Nov. 23, 2025 | APP, News

Vause zaubert, Hickmott trifft doppelt – EC feiert Sonderzug-Sause

Ekstase im rot-dominierten Gästeblock. Jerry Kuhn tanzte in der Kurve. Marc El-Sayed stimmte zur La-Ola-Welle an. Mit 3:2 (0:0, 1:2, 2:0) gewann der EC Bad Nauheim am Sonntagnachmittag beim DEL-Aufstiegskandidaten EV Landshut und belohnte sich für eine Top-Leistung. Vor mit 4448 Zuschauern ausverkauftem Haus am Gutenbergweg drehten die Roten Teufel einen 0:2-Rückstand. Jordan Hickmott per Doppelpack und Taylor Vause erzielten die Tore für unsere Mannschaft, die auf der Rückfahrt mit den Fans eine feucht-fröhliche Sonderzug-Sause feierte.

 

Pünktlich um 09:14 Uhr hatten sich 500 EC-Bahnfahrer im 16. Sonderzug der Vereinshistorie auf den Weg nach Niederbayern gemacht. Gegen 14:00 Uhr erreichte die rot-weiße Party-Gesellschaft den Ziel-Bahnhof. Von dort setzte sich der Fanmarsch in die direkt an der Isar gelegene VR-Bank Landshut Arena in Bewegung, um den Gästeblock in eine „rote Wand“ zu verwandeln.

Die Kurstädter liefen mit der gleichen Formation auf, die am Freitag die Eispiraten Crimmitschau mit 3:2 nach Verlängerung besiegte. Sebastian Bengtsson (überzähliger Kontingent-Profi) sowie Xaver Tippmann und Philipp Kuhnekath (überzählige Ü24-Spieler) fehlten. Bei den Gastgebern standen Kapitän „Blacky“ Schwarz und der angeschlagene Elias Lindner nicht zur Verfügung.

Die Zuschauer am Gutenbergweg sahen ein intensiv geführtes Auftaktdrittel. Beide Mannschaften hielten das Tempo hoch. Bad Nauheim versuchte mit konsequentem Forechecking die geballte EVL-Offensivpower zu stören. Das gelang wirkungsvoll. Wenn die Bayern die Scheibe gefährlich aufs Tor brachten, war Torhüter Jerry Kuhn zur Stelle. Ebenso wie auf der anderen Seite Philipp Dietl, der bei einem Torschussverhältnis von 14:13 die ein oder andere Chance der Roten Teufel zunichtemachte.

Nach einem Turnover in Bad Nauheims Defensivzone bot sich Trevor Gooch unmittelbar nach Wiederbeginn die Gelegenheit zur Führung, doch der US-Amerikaner zielte haarscharf vorbei. Den Torschrei fast schon auf den Lippen hatten Jordan Hickmott und die EC-Fans in der 24. Minute, doch irgendwie stoppte Dietl den Puck noch kurz vor der Torlinie.

Per Doppelschlag binnen 36 Sekunden gingen die Hausherren in Front. Erst traf David Stieler im Powerplay, dann legte Tobias Schwarz nach. Beide Treffer wurden von den Unparteiischen per Videobeweis überprüft und bestätigt. Kuhn verhinderte gegen Stanislav Dietz das 0:3. Die Rot-Weißen schnupperten mehrfach am Anschlusstor, aber Dietl hielt seinen Kasten (vorerst) sauber. Machtlos war der starke EVL-Goalie nur gegen den elften Saisontreffer von Jordan Hickmott, der von Justin MacPherson mustergültig bedient wurde.

28 Sekunden doppelte Überzahl nutzte unser Team zu Beginn des Schlussdurchgangs zum verdienten Ausgleich durch Taylor Vause. Ein Kabinettstückchen des Kanadiers ging der ersten Führung für die Teufel voraus. Im Powerplay setzte Vause mit einem Zauberpass hinter dem eigenen Rücken Jordan Hickmott in Szene, und der Torjäger vollendete mit Saisontor Nummer zwölf zum 3:2. Die „rote Wand“ tobte.

In der Crunchtime hatte Justin Volek den Matchpuck auf dem Schläger, verpasste aber die Vorentscheidung. Knapp zwei Minuten vor der finalen Sirene nahm Trainer Uwe Krupp den Torwart vom Eis, doch auch mit einem Feldspieler mehr kamen die Gastgeber nicht mehr zum Ausgleich.

EV Landshut: Dietl – Has, Elsner, Dietz, Dersch, Bergman, Serikow – Gooch, Koskenkorva, Seidl, Lindberg, Stieler, Immo, Mayenschein, Kornelli, Wenzel, Tobias Schwarz, Park, Stümpel.
Trainer: Uwe Krupp.

EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Kölsch – Volek, Koch, Hickmott, Bowles, Vause, Bires, Ribarik, El-Sayed, Lautenschlager, Jakovlev, Kaiser, Handschuh.
Trainer: Peter Russell.

Tore:

1:0 (29:33) Stieler (Lindberg, Bergman – PP1)

2:0 (30:09) Tobias Schwarz (Dersch, Dietz)

2:1 (38:12) Hickmott (MacPherson, Koch)

2:2 (41:30) Vause (Bowles, MacPherson – PP2)

2:3 (49:43) Hickmott (Vause, MacPherson – PP1)

Schiedsrichter: Voit/Schütz – Linienrichter: van der Heyd/Reitz.

Strafminuten: Landshut 8, Bad Nauheim 4.

Schüsse: 33:36.

Zuschauer: 4448.