Knappe Auftakt-Niederlage: Teufel unterliegen in Freiburg
Der EC Bad Nauheim ist mit einer knappen Niederlage in die neue DEL2-Saison gestartet. Vor 2406 Zuschauern in der Echte Helden Arena mussten sich die Roten Teufel am Freitagabend bei den Freiburger Wölfen mit 3:4 (1:2, 2:2, 0:0) geschlagen geben. Trotz einer frühen Führung und eines starken Comebacks im Mittelabschnitt reiste das Team von Headcoach Kevin Gaudet ohne Punkte aus dem Breisgau ab. Sein Debüt beim EC feierte der 20-jährige Verteidiger Sali Schollmeyer vom Kooperationspartner aus Krefeld.
Das A-Team: Mit einem neu formierten Führungstrio gingen die Kurstädter in die Partie. Eine neue DEL2-Regel macht es möglich, dass Teams von drei Assistant Captains angeführt werden. Kevin Gaudet benannte Marc El-Sayed, Jordan Hickmott und Joel Keussen, die die Roten Teufel fortan auf dem Eis anführen sollen. Als Vertreter stehen Allan McPherson und Charlie Sarault bereit.
Der Spielfilm: Die Gäste aus Hessen fanden optimal in die Begegnung. Nach nur 84 Sekunden spitzelte Julian Kornelli den Puck am rechten Pfosten durch die Beine von Wölfe-Keeper Christian Schneider zur frühen 1:0-Führung (2.). Bad Nauheim agierte konzentriert, musste aber vor der Pause einen bitteren Doppelschlag hinnehmen. Zunächst traf Lynden McCallum mit einem satten Schuss zum 1:1-Ausgleich (16.), ehe Nikolas Linsenmaier die Hausherren kurz darauf erstmals in Führung brachte (18.).
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Kurstädter Moral und schlugen eindrucksvoll zurück. In Überzahl besorgte Matt Marcinew den verdienten 2:2-Ausgleich (30.). Keine drei Minuten später jubelte der Gäste-Block erneut: Joel Keussen hämmerte die Scheibe mit einem satten Schuss präzise in den linken Winkel – 3:2 für Bad Nauheim (32.). Doch die Freude währte nur 19 Sekunden. Postwendend schlug Nikolas Linsenmaier mit seinem zweiten Treffer des Abends zurück und stellte auf 3:3. Es kam noch bitterer für die Hessen: Kurz vor der zweiten Sirene nutzte Freiburgs Christoph Kiefersauer eine Überzahlsituation zur erneuten Führung für die Wölfe (40.).
Im Schlussdrittel warfen die Roten Teufel alles nach vorne und drängten vehement auf den Ausgleich, bissen sich jedoch an der Freiburger Defensive die Zähne aus. In der hitzigen Crunchtime ging Kevin Gaudet volles Risiko und nahm Jerry Kuhn zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Schlussoffensive brachte jedoch nicht den gewünschten Ertrag.
Das sagt Kevin Gaudet: „Wir haben einen Traumstart gehabt. Nach der Strafe haben wir den Faden verloren, Freiburg hat Druck gemacht und ist verdient in Führung gegangen. Im zweiten Drittel haben wir ein super Drittel gespielt, aber Freiburg hat zwei Tore gemacht. Am Ende war es ein knappes Spiel, Glückwunsch an die Freiburger.“
EHC Freiburg: Schneider – De Los Rios, Plouffe, Kühnhauser, Sezemsky, Leitner, Gnyp, Klein – Döpfner, Linsenmaier, McCallum, Bowles, Gallant, Mühlbauer, Bechtold, Kiefersauer, Billich, Khaidarov, Steinhauser, Ludwig.
Trainer: Maximilian Deichsetter.
EC Bad Nauheim: Kuhn – Maginot, Tiffels, Erk, Keussen, Schollmeyer, Pruden, Lemke – Preto, McPherson, Hickmott, Kornelli, Sarault, Marcinew, Jakovlev, Schiemenz, Volek, Cimmerman, Bußmann.
Trainer: Kevin Gaudet.
Tore:
0:1 (01:24) Kornelli (Schollmeyer)
1:1 (15:13) McCallum (Döpfner, Gnyp)
2:1 (17:28) Linsenmaier (McCallum)
2:2 (29:09) Marcinew (Sarault, McPherson – PP1)
2:3 (31:36) Keussen (Sarault, Marcinew)
3:3 (31:55) Linsenmaier (Leitner, Döpfner)
4:3 (39:10) Kiefersauer (Billich, De Los Rios – PP1)
Schiedsrichter: Schütz / Heffner – Linienrichter: Wagner / Jung.
Strafminuten: Freiburg 8, Bad Nauheim 6.
Schüsse: Freiburg 22, Bad Nauheim 20.
Zuschauer: 2406.
Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, zum Spiel.
Foto: Stephan Eckenfels