Okt. 16, 2026 | APP, News

Pfostenpech im Sahnpark – Teufel unterliegen in Crimmitschau

Am 9. Spieltag der DEL2-Hauptrunde hat der EC Bad Nauheim eine knappe Auswärtsniederlage kassiert. Vor 2.382 Zuschauern im Kunsteisstadion im Sahnpark unterlagen die Roten Teufel bei den Eispiraten Crimmitschau mit 1:2 (1:2, 0:0, 0:0). Trotz einer drückenden Überlegenheit im Mittelabschnitt und gleich drei Pfostentreffern von Allan McPherson belohnten sich die Hessen nicht für ihren Aufwand und traten die Heimreise ohne Zählbares an.

Offensive bemüht, aber im Abschluss glücklos: Headcoach Kevin Gaudet vertraute weitgehend auf das Personal der vergangenen Wochen. Die Kurstädter zeigten sich läuferisch und spielerisch absolut auf Augenhöhe, haderten jedoch massiv mit der eigenen Chancenverwertung und dem fehlenden Scheibenglück in der entscheidenden Zone.

Der Spielfilm: Früher Schock für die Kurstädter: Es waren gerade 106 Sekunden absolviert, da zappelte der Puck bereits im Nauheimer Netz. Jarno Kärki hatte die Hausherren blitzschnell in Führung gebracht (2.). Bad Nauheim zeigte sich jedoch unbeeindruckt. Zunächst scheiterte Allan McPherson noch an Eispiraten-Keeper Kevin Reich, doch wenig später klingelte es auf der Gegenseite. Die Teufel nutzten einen Fehlpass der Sachsen eiskalt aus, Kevin Maginot zog aus der Distanz ab und Matt Marcinew fälschte die Hartgummischeibe unhaltbar zum 1:1-Ausgleich (7.) ab. Es ging hin und her, doch das Momentum schwang wieder zu den Gastgebern: Logan Will besorgte die erneute Führung für Crimmitschau (11.). Im Anschluss hatten die Hessen gleich doppeltes Pech, als zweimal das Gestänge für die Eispiraten rettete.

Im zweiten Durchgang drängten die Rot-Weißen vehement auf den nächsten Treffer. Das Torschussverhältnis: 17:6 aus Sicht des EC. Marcinew brachte sich mit einer sehenswerten Pirouette in Position, doch der Abschluss geriet zu ungenau. Auch eine eigene numerische Überlegenheit verpuffte ohne Ertrag. Die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie, sodass es mit dem knappen 1:2-Rückstand in die zweite Pause ging.

Im Schlussabschnitt war die Defensive der Kurstädter gefordert. Zwei Unterzahlsituationen (Strafen gegen Preto und El-Sayed) mussten die Teufel überstehen, verhinderten aber dank konsequentem Penaltykilling einen weiteren Gegentreffer. In der Offensive klebte den Hessen weiterhin das Pech am Schläger: Allan McPherson traf zum dritten Mal an diesem Abend nur den Pfosten. In der hitzigen Crunchtime setzte Kevin Gaudet noch einmal alles auf eine Karte und nahm Jerry Kuhn knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch auch das erhöhte Risiko in den Schlusssekunden brachte nicht mehr den ersehnten Torerfolg.

Das sagt Marco Pfleger: „Spielerisch können wir uns wenig vorwerfen. Wir haben viel Zug nach vorne gehabt und Torchancen kreiert. Leider ist es ein Ergebnissport und ein Tor reicht meistens nicht.“

Eispiraten Crimmitschau: Reich – McCormick, Sacher, Quaas, Dietz, Fuchs, Schulz – Will, Kärki, Brune, Garthe, Shevyrin, Adams, Schmid, Streu, Neiger, Thomas, Biggins, Hamori.
Trainer: Jussi Tuores.

EC Bad Nauheim: Kuhn – Erk, Keussen, Maginot, Tiffels, Lemke, Pruden, Kauhanen – Preto, Sarault, Marcinew, Harper, McPherson, Pfleger, Schiemenz, Kornelli, Bußmann, Jakovlev, El-Sayed.
Trainer: Kevin Gaudet.

Tore:

1:0 (01:46) Kärki (Brune)

1:1 (06:50) Marcinew (Maginot, Tiffels)

2:1 (10:47) Will (McCormick)

Schiedsrichter: Engelmann / Klijberg – Linienrichter: Hintermeier / Kriebel.

Strafminuten: Crimmitschau 2, Bad Nauheim 6.

Schüsse: 20:27.

Zuschauer: 2.382.

So hat unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, das Spiel gesehen.

Foto: Chuc.de