Dez. 28, 2025 | APP, News

Tor- und punktlos gegen effiziente Towerstars

Die Roten Teufel haben das letzte Punktspiel des Jahres 2025 verloren und blieben beim 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) vor 3022 Zuschauern, darunter 200 Anhänger aus der Bodensee-Region, tor- und punktlos gegen effiziente Ravensburg Towerstars. Im Tor der Baden-Württemberger feierte Nico Wiens bei seinem DEL2-Debüt ein Shutout.

„Jedes Spiel in dieser Liga ist eng. Wir haben defensiv gut gestanden, aber unsere fünf, sechs guten Chancen nicht verwertet und letztlich durch ein Powerplay-Tor und ein Empty-Net-Goal verloren“, bilanzierte EC-Trainer Peter Russell. „Es ist nie leicht, hier zu gewinnen. Bad Nauheim spielt einen guten Forecheck und ist gut strukturiert. Ich bin happy“, sagte Ravensburgs Coach Bo Subr, der ein Sonderlob an den jungen Wiens verteilte.

Bei den Kurstädtern kehrte Raphael Jakovlev ins Lineup zurück, dafür musste Kevin Handschuh weichen. Ohne den erkrankten Stammkeeper Ilya Sharipov reisten die Gäste in die Wetterau. Weil Nico Pertuch bei Kooperationspartner ERC Ingolstadt unabkömmlich ist, feierte der 20-jährige Nico Wiens sein DEL2-Debüt. In der laufenden Saison hatte der Linksfänger bis dato fünf Oberliga-Partien für die Selber Wölfe bestritten. Als Backup fungierte Torwart-Trainer und -Maskendesigner Matthias Nemec, der langjährige Towerstars-Torhüter.

Verbissen verteidigten beide Mannschaften von Beginn an ihre Defensiv-Zone. Die richtig klaren Gelegenheiten blieben Mangelware. Beim EC verpassten Sebastian Cimmerman (8.), der Förderlizenz-Stürmer aus Frankfurt, Andrej Bires und Julian Lautenschlager bei einem Zwei-auf-eins-Konter (10.) sowie Zach Kaiser (13.), der nach einer gefälligen Tic-Tac-Toe-Kombination über Sebastian Bengtsson und Parker Bowles den Puck nicht über die Torlinie brachte. Auf der anderen Seite parierte Jerry Kuhn stark gegen Thomas Reichel (11.) und Ravensburgs Dezember-Nachverpflichtung Odeen Tufto (15.).

Abschnitt Nummer zwei begann für die Rot-Weißen in Unterzahl, weil sich Cimmerman zwei Sekunden vor der Sirene eine Strafzeit einhandelte. Die Oberschwaben – bisher mit der schlechtesten Powerplay-Quote (10,1 Prozent) gelistet – nutzten den Vorteil in Person von Robbie Czarnik, der das 0:1 (21.) erzielte. Beim EC lief in dieser Phase wenig zusammen. Wieder war es Czarnik (27.), der gefährlich vor dem Nauheimer Gehäuse auftauchte, aber knapp verzog.

Erst in der 30. Minute musste der junge Wiens eingreifen und pflückte Bengtssons Schuss mit der Fanghand. In der Folge vereitelte Kuhn eine Doppelchance von Nick Latta und Eichinger (32.). Es blieb ein zerfahrenes Match. Das Handgemenge zwischen Justin Volek und Philipp Mass konnte da schon zu den Höhepunkten gezählt werden.

Bad Nauheim startete schwungvoll ins Schlussdrittel. Marius Erk (41./Vorlage Bengtsson) und kurz darauf Justin MacPherson und Volek verpassten den Ausgleich. Dann zischte erneut ein Erk-Schuss an Freund und Feind vorbei und landete an der Querlatte (51.). Die Zeit lief den Hausherren davon. 1:40 Minuten vor Schluss verließ Kuhn seinen Kasten, Russell nahm das Timeout. Mit einem Treffer ins verwaiste EC-Gehäuse machte Mark Rassell alles klar (59.)

EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Kölsch – Volek, Koch, Hickmott, Bengtsson, Kaiser, Bowles, Ribarik, Bires, Lautenschlager, Jakovlev, El-Sayed, Cimmerman.
Trainer: Peter Russell.

Ravensburg Towerstars:
 Wiens – Pfaffengut, Mass, Ketterer, Eichinger, Wieszinski, Odude – Rassell, Karlsson, Czarnik, Reichel, Schmid, Louis Latta, Ahlroth, Tufto, Nick Latta, Sarto, Schindler, Kessler.
Trainer: Bo Subr.

 

Tore:
0:1 (20:53) Czarnik (Eichinger, Karlsson – PP1)

0:2 (58:56) Rassell (EN)

Schiedsrichter: Moosberger/Heffner – Linienrichter: Ernst/Menz.

Strafminuten: Bad Nauheim 4, Ravensburg 2.

Schüsse: 31:27.

Zuschauer: 3022.

Foto: Chuc.de