Sep. 18, 2025 | APP, News

„Seid geduldig und bleibt laut und stolz“

Testen. Ausprobieren. Einspielen. Damit ist es ab sofort vorbei! Alle bisherigen Ergebnisse sind Makulatur, an die Vorbereitungsphase kann der Haken gesetzt werden. Für DEL2-Gründungsmitglied EC Bad Nauheim hebt sich der Vorhang zur 13. Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse: Die Roten Teufel starten am Freitag (19:30 Uhr) zuhause gegen den EHC Freiburg, am Sonntag (17:00 Uhr) geht’s gleich zum ersten Hessenderby in die Kasseler Eissporthalle.

Vor der Saison-Premiere gegen seinen Ex-Club aus Freiburg sagt EC-Coach Peter Russell: „Wir wollen bereit sein und als Mannschaft unsere bestmögliche Performance abrufen.“ Dieses Vorhaben müssen die Rot-Weißen nach wie vor ohne Christopher Fischer, Patrick Seifert, Zach Kaiser und Rik Gaidel in Angriff nehmen.

„Die Vorbereitung haben wir genutzt, um alle Spieler auf und neben dem Eis kennenzulernen. Fortschritte sind erkennbar, an der Konstanz müssen wir weiterarbeiten. In der letzten Partie gegen Düsseldorf konnten wir über weite Strecken gegen ein starkes Team mithalten“, meint der Schotte, „wir hatten einige gute Tests, aber auch Spiele, in denen die Dinge nicht immer zusammenpassten.“

Russell weiter: „Ein großes Dankeschön an unsere Fans. In der Vorbereitung habt ihr die Mannschaft in großer Anzahl hervorragend unterstützt. Seid geduldig und bleibt laut und stolz.“

Unser Auftaktgegner, der EHC Freiburg, war auf den letzten Metern aktiv auf dem Transfermarkt unterwegs. Die Wölfe verpflichteten zunächst mit dem schwedischen Rückkehrer Fabian Ilestedt Kontingent-Profi Nummer fünf und lotsten dann Travis Ewanyk in den Breisgau, weil der Vertrag des nicht überzeugenden Vincent Schlenker aufgelöst wurde. Laut der Freiburger Lokalpresse droht dem Tschechen Matej Pekar im Colonel-Knight-Stadion als überzähliger Importspieler ein Tribünenplatz.

Die Vorbereitung wurde beeinträchtigt durch die Ausfälle von Niko Linsenmaier, Chris Billich, der in Bad Nauheim sein Comeback feiern könnte, und Christian Kretschmann. Schlüsselspieler im Team von Trainer Martin Stloukal sind die Finnen Sameli Ventelä und Eero Elo sowie der Kanadier Shawn O’Donnell, der auf einen deutschen Pass wartet. Erst im Dezember erwarten die Wölfe die Rückkehr von Verteidiger Maximilian Leitner (nach Kreuzbandriss im Aufbautraining).

Unser Derbygegner, die Kassel Huskies, gehen einmal mehr als einer der Top-Aspiranten auf den DEL-Aufstieg ins Rennen. Neun Neuzugänge konnte Trainer Todd Woodcroft begrüßen, darunter mit Bode Wilde und Michael Bartuli auch zwei Ex-Teufel.

Zwischen den Pfosten ersetzt Oleg Shilin den noch in der Reha befindlichen Brandon Maxwell. Die Rolle der Nummer eins im Kasten der Schlittenhunde dürfte zunächst Philipp Maurer übernehmen. Mit großen Vorschusslorbeeren bedacht ist Neuzugang Tyler Benson, ein 38-facher Ex-NHL-Crack und früherer Teamkollege von Connor McDavid und Leon Draisaitl in Edmonton.

Im blau-weißen Starensemble wecken auch die Verpflichtungen des kanadischen Stürmers Mitchell Hoelscher, von Simon Schütz, Maciej Rutkowski oder Laurin Braun hohe Erwartungen. Braun, mittlerweile 34 Jahre alt, ist dreifacher Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin und absolvierte einst 13 A-Länderspiele. Zur Heim-Ouvertüre der Nordhessen fehlt mit Verteidiger Marco Müller ein ECK-Urgestein.

Foto: Chuc.de