Okt. 19, 2025 | APP, News

Zwei Tore in Unterzahl, aber keine Punkte für die Roten Teufel

Keine Punkte in Weißwasser: Die Roten Teufel reisen vom langen Trip in den Osten ohne Punkte nach Hause. Die Lausitzer Füchse gewinnen vor 2650 Fans mit 3:2 (2;0,1:1,0:1). Kurios: Der EC erzielt zwei Tore in eigener Unterzahl, dennoch reichte es nicht zu einem Zähler in einer umkämpften und bis zum Ende spannenden Partie.

Personell war Trainer Peter Russell in der Offensive zu einer Umstellung gezwungen, denn Justin Volek blieb zu Hause. Der Stürmer hatte sich am Freitag beim 3:2 gegen die DEG eine Gesichtsverletzung zugezogen. Zwar hatte Volek nach kurzer Behandlung weiter gespielt, aber nun sollen weitere Untersuchungen am Montag folgen. Dafür rückte Philipp Kuhnekath wieder ins Aufgebot. Zudem gönnte Russel Routinier Jerry Kuhn eine Pause. Finn Becker stand auf dem Posten zwischen den Pfosten und lieferte eine prima Leistung.

Als überzählige Ü24-Spieler nicht im Aufgebot waren Simon Gnyp und Marc El-Sayed. Der Kapitän stand allerdings an der Bande und unterstützte Russell, da Adam Mitchell parallel ein Spiel mit der U15 hatte. Zudem war – wie in den vergangenen drei Spielen auch – Taylor Vause als fünfter Importspieler nicht dabei. Und es fehlte nach wie vor der Langzeitverletze Patrick Seifert.

Rik Gaidel, Tjark Kölsch und Fabian Nifosi spielten wie schon am Freitag für den Kooperationspartner, die Herne Miners.

Begonnen hatte die Partie in Weißwasser ausgeglichen, doch nach dem ersten Powerbreak übernahmen die Hausherren die Initiative und gingen nach elf Minuten durch Alexander Dosch in Führung. Der Angreifer stand ziemlich unbehelligt am langen Pfosten und hatte keine Mühe, den Puck über die Linie zu bugsieren. Es folgten zwei Strafzeiten gegen den EC. Andrej Bires und Parker Bowles mussten raus, und die Rot-Weißen stemmten sich erfolgreich in doppelter Unterzahl gegen den drohenden zweiten Gegentreffer.

Als diese kritische Phase überstanden war, bekam der EC ein Powerplay – allerdings zeigten die Füchse, warum das Team statistisch gesehen die beste Unterzahlmannschaft der Liga ist. Die Roten Teufel fanden nicht in die Formation und kassierten nach Ablauf der Strafzeit auf der anderen Seite das 0:2. Xaver Tippmann hatte eine kleine Strafe hinnehmen müssen. Weißwasers Neuzugang aus Iserlohn, Lennard Nieleck, stand im folgenden Powerplay goldrichtig und fälschte die flache Hereingabe von Charlie Jahnke erfolgreich ab.

Peter Russell schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn der EC wirkte im zweiten Abschnitt entschlossener und verkürzte nach 35 Minuten in Unterzahl nach schönem Zuspiel von Lukas Ribarik durch Andrej Bires zum 1:2. Hoffnung keimte auf, zumal der Kanadier Kyle Havlena auf die Strafbank musste und die Rot-Weißen in diesem Powerplay ordentlich Druck machten. Jordan Hickmott hatte den Ausgleich auf dem Schläger, aber Füchse-Keeper Anthony Morrone rettete mit einer Glanztat. Statt 2:2 stand es wenige Sekunden später 3:1, denn der EC lief in einen Konter, den Clarke Breitkreuz erfolgreich beendete.

Beide Teams gingen im letzten Abschnitt mit viel Einsatz zur Sache, und so gab es im letzten Drittel einige Hinausstellungen. Finn Becker verhinderte mit sehenswerten Aktionen die Vorentscheidung zugunsten der Lausitzer und dann gab es eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Davis Koch. Der Check gegen den Weißwasseraner Alexis D’Aoust blieb zunächst von den Referees ungeahndet, doch die Szene wurde per Videobeweis überprüft und daraufhin musste Koch in die Kabine. Das war in der 55. Minute, aber der EC bewies Moral und schaffte durch Justin MacPherson wiederum mit vier Feldspielern den Anschlusstreffer. Als der EC vollzählig war, nahm Russell eine Auszeit und Finn Becker vom Eis. Allerdings blieben nur noch wenige Sekunden, die Füchse brachten den knappen Sieg über die Zeit.

Lausitzer Füchse: Morrone – Havlena, Sezemsky, Braun, Horth, Stowasser, Heyter – Theodore, Nieleck, Breitkreuz, Broda, Jahnke, D’Aoust, Reisnecker, Knobloch, Anders, Dosch, Valentin, Tripcke.
Trainer: Christof Kreutzer.

EC Bad Nauheim:
Becker – MacPherson, Pruden, Erk, Fischer, Bidoul, Tippmann – Ribarik, Bires, Lautenschlager, Bengtsson, Koch, Hickmott, Bowles, Kaiser, Jakovlev, Kuhnhekath, Handschuh.
Trainer: Peter Russell.

Tore: 

1:0 (10:44) Dosch (Tripcke, Valentin)

2:0 (18:58) Nieleck (Jahnke, Dosch – 5:4)

2:1 (34:18) Bires (Ribarik – 4:5)

3:1 (38:15) Breitkreuz (Havlena)

3:2 (57:29) MacPherson (Bowles, Lautenschlager – 4:5).

Schiedsrichter: Steingross/Ratz – Linienrichter: Englisch/Paulick.

Strafminuten: Lausitzer Füchse 14, Bad Nauheim 16, plus 5 und Spieldauer Davis Koch.

Zuschauer: 2650.

Foto: Thomas Heide

So hat unser Medienpartner, die Wetterauer Zeitung, das Spiel gesehen.