek, Bußmann.
Trainer: Kevin Gaudet.
Tore:
1:0 (24:33) Tyson Spink (Tylor Spink, Granz)
1:1 (31:25) Marcinew (Preto)
1:2 (31:44) Harper (Schiemenz)
Schiedsrichter: Gawlik / Moosberger – Linienrichter: Cepik / Ernst.
Strafminuten: Dresden 2, Bad Nauheim 4.
Schüsse: 30:19.
Zuschauer: 4.008.
Foto: Julia Peter