Duell der Teufel um den Klassenerhalt: Kevin Gaudets Kaltstart in der Oberpfalz
Zum Auftakt der „Best-of-Seven“-Serie in den DEL2-Playdowns warten auf die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim die Blue Devils aus Weiden. Am Freitag (20:00 Uhr) reisen die Kurstädter in die knapp 370 Kilometer entfernte Hans-Schröpf-Arena. Es folgt das erste Heimspiel am Sonntagabend (18:30 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion, bevor es bereits am nächsten Mittwoch (20:00 Uhr) zum zweiten Mal in die Oberpfalz geht.
Nach einer turbulenten Hauptrunde, die der ECN auf dem 13. Tabellenplatz abschloss, wurde drei Tage vor Serienstart die Reißleine gezogen: Kevin Gaudet übernimmt das Kommando an der Bande und soll den drohenden Abstieg verhindern. Während Bad Nauheim erst am letzten Spieltag das Heimrecht an die Blue Devils verlor, herrscht beim Gegner Aufbruchstimmung unter dem neuen Coach Alan Letang, der Mitte Februar das Amt von Sebastian Buchwieser übernahm.
Um den Fokus voll auf das erste Endspiel zu richten, bereitet Gaudet die Mannschaft mit intensiven Einheiten auf die hitzige Atmosphäre in Weiden vor. Viel Zeit für taktische Experimente bleibt nicht, es zählt der sofortige „Gaudet-Effekt“.
Die medizinische Abteilung und der Disziplinarausschuss diktieren das Nauheimer Aufgebot. Besonders schmerzhaft: Taylor Vause fehlt nach seinem Mittelhandbruch weiterhin und wird in dieser Saison wohl nicht mehr eingreifen können. Zudem muss Ryan Olsen zusehen; der physisch starke Stürmer wurde nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe für vier Partien gesperrt und fehlt damit am gesamten ersten Playdown-Wochenende sowie in Spiel drei am nächsten Mittwoch. Die Hoffnungen ruhen nun verstärkt auf Neuzugang Kyle Bollers, der Ende Februar aus Bayreuth kam, um die Offensive zu beleben.
Die Blue Devils sicherten sich durch einen Overtime-Sieg am 52. Spieltag den zwölften Platz und damit das wichtige Heimrecht. Doch auch die Oberpfälzer sind nicht sorgenfrei: Top-Scorer Alex-Olivier Voyer (34 Punkte) kassierte im letzten Hauptrundenspiel eine Spieldauerstrafe wegen eines Bandenchecks und ist für das Auftaktmatch am Freitag gesperrt.
Dennoch ist der Kader der „Blauen Teufel“ gefährlich. Mit Paul Vinzens steht der frisch gekürte „U21-Förderspieler des Jahres“ im Aufgebot, der mit 17 Scorerpunkten eine herausragende Saison spielte. In der Defensive setzen die Weidener auf Kontinuität und verlängerten erst kürzlich den Vertrag mit Leistungsträger Tommy Muck. Bitter für Weiden: Allrounder Vladislav Filin fällt nach einer schweren Verletzung für den Rest der Saison aus.
Die bisherigen Saisonvergleiche waren knappe Angelegenheiten: Beide Teams konnten jeweils zwei Spiele für sich entscheiden. Es ist angerichtet für eine Serie, in der Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden können.
Foto: Chuc.de