Kalte Dusche am Rhein: Teufel unterliegen in Düsseldorf
Nichts zu holen beim Spitzenreiter: Der EC Bad Nauheim hat am 12. DEL2-Spieltag eine deutliche Auswärtsniederlage kassiert. Vor 6.650 Zuschauern im PSD Bank Dome unterlagen die Roten Teufel der Düsseldorfer EG am Sonntagnachmittag mit 1:6 (0:4, 1:1, 0:1). Nach dem Fehlstart war die Partie gegen den dominanten Tabellenführer bereits im ersten Drittel vorentschieden, sodass die Hessen ohne Zählbares die Heimreise antreten mussten.
Verletzungspech hält an: Headcoach Kevin Gaudet musste seine Reihen vor der Herkulesaufgabe im Rheinland erneut umbauen. Allan McPherson fehlte nach einer Oberkörperverletzung, die er sich am Donnerstag im Training zugezogen hatte. Zudem pausierte Julian Kornelli aufgrund einer Blessur aus dem harten Freitagsspiel gegen Landshut.
Der Spielfilm: Die Partie hatte kaum begonnen, da musste EC-Keeper Jerry Kuhn den Puck bereits nach acht Sekunden aus dem Netz fischen – Corey Mackin hatte die Hausherren blitzartig in Front gebracht (1.). Der Tabellenführer drückte aufs Tempo und schlug keine 120 Sekunden später durch Max Hense zum 2:0 (3.) zu. Noch vor dem ersten Powerbreak erhöhte Ville Järveläinen auf 3:0 (8.). Kevin Gaudet reagierte und brachte Julius Schulte für Kuhn zwischen die Pfosten. Doch das Unheil nahm weiter seinen Lauf: Die erste Überzahlsituation für die Roten Teufel mündete in einem eiskalten Konter der Hausherren, den Jason Bast per Shorthander zum 4:0-Pausenstand (11.) vollendete.
Im zweiten Durchgang schraubte die DEG das Ergebnis früh weiter in die Höhe. Marian Pischoff traf zum 5:0 (23.). Verteidiger Marius Erk musste wegen eines Checks gegen den Kopf- oder Nackenbereich (32.) das Eis vorzeitig verlassen. In eigener Überzahl verkürzte Pierre Preto nach Vorarbeit von Charlie Sarault und Kevin Maginot auf 1:5 (38.).
Im letzten Durchgang verwalteten die Düsseldorfer das Ergebnis souverän und ließen defensiv nichts mehr anbrennen. Die Teufel bemühten sich um Schadensbegrenzung, mussten kurz vor Schluss jedoch noch einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Matt Marcinew saß wegen Spielverzögerung auf der Strafbank, als Carter Turnbull das Powerplay der DEG eiskalt ausnutzte und den 6:1-Endstand (59.) perfekt machte.
Das sagt Kevin Gaudet: „Es ist verdammt schwer, zehn Spiele in Folge zu gewinnen, und wir wissen heute, warum Düsseldorf dazu in der Lage war. Wir haben früh Fehler gemacht und lagen dann schnell 0:2 hinten. Das ist kein Erfolgsrezept gegen einen Tabellenführer. Heute war der Gegner in jedem Bereich besser und wir müssen unsere Lehren daraus ziehen.“
Düsseldorfer EG: Pertuch – Blumenschein, Faber, Balinson, Bodnarchuk, Hammond, Fischer, Hense – Herrmann, Mackin, Turnbull, Järveläinen, Bradford, Kemp, Niederberger, Bast, O’Donnel, Münzenberger, Späth, Pischoff.
Trainer: Harry Lange.
EC Bad Nauheim: Kuhn (ab 8. Schulte) – Maginot, Tiffels, Erk, Keussen, Pruden, Lemke, Kauhanen – Harper, Schiemenz, Pfleger, Jakovlev, Sarault, Marcinew, Preto, El-Sayed, Volek, Bußmann.
Trainer: Kevin Gaudet.
Tore:
1:0 (00:08) Mackin (Turnbull, Blumenschein)
2:0 (02:08) Hense (Niederberger, Bast)
3:0 (07:03) Järveläinen (Herrmann, Balinson)
4:0 (10:42) Bast (Niederberger – SH1)
5:0 (22:46) Pischoff
5:1 (37:34)
Preto (Sarault, Maginot – PP1)
6:1 (58:15) Turnbull (Faber, Mackin – PP1)
Schiedsrichter: Schütz / Klijberg – Linienrichter: Dietrich / Herklotz.
Schüsse: 34:16
Strafminuten: Düsseldorf 4, Bad Nauheim 4 (+ Spieldauerdisziplinarstrafe Erk).
Zuschauer: 6.650.
Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, zum Spiel.
Foto: Chuc.de