Feb. 20, 2026 | APP, News

Zwei Olsen-Tore, aber keine Punkte für die Roten Teufel

Eine gelungene Premiere für Ryan Olsen, aber eine bittere Niederlage für die Roten Teufel. Trotz eines Doppelpacks des Deutsch-Kanadiers unterlag der EC Bad Nauheim am Freitagabend vor 2303 Zuschauern den Lausitzer Füchsen mit 2:6 (1:1, 1:2, 0:3). In einem über lange Zeit engen Match machten die Sachsen mit zwei Treffern in der Schlussminute alles klar. EC-Verteidiger Garret Pruden musste im ersten Drittel krankheitsbedingt in der Kabine bleiben. Die Kurstädter verpassten es, den Vier-Punkte-Rückstand auf Platz zehn (Crimmitschau) zu verkürzen.

 
 

„In den ersten 40 Minuten haben wir eigentlich gut gespielt und hätten deutlich öfter treffen müssen. Die Gegentore kamen teilweise aus dem Nichts. Es nervt natürlich, so zu verlieren“, sagte EC-Trainer Antti Karhula. Weißwasser-Coach Christof Kreutzer fasste zusammen: „Ich war am Anfang nicht zufrieden. Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Es war klar, dass Bad Nauheim hier wie der Teufel aufs Eis geht. Wir haben gut gekontert, unsere Chancen genutzt und wenig zugelassen. Das zeichnet uns in den letzten Spielen aus.“

EC-Debütant Olsen stürmte in einer Reihe mit Zach Kaiser und Justin Volek, Andrej Bires rückte für den gesperrten Davis Koch als Center zwischen Lukas Ribarik und Jordan Hickmott. Aus Frankfurt standen die Förderlizenz-Verteidiger Fabio Kose und Philipp Bidoul zur Verfügung. Auch Xaver Tippmann kehrte ins Lineup zurück.

Erster Shift nach 33 Sekunden, erste Chance nach dreieinhalb Minuten, erstes Tor nach acht Minuten: Perfekter Einstand für Ryan Olsen an neuer Wirkungsstätte! Nach Bidoul-Pass überwand der Deutsch-Kanadier Lennart Neiße im Gäste-Kasten zum 1:0. Dann zog Parker Bowles auf und davon und konnte von Markus Freis nur per Foul gestoppt werden. Die folgende Überzahl mit Olsen in Powerplay-Formation eins brachte keinen Treffer.

Das mögliche 2:0 ließen Bowles, Hickmott und Sebastian Bengtsson bei einer Dreifach-Gelegenheit aus (15.). Bad Nauheim kreierte die Mehrzahl an Abschlüssen, passte einmal nicht auf und kassierte den Ausgleich. Die Top-Reihe der Oberlausitzer mit Lane Scheidl, Clarke Breitkreuz und Torschütze Adam Brady (17.) sorgte für den 1:1-Pausenstand.

Zweites Drittel, zweites Powerplay, zweiter Treffer für Olsen. Als Weißwassers Tim Heyter die Strafbank drückte, stand die EC-Nachverpflichtung goldrichtig und erzielte die erneute Führung (24.). Den Torschrei auf den Lippen hatten die rot-weißen Anhänger bei einer Großchance von Bowles, der knapp verpasste. Sekundenbruchteile später unterlief der Nummer 90 ein folgenschwerer Puckverlust. Charlie Jahnke schnappte sich die Hartgummischeibe und vollendete den Break zum 2:2 (24.) für gnadenlos effektive Füchse.

Ein Erfolgserlebnis für Justin MacPherson verhinderte Torhüter Neiße in Verbindung mit dem Torgestänge (35.). Auf der anderen Seite schlenzte Verteidiger Marlon Braun die Scheibe an Freund und Feind vorbei ins Nauheimer Netz zur erstmaligen Führung für die Ostdeutschen (37.). Die Emotionen kochten noch einmal hoch, als John Broda und Keeper Jerry Kuhn kollidierten. Nach der anschließenden Rudelbildung beruhigten sich die Gemüter schnell. Bowles (39.) klebte weiter das Pech am Schläger, Volek (39.) verpasste ebenfalls den Ausgleich.

Nächster Nackenschlag für die Hausherren zu Beginn des Schlussabschnitts. Der vor Kuhn frei postierte Alexander Dosch fälschte einen Schuss von der blauen Linie ab – 2:4 (43.). Bad Nauheim musste einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Die Gäste verteidigten geschickt, ließen den EC-Angreifern nur wenig Raum und lauerten auf schnelle Konter.

Olsen zielte im Anschluss an eine abgelaufene Strafzeit der Füchse nur haarscharf vorbei (57.) und auch Kaiser (58.) verpasste den Anschlusstreffer. 2:03 Minuten vor dem Ende nahm Karhula das Timeout, Kuhn blieb auf der Bank, aber die Hoffnung währte nur kurz. Bowles wanderte auf die Strafbank und die Kreutzer-Truppe machte mit Havlenas Empty-Net-Goal (60.) den Sack zu und Moritz Kretzschmar setzte bei Vier-gegen-vier den Schlusspunkt.

EC Bad Nauheim: Kuhn – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Gnyp, Bidoul, Fabio Kose – Ribarik, Bires, Hickmott, Volek, Kaiser, Olsen, Bengtsson, El-Sayed, Bowles, Jakovlev, Tippmann.

Trainer:
 Antti Karhula.

Lausitzer Füchse:
 Neiße – Havlena, Panocha, Kretzschmar, Sezemsky, Heyter, Freis, Braun – Broda, Jahnke, Nieleck, Scheidl, Brady, Breitkreuz, Saakyan, Knobloch, D’Aoust, Dosch, Theodore, Tripcke.

Trainer: Christof Kreutzer.

Tore:

1:0 (07:15) Olsen (Bidoul)

1:1 (16:54) Brady (Breitkreuz, Scheidl)

2:1 (23:07) Olsen (Jakovlev, Hickmott – PP1)

2:2 (23:59) Jahnke

2:3 (36:24) Braun (Saakyan, Havlena)

2:4 (42:16) Dosch (Tripcke, Havlena)

2:5 (59:40) Havlena (Brady – EN)

2:6 (59:58) Kretzschmar (Tripcke, Theodore)

Schiedsrichter: Klein/Meineke – Linienrichter: Rieneck/Lamberger.

Strafminuten: Bad Nauheim 12, Weißwasser 14.

Schüsse: 33:25.

Zuschauer: 2303.

Foto: Chuc.de