Nächster Rückschlag beim 3:6 gegen die Steelers – Racuk mit Hattrick
„Es ist schwer, mit sechs Gegentoren etwas mitzunehmen. Wir sind sehr frustriert. Wir waren in den ersten Minuten zu offen, hatten zu oft einfache Puckverluste und haben zu viele Konter zugelassen. Die Special Teams waren entscheidend“, bilanzierte EC-Trainer Antti Karhula. Steelers-Coach Alexander Dück sagte: „Am Ende haben die Special Teams, mit denen wir zweimal die Führung ausbauen konnten, den Ausschlag gegeben.“
Mit Förderlizenz-Verteidiger Philipp Bidoul aus Frankfurt traten die Hausherren an. Es fehlten die verletzten Taylor Vause, Patrick Seifert, Sebastian Cimmerman, Rik Gaidel, Julian Lautenschlager und Xaver Tippmann (überzähliger Ü24-Spieler). Die Baden-Württemberger mussten auf Maximilian Söll, Alex Dostie und Benjamin Zientek verzichten.
Déjà-vu nach fünf Minuten: Bietigheims Alexander Preibisch war keine acht Sekunden auf der Strafbank, da klingelte es im Kasten von Jerry Kuhn. Marek Racuk ließ sich nach einem EC-Turnover nicht zweimal bitten, steuerte alleine auf Bad Nauheims Schlussmann zu und vollendete den Shorthander. Wieder eine kalte Dusche für die Roten Teufel, die sich dann bei Kuhn bedanken konnten, der zweimal gegen Cole Fonstad glänzend parierte.
Die Rot-Weißen mühten sich, die Scheibe schnell in die Offensiv-Zone zu bringen. Mit Erfolg – Bidoul passte zu Andrej Bires, der mit einem schnörkellosen Schuss zum 1:1 (11.) traf. Die Freude währte nicht lange. Racuk fälschte freistehend im Slot ab, erneut führte der Aufsteiger (12.). Preibisch legte gegen konsternierte Kurstädter zum 1:3 (16.) nach, und mit dem nächsten Angriff hätte Racuk um Haaresbreite seinen Hattrick perfekt gemacht, scheiterte aber im nächsten Eins-gegen-Eins an Kuhn. Zach Kaiser brachte den strauchelnden EC vor der ersten Drittelpause zurück ins Geschäft – 2:3 (18.).
Durchgang Nummer zwei begann erneut mit einem Teufel-Powerplay, aus dem kein Kapital geschlagen werden konnte. Wie es effektiver geht, zeigten die Steelers, die in Überzahl durch Jack Dugan den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellten (24.). Der wilde Schlagabtausch setzte sich fort. Kaum hatte Justin Volek verkürzt (26.), machte Racuk seinen Hattrick perfekt und markierte das 3:5 (30.).
Die Chance zum erneuten Anschlusstreffer verpassten die Karhula-Schützlinge, denn auch die dritte Überzahl verpuffte. Im Anschluss bot sich den Ellentalern die Möglichkeit, mit einem Feldspieler mehr auf dem Eis den Vorsprung auszubauen, doch das Nauheimer Penaltykilling funktionierte.
Im letzten Drittel fanden die Roten Teufel kein Rezept, um den Steelers-Erfolg noch einmal in Gefahr zu bringen. Als Davis Koch in die Kühlbox geschickt wurde, nutzen die Grün-Weißen ihre numerische Überlegenheit eiskalt und Cole Fonstad sorgte mit dem sechsten Treffer (49.) für die Vorentscheidung. In der Schlussphase brachte Bietigheim den Sieg routiniert über die Zeit.
EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Bidoul – Ribarik, Koch, Hickmott, Kaiser, Bires, Volek, Bengtsson, El-Sayed, Bowles, Jakovlev, Kuhnekath.
Trainer: Antti Karhula.
Bietigheim Steelers: Schmidt – Uplegger, Schüle, Dronia, Sturm, Hochreither, Jiranek – Preibisch, Fonstad, Dugan, Racuk, Kemp, Fischer, Eckl, Kánya, Reisnecker, Rust, Judin.l
Trainer: Alexander Dück.
Tore:
0:1 (04:28) Racuk (Uplegger – SH1)
1:1 (10:19) Bires (Bidoul, Volek)
1:2 (11:51) Racuk (Fischer, Kemp)
1:3 (15:18) Preibisch (Dugan)
2:3 (17:27) Kaiser (Bires, Volek)
2:4 (23:11) Dugan (Uplegger, Fonstad – PP1)
3:4 (25:52) Volek (Bires)
3:5 (29:02) Racuk (Preibisch, Kemp)
3:6 (48:45) Fonstad (Schüle, Dugan – PP1)
Schiedsrichter: Hunnius/Lehmann – Linienrichter: Lamberger/Giesen.
Strafminuten: Bad Nauheim 10, Bietigheim 10.
Schüsse: 28:39.
Zuschauer: 1988.
Foto: Chuc.de