Ein Krimi zum Auftakt – EC erkämpft zwei Punkte
Zum Auftakt gleich ein Krimi: Die Roten Teufel und der EHC Freiburg begegneten sich am ersten Spieltag der neuen Saison auf Augenhöhe, und so stand es nach der regulären Spielzeit und auch nach der spannenden Verlängerung leistungsgerecht 3:3. Im fälligen Penaltyschießen trafen Andrej Bires und Jordan Hickmott für die Gastgeber. Auf der anderen Seite ließ sich der starke Jerry Kuhn lediglich vom Finnen Eero Elo überwinden, so dass die Mannschaft von Peter Russell mit 4:3 die Oberhand behielt und zwei Punkte einheimste. Sehr zur Freude der 2512 Fans, die das Team lautstark unterstützt hatten und nach dem glücklichen Ende ihre Mannschaft feierten.
„Ich bin froh über den Sieg und die beiden Punkte“, sagte Peter Russell, der durchaus zufrieden war mit der Darbietung seiner Mannschaft: „Man muss sehen, dass wir eine neu formierte Truppe haben. Das braucht Zeit“, resümierte der Schotte und lobte ausdrücklich Keeper Jerry Kuhn: „Er hat im zweiten Drittel zwei überragende Szenen gehabt und insgesamt eine prima Leistung geboten.“
Bemerkenswert zudem: Youngster Raphael Jakovlev wurde von den Fans gefeiert und durfte eine zusätzliche Ehrenrunde drehen. Er hatte nicht nur den wichtigen Treffer zum 2:1-Zwischenstand erzielt. Der Neuzugang aus Köln fühlte sich in der Reihe mit Kapitän Marc El-Sayed (zwei Assists) und Kevin Handschuh offensichtlich wohl und hatte auch Anteil an Treffer Nummer drei. Den erzielte Lua Niehus mit einem Schlenzer von der blauen Linie. Jakovlev hatte sich in dieser Szene vor Freiburgs Keeper Patrik Cerveny aufgebaut und diesem die Sicht versperrt.
Dass der EC nach der 3:2-Führung den knappen Vorsprung nicht ins Ziel retten konnte, lag natürlich auch an den Freiburgern, die zu Begin des letzten Drittels noch Glück hatten, als Davis Koch nur knapp das möglicherweise vorentscheidende 4:2 knapp verpasste. Danach allerdings übernahmen die Breisgauer die Initiative, agierten druckvoll und wurden mit dem 3:3 durch Julian Airichs Abstauber in der 55. Minute belohnt.
In der Overtime verbuchte der EC Vorteile, kam sogar nach einer Strafzeit gegen Sameli Ventelä für 43 Sekunden ins Powerplay, aber es blieb beim Remis. So ging es ins Penaltyschießen, das der EC unter dem Jubel der Fans für sich entscheiden konnte.
EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Gnyp, Erk, Pruden, Bidoul, Niehus, Nifosi – Volek, Koch, Hickmott, Bowles, Bires, Lautenschlager, Ribarik, Vause, Kuhnekath, Jakovlev, El-Sayed, Handschuh.
Trainer: Peter Russell.
EHC Freiburg: Cerveny – Ventelä, Trinkberger, De Los Rios, Heider, Kühnhauser, Schindler – Ilestedt, Schwamberger, Elo, Kretschmann, Ewanyk, Pekar, Airich, Streu, Mühlbauer, Billich, Bechtold.
Trainer: Martin Stloukal.
Tore:
0:1 (04:45) Elo (Ewanyk – 5:4)
1:1 (08:07) Hickmott (Bowles, MacPherson – 5:4)
2:1 (13:34) Jakovlev (El-Sayed)
2.2 (27:36) Elo (Ventelä, Ewanyk – 5:4)
3:2 (28:49) Niehus (El-Sayed, Bidoul)
3:3 (54:34) Airich (Heider, Streu)
4:3 (Penalty) Hickmott
Schiedsrichter: Cespiva/Heffner – Linienrichter: Behrendt/Rieneck.
Strafminuten: Bad Nauheim 18, Freiburg 22.
Schüsse: 31:30.
Zuschauer: 2512.
Das sagt unser Medienpartner Wetterauer Zeitung zum heutigen Spiel.
Hier sind einige Impressionen der Partie (Fotos: Chuc.de):