Feb. 15, 2026 | APP, News

Wieder ein Shorthander: Bittere Niederlage in der Oberpfalz

Der nächste Dämpfer für den EC Bad Nauheim. In einer lange torlosen und hart umkämpften Partie unterlagen die Roten Teufel am Sonntagabend bei den Blue Devils Weiden mit 1:3 (0:0, 0:0, 1:3). Vor 1760 Zuschauern in der Hans-Schröpf-Arena entschied erneut ein Gegentreffer in eigener Überzahl die Partie zu Ungunsten der Hessen. Den einzigen Treffer für die Gäste erzielte Davis Koch.

„Das war ein hartes Spiel, beide Teams haben hart gekämpft und am Ende haben wir uns selbst ein Bein gestellt. Wir sind im Powerplay und dann ist es gelaufen. Wir sind sehr frustriert und müssen weiter arbeiten“, resümierte ein enttäuschter Antti Karhula die Partie auf der Pressekonferenz.

Personell vertraute der EC-Trainer weitgehend dem Personal vom Freitagspiel gegen Bietigheim und nahm lediglich in der Zusammenstellung der Reihen kleine Justierungen vor. Im Tor stand Jerry Kuhn.

Die Partie begann mit beidseitigem Abtasten. Zwar gewannen die Hausherren das erste Bully, doch die erste nennenswerte Chance verzeichnete Bad Nauheim nach gut zwei Minuten. In der Folge wirkten die Blue Devils wacher und entwickelten mehr Zug zum Tor, ohne jedoch die letzte Konsequenz im Abschluss zu finden. Die größte Gelegenheit des ersten Drittels hatte Andrej Bires auf dem Schläger: Der Stürmer lief in der 12. Minute allein auf das Weidener Gehäuse zu, scheiterte aber am Schoner von Michael McNiven. Weil beide Teams im Spielaufbau immer wieder Fehler einstreuten, entwickelte sich ein munteres Hin und Her. Eine Unterzahl fünf Minuten vor der Pause überstanden die Teufel souverän und nahmen geschickt Zeit von der Uhr.

Der Mittelabschnitt begann denkbar ungünstig mit einer frühen Strafzeit gegen Parker Bowles (21.), doch das Penaltykilling der Hessen funktionierte tadellos. Danach nahm die Partie an Fahrt auf. Jerry Kuhn musste sein Team mit Glanztaten gegen Noah Samanski (27.) und später gegen Dominik Bohac im Spiel halten. Auf der Gegenseite verpassten die Rot-Weißen in eigenen Druckphasen die Führung: Marc El-Sayed scheiterte nach Zuspiel von Bowles am hellwachen McNiven und auch Sebastian Bengtsson sowie Justin MacPherson feuerten im Powerplay gefährlich, aber erfolglos. Trotz gutem Forecheckings und Scheibengewinnen im Angriffsdrittel fehlte das nötige Glück im Abschluss, sodass es torlos in die zweite Pause ging.

Im Schlussdrittel überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst verpassten Bires und Fischer in Überzahl die Führung, ehe der Nackenschlag folgte: Mitten im Nauheimer Powerplay konterten die Hausherren. Fabian Voit bediente Zach Tsekos und der versenkte den Puck zum 1:0 (50.). Bad Nauheim war geschockt und warf alles nach vorne, ließ dabei aber Lücken in der Defensive. Paul Vinzens nutzte dies freistehend vor Kuhn zum 2:0 (56.). Die Gäste zeigten Moral: Davis Koch verkürzte nach ansehnlicher Vorarbeit von Jordan Hickmott auf 2:1 (57.). Kurz vor Schluss setzte Karhula alles auf eine Karte und nahm Kuhn zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch das Risiko wurde nicht belohnt: 8,6 Sekunden vor dem Ende traf Noah Samanski ins verwaiste Tor zum 3:1-Endstand.

Blue Devils Weiden: McNiven – Muck, Kolb, Bohac, Pokorny, Ribnitzky, Schwaiger, Marusch – Gläser, Tsekos, Schwarz, Schiemenz, Voyer, Vogt, Neal Samanski, Noah Samanski, Vinzens, Thal, Voit, Edfelder.
Trainer: Jürgen Rumrich.

EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Bidoul – Ribarik, Koch, Hickmott, Kaiser, Bires, Volek, Bengtsson, El-Sayed, Bowles, Jakovlev, Kuhnekath.
Trainer: Antti Karhula. 

Tore:

1:0 (49:19) Tsekos (Voit – SH1)

2:0 (55:17) Vinzens (Neal Samanski, Noah Samanski)

2:1 (56:44) Koch (Hickmott, Pruden)

3:1 (59:51) Noah Samanski (McNiven – EN)

Schiedsrichter: Lehmann/ Singaitis – Linienrichter: Egger/ Huber.

Strafminuten: Weiden 10, Bad Nauheim 8.

Schüsse: 27:26.

Zuschauer: 1760.

Das schreibt unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, über die Partie.

Foto: Elke Englmaier