Sep. 28, 2025 | APP, News

Peter Russell: „Wir brauchen Geduld, unser Prozess geht weiter“

Die Roten Teufel bleiben am zweiten DEL2-Wochenende ohne Punkte. Nach dem unglücklichen 3:4 in Krefeld verliert der EC beim Familientag am Sonntagnachmittag mit 2:3 (0:2, 1:1, 1:0) gegen die Ravensburg Towerstars. Justin Volek und Parker Bowles treffen gegen den Aufstiegsaspiranten für die Rot-Weißen. Unter den 2483 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion weilte auch Gaetan „Gates“ Malo mit Familie. Der Franko-Kanadier aus Quebec, der zwischen 1997 und 2001 das Teufel-Trikot mit der Nummer 10 getragen hatte, besucht für drei Tage die Kurstadt.

„Es ist hart, nichts mitzunehmen aus diesem Wochenende. Im ersten Drittel haben wir zu wenig gemacht gegen ein gutes Team, im zweiten Drittel war es besser, das dritte war fantastisch. Wir brauchen Geduld, unser Prozess geht weiter“, meinte Trainer Peter Russell nach der knappen Niederlage gegen seinen ehemaligen Club. Ravensburgs Coach Bo Subr sagte: „Am Ende war es enger, als wir uns das gewünscht hätten. Bad Nauheim ist zweimal zurückgekommen. Wir müssen immer über 60 Minuten ‚scharf‘ bleiben.“

Ohne Förderlizenz-Unterstützung aus Frankfurt gingen die Rot-Weißen in die Partie gegen den amtierenden Vizemeister. Viele Zweikämpfe, wenig Kombinationen, kaum hochkarätige Torchancen. Den Unterschied im ersten Durchgang machte der Scoring-Touch von Ravensburgs Dauerbrenner Robbie Czarnik und DEL-Neuzugang Mark Rassell, der von den Nürnberg IceTigers nach Oberschwaben gewechselt ist. Die beiden Towerstars-Kanadier stellten per Doppelschlag binnen 103 Sekunden die verdiente 2:0-Pausenführung her.

Die Roten Teufel mühten sich, konnten den jungen Nico Pertuch im Gäste-Gehäuse jedoch zu selten in Verlegenheit bringen. Justin MacPhersons abgefälschter Schuss landete am Schoner der Nummer eins, blieb aber vor der Torlinie liegen (32.). Just als Julian Lautenschlager von der Strafbank aufs Eis zurückkehrte, entwickelte sich ein Drei-auf-eins-Gegenstoß, den Justin Volek konsequent vollendete – endlich der Anschlusstreffer für die Kurstädter (38.). Doch die kalte Dusche folgte schnell: Per Rebound stellte Fabio Sarto (39.) noch vor der zweiten Sirene den alten Abstand wieder her.

Bad Nauheim mühte sich um den Anschluss, erarbeitete sich im Schlussdurchgang die ein oder andere Gelegenheit, aber letztlich fehlte es an der Präzision. In Überzahl fasste sich Parker Bowles von der blauen Linie ein Herz, die Scheibe schlug hinter Pertuch im Netz ein und der EC war wieder im Rennen. 1:11 Minuten vor Schluss nahm Peter Russell das Timeout, doch auch mit einem Feldspieler mehr wollte der Ausgleich gegen konzentrierte Gäste nicht mehr gelingen.

EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Gnyp, Erk, Pruden, Nifosi – Bowles, Bires, Lautenschlager, Volek, Koch, Hickmott, Kaiser, Vause, Ribarik, Jakovlev, El-Sayed, Kuhnekath, Handschuh.

Trainer: Peter Russell.

Ravensburg Towerstars: Pertuch – Pfaffengut, Sezemsky, Mass, Jung, Ketterer, Eichinger, Odude – Czarnik, Karlsson, Russell, Nick Latta, Schmid, Voyer, Mrazek, Reichel, Louis Latta, Sarto, Gerg, Kessler.

Trainer: Bo Subr.

Tore:

0:1 (10:33) Czarnik (Pfaffengut, Schmid)

0:2 (12:16) Rassell (Karlsson, Czarnik)

1:2 (37:33) Volek

1:3 (38:55) Sarto (Mrazek, Gerg)

2:3 (55:12) Bowles (Koch – PP1)

Schiedsrichter: Klein/Engelmann – Linienrichter: Van Himbeeck/Menz.

Strafminuten: Bad Nauheim 6, Ravensburg 6.

Schüsse: 23:35.

Zuschauer: 2483.

 

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